10 Ayurveda-Tipps für eine sattvige Routine

Harmonie

Hell, ausgeglichen und freundlich – das Sattva-Prinzip beschreibt den Zustand der Harmonie in Körper und Geist. Gerade in der Gesundheitslehre des Ayurveda finden sich nützliche Tipps, um in Balance zu kommen und in Einklang mit seinem Wesen zu leben. Dazu hier 10 Tipps aus dem Ayurveda, die dir helfen, eine sattvige Routine zu etablieren.

So hilft dir Ayurveda, eine sattvige Routine zu schaffen

Alles Tun in der Yogalehre strebt zunächst hin zur Harmonie, dem Zustand zwischen trägem Stillstand und rasender Unruhe. Diese reine und helle Eigenschaft der Harmonie wird Sattva genannt und wird auf alles, was wir in der Natur beobachten können, übertragen.

Der Weg zur Harmonie im Ayurveda

Insbesondere den Geist gilt es im Yoga in einen sattvigen Zustand zu versetzen und damit zu reinigen und erhellen – und hier setzt Ayurveda an. Auch diese reichhaltige Gesundheitslehre strebt ganz nach der Harmonisierung von Körper und Geist durch die Ausbalancierung der Grundenergien im Körper: Vata, Pitta und Kapha.

Mithilfe der Doshas in Balance kommen

Diese Ayurveda-Typen sind in jeder Person zu unterschiedlichen Anteilen vertreten – und das ist auch gut so. Je nach einzigartiger Zusammensetzung deiner Doshas braucht es allerdings andere Routinen, denn was für den einen gut ist, ist für den anderen ein Graus (nicht umsonst scheiden sich die Geister schon beim kalten Duschen am Morgen).

Falls du in Fragen Doshas etwas hilflos deine Schulter zuckst, wäre es an dieser Stelle günstig, dir mithilfe unseres Ayurveda Tests einen kurzen Überblick über eine Dosha Zusammensetzung zu verschaffen. Eine professionelle Einschätzung verschafft dir darüber hinaus ein praktizierender Ayurveda Arzt.

Mit diesen 10 Tipps gelingt eine sattvige Routine

1. Aufstehen ohne Wecker: “Was? Das kann ich nicht!”

Probiere gerne aus ob du es schaffst, stressfrei mithilfe deiner inneren Uhr geweckt zu werden. Wenn du abends in das Bett gehst, dann überlege, wann du nächsten Tag aufwachen möchtest. Du kannst dir vor deinen Augen eine Uhr mit der gewünschten Zeit vorstellen. Nimm dir ganz fest vor, dass du um diese Zeit geweckt wirst. Habe Vertrauen.

Gemäß dem Ayurveda ist es übrigens optimal, noch vor 6 Uhr morgens aufzustehen, während der Vata-Zeit. Du bist eine Schlafmütze? So wirst du zum Frühaufsteher. Früh aus den Federn ist die kühle Stille des kommenden Tages richtig gut für dein morgendliches Sadhana, wie Meditation, Pranayama oder Asanas.

2. First things first: Morgendliche Reinigung

Wenn du aufwachst, kannst du deine Träume in Ruhe erörtern. Vielleicht haben sie eine wichtige Botschaft für dich. Dann kannst du deinen Körper reinigen. Dazu empfiehlt Ayurveda Bio-Kichererbsenmehl. Es ist natürlich und auch nicht so teuer. Du kannst es wie Seife benutzen und ist gleichzeitig ein Peeling. Bei sehr trockener Haut benutze lieber Seife oder nur Wasser, da das Kichererbsenmehl vataerhöhend wirkt.

Beim Duschen kannst du dir vorstellen, dass Licht aus der Duschbrause kommt. Somit wird auch gleichzeitig dein Energiekörper gereinigt. Deine Nase kannst du mit Salzwasser mit Hilfe eines Neti-Kännchens spülen. Drei Mal kaltes Wasser ins Gesicht schütten macht einen klaren Kopf und wirkt belebend.

3. Mentale Reinigung in deine sattvige Routine aufnehmen

Denke immer positiv! Gerade morgens nach dem Aufstehen ist das besonders wichtig. Fasse gute Vorsätze für den Tag. Du kannst dir zur Hilfe auch ein spirituelles Buch nehmen, dass dir sehr am Herzen liegt und einfach eine Seite aufschlagen. Negative Gedanken lass einfach vorüberziehen wie Wölkchen am Himmel.

4. Frisches Wasser am Morgen

Trinke nach dem Aufstehen ein Glas frisches Quellwasser. Das regt die Verdauung an. Vata-Typen können das Wasser etwas erwärmen, ansonsten kann es so eingenommen werden, wie Mutter Erde es uns darbringt.

5. Lebendige und einfache Nahrung

Gestalte alle deine Speisen möglichst einfach. Grundsätzlich ist das Verdauungsfeuer morgens noch relativ schwach, gegen Mittag am höchsten und abends so auf mittlerer Flamme. Je nach Dosha variiert hier auch die Anzahl der empfohlenen Speisen und Nahrungsmittel.

Außerdem ist es gut, die Nahrung möglichst frisch zu sich zu nehmen. Wer mehr rohe Nahrung zu sich nehmen möchte, der sollte hier besonnen auf Rohkost umstellen, da feurige Pitta Typen Rohes besser vertragen als andere.

6. Keep smiling

Lächle die Menschen an, die dir begegnen, gerade die, die Emotionen nicht so offen und frei ausdrücken können. Das öffnet das Herz und zwischenmenschliche Spannungen können sich lösen.

7. Achtsamkeit

Übe dich den ganzen Tag in Achtsamkeit. Bringe dich immer wieder in den Moment. Gerade im Yoga gibt es einen reichhaltigen Schatz an Meditationstechniken, um die Konzentration zu schulen, Unterscheidungsfähigkeit zu erlangen und Ruhe in den Geist zu bringen – Sorgen und Ängste dürfen Sendepause haben.

8. Pausen in der Stille machen

Gönne dir hin und wieder mal eine Pause. Suche einen ruhigen Platz auf, wo du gut in dich gehen kannst. Finde deinen stillen Raum in dir. Tanke dort Kraft. Das kann in der Meditation sein, beim Spaziergehen – ja, warum nicht auch beim Wäscheaufhängen? Gerade einfache und repetetive Aufgaben versetzen uns besonders schnell in den Flow.

9. Sattvige Routine durch einen ruhigen Abend

Damit wir möglichst einfach einschlafen werden wir optimalerweise zum Abend hin ruhiger. Verbinde dich hier mit der Erde – langsam, kühl und dunkel – und mache alle Bewegungen in Ruhe. Spreche möglichst wenig und finde vor dem Einschlafen Zeit, um deinen Geist aufzuräumen. Besonders nährend und beruhigend: ein Abendspaziergang, eine Abendmeditation, Journaling, Mandala malen, tiefe Bauchatmung und Kuscheln wirken. Weitere Tipps für einen guten Schlaf findest du hier.

10. Zeitig zu Bett gehen

Gehe spätestens um 22:00 Uhr ins Bett. Ab 22:00 Uhr beginnt die Pitta-Zeit. Dann wird es schwierig mit dem Einschlafen. Der wertvollste Schlaf ist zwischen 22:00 und 24:00 Uhr, weil das die Anfangszeit der Pittaphase ist und Pitta für unsere Regeneration und unsere Entgiftung auf geistiger und körperlicher Ebene zuständig ist. So kannst du übrigens mit Ayurveda deine Schalflosigkeit angehen.

Eine ausgeglichene und sattvige Routine mit Ayurveda

Ayurveda ist die uralte Wissenschaft von Leben, die über Jahrtausende hinweg erprobt und verfeinert wurde. Da jeder Mensch einzigartig ist, werden auch Behandlungen typgerecht gegeben. Die Entspannungstechniken, natürlichen Heilverfahren und Ayurveda lernst du am besten in der Praxis von Seminaren kennen.

Ob ayurvedische Ernährung, ayurvedische Massage, Ayur-Yoga, ayurvedische Medizin, Panchakarma oder nährende ayurvedische Wellness: Alle inneren Kanäle öffnen sich und der Körper wird in seiner Entgiftung, Zellerneuerung und Heilung angeregt.

Asanas, Meditation und Mantra-Singen ergänzen die Seminare in idealer Weise. Die Yoga Vidya Ashrams sind inzwischen langjährige Ausbilder für ayurvedische Seminare. Sie stehen für die Synthese traditoneller Yogalehre und ayurvedischer Gesund