Meditation – Zitat des Tages

Der Yogi sollte seinen Geist sammeln und sich in eine Berghöhle zurückziehen, in einen Tempel oder einen abgelegenen Raum. Er sollte sich im Geist, in Worten und Taten mit nichts befassen; denn Ansammlung von und Kontakt mit den Dingen quälen einen Yogi. Der Yogi sollte allen Dingen gegenüber Gleichgültigkeit entwickeln. Er sollte regelmäßig in seiner Ernährung sein. Weltlicher Erfolg sollte ihn nicht erfreuen und Verlust ihm ebenso wenig Schmerz bereiten. Er sollte alle gleichermaßen betrachten sowohl denjenigen, der ihn kritisiert wie denjenigen, der sich vor ihm verneigt. Gleich, ob ihm Gutes widerfährt oder Schlimmes, er sollte darüber nicht nachdenken. Er sollte über Gewinn nicht vor Freude in Entzücken geraten und sich über Verlust keine Sorgen machen. Er sollte alle Wesen mit ausgeglichener Wahrnehmung betrachten und sollte unverhaftet wie die Luft bleiben. Wer so seinen Geist gesund hält, anderen dient, ausgeglichene Wahrnehmung allen Dingen und Menschen gegenüber pflegt und sechs Monate lang ein geregeltes, diszipliniertes Leben führt, kann Brahman erkennen und den Brahman-Zustand (Nirvikalpa Samadhi) erreichen.

Swami Sivananda

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