Meditation – Zitat des Tages

Ein Yogi praktiziert Abstraktion oder Zurückziehen der Sinne. Das wird Pratyahara  genannt.
– Swami Sivananda –

3 Kommentare zu “Meditation – Zitat des Tages

  1. Verehrung liebe Premajyoti,
    Du lächelst und praktizierst Yoga, das ist weise, und die Welt verändert sich.
    Das Leben in der Welt ist wie zeichnen, nur ohne Radiergummi.
    Om
    Liebe Grüße
    Rafaela

  2. Premayjoti

    Danke liebe Rafaela,
    das praktiziere ich im Moment intensiver.

    🙂
    Lieben Dank und trotzdem noch ein kleines, Juuhu an Dich.
    Om Shanti

  3. Tägliche Inspiration aus der Feder Swami Sivanandas

    Pratyahara
    ZIEHT EUREN GEIST ZURÜCK

    Pratyahara ist das Abziehen oder Zurückziehen der Sinne. Mit pratyahara
    beginnt das wahre innere spirituelle Leben; die äußere Welt wird
    ausgeschlossen. Yama, niyama, asana, pranayama – alle diese Praktiken
    bereiten den Aspiranten auf die Praxis von pratyahara vor. Der Geist wird
    durch die Praxis von brahmacarya (Keuschheit) und aparigraha (Nicht-Begehren)
    ruhig gestellt. Asana und pranayama drängen rajas (Ruhelosigkeit) hinaus.
    Pranayama hemmt die nach außen gehende Veranlagung des Geistes. Nun kann der
    Geist leicht (von den äußeren Objekten; d.Ü.) losgelöst werden.

    Pratyahara gibt innere spirituelle Stärke und dem Geist großen Frieden. Es
    entwickelt Willenskraft und beseitigt alle Arten der Ablenkung. Eine
    wackelige asana (Stellung), zu viel Sprechen, zu viel Kontakt mit anderen, zu
    viel Arbeit, zu viel Nahrung, zu viel Gehen, zu viel Aktivität (vyavahara)
    und das Hineinstecken der eigenen Nase in die Angelegenheiten anderer, all
    dies produziert Ablenkungen für den Geist und steht der Praxis von pratyahara
    im Wege.

    Wenn ihr immer wieder mit anderen Leuten verkehrt, dann fixiert den Geist auf
    euer laksya (Konzentrationspunkt). Ruht im Hintergrund eurer Gedanken – ob in
    saguna (Form, Gestalt) oder in abstrakter, vedantischer Form. Das dient als
    starkes Bollwerk, um euch vor den Angriffen weltlicher Gedanken zu schützen.

    Seid standfest in euren asanas, seid regelmäßig in der Praxis von pranayama,
    kultiviert vairagya (Leidenschaftslosigkeit), vicara (inneres Nachforschen)
    und viveka (Weisheit). Schaut immer auf die Mängel des Sinnenlebens.
    Entwickelt Gemütsruhe, Zufriedenheit, Geduld. Seid beharrlich, hartnäckig und
    stes wachsam. Betet zum Herrn. Singt. Macht japa (Wiederholung des Namens
    Gottes). Erlangt göttliche Gnade. Praktiziert mouna (Schweigen), Mäßigung in
    der Ernährung und lebt zurückgezogen. Praktiziert brahmacarya (Keuschheit).
    Lebt abgeschieden. Haltet an euren Entschlüssen fest. Seid kühn. Seid rein.
    Seid weise. Habt satsanga (heilige Gesellschaft). Gebt schlechte Gesellschaft
    auf. Dann werdet ihr Erfolg in pratyahara haben.

    Konzentration ist die direkte Methode, um Erfolg in pratyahara zu haben.
    Sitzt in einem ruhigen Raum und zieht eure Sinne zurück. Wenn ihr einen
    spirituellen Hintergrund in euren Gedanken habt, wird der Geist in diesem
    ruhen, wenn er von seiner Arbeit befreit wird. Japa ist eine andere Methode.
    Teilt den Geist. Fixiert einen Teil auf Gott und lasst den anderen Teil
    arbeiten. Absichtsloses, zielloses Starren (auf eine weiße Wand z.B., oder
    eine Kerze (tratak); d.Ü.) ist eine weitere Hilfe. Spürt, dass diese Welt
    eine Manifestation Gottes ist. Versteht, dass es anhaltende Freude nur im
    inneren atman gibt.

    Es ist schwierig zu sagen, wo pratyahara aufhört und Konzentration beginnt.
    Konzentration für zwanzig Sekunden macht eine Meditation und zwanzig solcher
    Meditationen macht ein samadhi (überbewusster Zustand). Aber dies ist nur für
    Anfänger.

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