Detox im Alltag – 16 praktische Tipps

Detox - Frei von allen Giften, dankbar

Fühlst du dich schwer? Ruhen Altlasten auf deinen Schultern, oder belasten dich unliebsame Gewohnheiten? Zeit für Detox! Viele ungesunde Angewohnheiten lassen sich mit etwas Achtsamkeit ganz einfach abtrainieren. Tu dir was Gutes: Werde los, was dir nicht mehr dienlich ist – sowohl im Bewusstsein als auch im Körper.

Diese Detox-Tipps führen dich wieder zurück in’s Gleichgewicht: zu einem liebevolleren und bewussteren Umgang mit dir selbst und anderen.

1. Mental Detox

Achte darauf, dich auf das Positive zu konzentrieren. Wenn etwas nicht so läuft, wie du es dir wünschst, dann vertraue darauf, dass alles immer in der göttlichen Ordnung ist. Genieße jetzt schon das „gute Ende“, um dich bis dahin nicht unnötig mit Sorgen zu belasten.

Versuche einen ganzen Tag lang, dich nicht zu beschweren, zu klagen, zu jammern oder zu lästern. Verzichte ganz bewusst auf alles, was Gewalt zeigt.

Gesundheit bedeutet auch, ein Leben zu führen, das in Einklang mit deinem Wesen ist!

2. Emotional Detox

Angestaute und unterdrückte Gefühle können uns, wenn sie getriggert werden, überreagieren und projizieren lassen. Wenn du den Eindruck hast, dass das passiert: atme tief durch und ziehe dich, wenn nötig, kurz aus dem Gespräch zurück, um es auf dich wirken zu lassen.

Beobachte dich und deine Gefühle und werde dir bewusst darüber, ob du überreagierst oder wo du vielleicht gerade projizierst. Mit der Zeit und etwas Übung wirst du dann auch direkt im Gespräch deine Gefühle in Ruhe wahrnehmen und mitteilen können.

Du bist nicht deine Gefühle – Öfter mal die Vogelperspektive einzunehmen bewirkt wahre Wunder

3. Digital Detox

Verzichte einmal eine Zeit lang bewusst auf Internet, Instagram und Facebook, What‘s App, Radio, Zeitung und alles was ablenkt, oder sogar aufwühlt. Du wirst staunen, wie viel mehr Zeit du plötzlich für andere Dinge hast – für Dinge, die dir gut tun.

4. Deinen Kopf herausfordern

Wenn du nicht nur körperlich, sondern auch geistig frisch und fit bleiben willst, solltest du deinen Kopf immer mal wieder herausfordern. Du könntest beispielsweise eine neue Sprache, ein Instrument, oder andere neue Fähigkeiten lernen, neue Orte entdecken und mit neuen Menschen und Kulturen in Kontakt kommen.

Auch Kreativtechniken und -workshops bringen Struktur ins Gedankenchaos und lenken deinen Fokus wieder auf die wichtigen Dinge. Das ist Detox im Kopf.

5. Zeit in der Natur

Gehe mindesten eine halbe Stunde am Tag an der frischen Luft spazieren. Das versorgt deinen Körper mit Sauerstoff, kräftigt die Muskeln und beugt Depressionen vor.

Sonnenlicht auf der Haut hilft außerdem, deinen Vitamin-D-Speicher aufzufüllen. Das fördert nicht nur dein Wohlbefinden, sondern auch deine Abwehrkräfte.

6. Basenbäder

Da deine Haut neben den Nieren dein größtes Ausscheidungsorgan ist, kannst du deinen Körper bei der Ausscheidung von Schlacken (Ama) durch Basenbäder unterstützen.

Ein Bad ist nicht nur Balsam für die Seele, denn die Wärme des Wassers dringt bereits nach fünf Minuten in die tiefen Muskelschichten ein, lockert das Gewebe und entkrampft so deine Muskulatur.

Die Entsäuerung beginnt erst ab etwa 30 Minuten, aber generell gilt: Je länger desto besser! Du kannst aber auch basische Fußbäder nehmen. Trinke vor und nach einem Basenbad jedoch ausreichend Wasser, da es deinem Körper viel Flüssigkeit entzieht.

7. Bürstenmassage

Du kannst mit einer Naturbürste vor dem Duschen und Baden zum Herzen hin kreisend deinen Körper trocken bürsten. Das unterstützt die Durchblutung deiner Haut und regt deinen Kreislauf an. So eine Bürstenmassage macht dich also auf natürliche Weise wacher, was du dir besonders morgens zu Nutze machen kannst.

Bürste dich glücklich: Das Trockenbürsten wirkt auf allen Ebenen aktivierend.

Außerdem werden abgestorbene Hautpartikel gelöst und der Lymphfluss angeregt. Dieser ist dafür zuständig, Giftstoffe aus deiner Haut zur Leber zu transportieren. Regelmäßiges Trockenbürsten reguliert deinen Blutdruck und sorgt obendrein für eine vermehrte Ausschüttung von Glückshormonen.

8. Ölmassage

Gönn dir vor dem Duschen eine Ölmassage. Sie senkt das Vata, beugt dem Austrocknen der Haut vor, regt Kreislauf und Stoffwechsel an und bringt die im Bindegewebe festsitzenden Schlacken in Bewegung. Lass das Öl einige Minuten einziehen und dusche es dann ohne Duschgel ab.

Creme dich danach nicht ein, um deiner Haut die Möglichkeit zu geben, selbst genug Fett zu produzieren. Das Öl dringt in die unteren Schichten der Haut ein. Es legt sich also nicht auf die Haut auf, sondern fördert die eigene Fettproduktion.

Am Besten nutzt du ayurvedisches Öl, da es über Stunden erhitzt wurde und sich so in ganz feine Bestandteile gelöst hat – dadurch kann es leichter in deine Poren eindringen.

9. Sauna

In der Sauna kannst du dich von Schwermetallen wie Kadmium, Blei und Nickel befreien. Die hohen Temperaturen fördern darüber hinaus die Durchblutung von Haut und Muskulatur und helfen so Verspannungen zu lösen.

Sogar das Herz wird trainiert, da durch die Ausdehnung der Blutgefäße die Herzfrequenz steigt. Durch den Wechsel zwischen warmen und kalten Temperaturen wird zudem das Immunsystem gestärkt. Bei Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems solltest du aus diesen Gründen jedoch vorsichtig sein.

10. Basti- Darmreinigung

Basti, die Darmreinigung, gehört zu den Kriyas. Die Kriyas unterstützen die Entgiftung und erleichtern die Umstellung, denn Entzugserscheinungen werden reduziert.

Ein Einlauf mit einem Irrigator ist ein bewährtes Mittel bei Kopfschmerzen, Erkältung, Fieber und Blähungen. Einmal die Woche kannst du mithilfe einer Salzlösung, oder einer Kräuterabkochung deine Einläufe machen. Einläufe mit Wasser solltst du mit Salz vermengen, da dein Körper das Wasser sonst möglicherweise absorbiert.

11. Öl ziehen

Gib direkt nach dem Aufstehen einen Esslöffel Öl in deinen Mund. Bewege es mehrere Minuten in deinem Mundraum hin und her. Ziehe es dabei auch insbesondere durch deine Zahnzwischenräume. Am besten nimmst du hierfür Kokos- oder Sesamöl. Spucke das Öl anschließend aus.

Auf diese Weise werden Giftstoffe aus deinem Mundraum effektiv entfernt und deine Zähne von Karies befreit. Dein Zahnarzt wird sich bei deinem nächsten Besuch wundern!

Bitte schlucke das Öl niemals herunter, denn es ist voll mit Bakterien, Toxinen und Rückständen. Entsorge es in einem Papiertuch im Haushaltsmüll (bitte nicht ins Abwasser geben).

12. Pranayama – Reinigende yogische Atemübungen

Der Feueratem (Kapalabhati) verbrennt alles Belastende mit deinem inneren Feuer. Mit Kapalabhati reinigst du deine Atemwege und massierst deine Organe. Es wirkt außerdem anregend, denn Prana, Lebensenergie, wird freigesetzt. So verhilft dir Kapalabhati zu mehr Kraft und aktiviert deine Chakras.

Mit der Wechselatmung (Anuloma Viloma) reinigst du ebenfalls deine Atemwege, erhöhst dein Lungenvolumen und trainierst durch die Anhaltephasen dein Herz-Kreislaufsystem. Die Wechselatmung wirkt ausgleichend auf deine Emotionen und deine Energiekanäle werden geöffnet, damit die Lebensenergie besser fließen kann.

Anuloma Viloma – Reinigend und ausgleichend

13. Yoga

Yogaübungen sorgen für mehr Flexibilität und eine bessere Haltung. So kannst du deinen Körper mit der Kombination aus Bewegung und Atmung entgiften und außerdem schön geschmeidig, straff und vital halten.

Besonders geeignet sind Asanas, die (auf der körperlicher Ebene) deinen Verdauungsapparat und die Durchblutung deiner Organe in Gang bringen und dir (auf geistiger Ebene) beim Öffnen und Loslassen helfen.

Auch Faszienyoga und Yin Yoga haben einen Detox-Effekt, denn durch das lange, passive Dehnen werden die Bindegewebszellen angeregt, altes Kollagen durch neues zu ersetzen.

14. Detox-Ernährung

  • Trink morgens ein Glas frisch gepressten Zitronen- oder Grapefruitsaft, denn die Bitterstoffe, das Vitamin C und das Pektin unterstützen deine Leber bei ihrer Entgiftungsarbeit.
  • Nimm deine letzte Mahlzeit vor 18 Uhr ein.
  • Fülle deinen Magen nur zu 2/3.
  • Intermittierendes Fasten: lege eine 16-stündige Pause zwischen zwei Mahlzeiten ein, damit dein Darm dein Essen vollständig verarbeiten kann.
  • Ernähre dich vorwiegend basisch (80% basische und 20% sauer verstoffwechselnde Nahrungsmittel). Die basenbildende Ernährung besteht zum Großteil aus Salat, Gemüse und Obst.
  • Iss vegan und biologisch.
  • Verzichte auf Kaffee. Ein Versuch lohnt sich! Probiere es stattdessen mal mit heißem Ingwerwasser, denn Ingwer fördert deinen Stoffwechsel, regt Verdauung und Durchblutung an, hemmt Entzündungen, tötet Viren und Bakterien ab und hilft somit auch wunderbar bei Erkältung. Einfach den Ingwer in dünne Scheiben schneiden, mit heißem Wasser übergießen und zehn Minuten ziehen lassen.
Ingwer: Detox-Wundermittel und Alleskönner
  • Lade dein Essen beim Zubereiten mit einem Mantra, oder einer Affirmation auf und segne es bevor du isst.
  • Kaue jeden Bissen 20 mal durch, damit der Speichel mit seinen Enzymen dein Essen für den Magen vorbereiten kann.
  • Esse auch öfter mal schweigend, vielleicht auch mit geschlossenen Augen und konzentriere dich ganz auf dein Essen. Genieße und würdige es.
  • Um die Verdauung zu unterstützen, lege dich nach dem Essen etwa 10 Minuten auf deine linke Seite, oder gehe spazieren.
  • Triphala unterstützt deine Geweberegenration und öffnet die inneren Kanäle, wirkt leicht abführend und gleicht deine Doshas aus. Dieses Mittel vereint die drei Königsfrüchte der Ayurveda-Heillehre. Diese heißen Amalaki, Bibhitaki und Haritaki.
  • Speisen mit Trikatu (eine Mischung aus Ingwer und Pfeffer) würzen, da es erhitzend, verdauungsfördernd und schleimlösend ist.
  • Basentees und Basendrinks helfen dir zu entsäuern und lindern Kopfschmerzen, die infolge der Entgiftung auftreten können.
  • Vermeide viel Salz, da Salz Wasser bindet und die Ausschwemmung von Giftstoffen verlangsamt oder gar verhindert.

15. Kitchery-Kur

Kitchery ist eine indische Speise, die aus Basmati Reis, gelbe Mungbohnen (Linsen), Ghee oder Kokosöl, Kurkuma, Ingwer, Kreuzkümmel, Koriander und Senfkörnern besteht.

Es ist leicht verdaulich und hat alle Stoffe, die du brauchst. Das Rezept ist so abgestimmt, dass Reis und Mungbohnen zu einem dickflüssigen, risottoartigen Brei aufquellen. Das üppige Gelb des Kurkuma verleiht dem Gericht dabei seinen unverwechselbaren Charakter.

16. Vermeidung von Giften

  • Stress
  • Elektrosmog
  • Palmöl
  • Künstliche Süßstoffe
  • Künstliche Farbstoffe
  • Schadstoffe in Teppichen
  • Möbel aus gepresstem Holz
  • Nicht biologisches Obst und Gemüse
  • Kerzen (vor allem Duftkerzen haben oft Blei im Docht damit sie langsamer brennen)
  • Dosennahrung (selbst biologisch; kann schädlich sein, denn die Innenseite der Dose ist mit Bisphenol A bedeckt)
  • Glutamat, Zucker, Alkohol, Koffein, Fleisch, Fisch, Milch, Eier, Weißmehl

Verzicht muss nicht schlimm sein. Im Gegenteil: er hilft dir, dich mehr wertzuschätzen. Zudem ist es oft eine Einstellungssache: Du lässt nichts weg, das du brauchst, sondern entdeckst neue Dinge, die dir gut tun.

Detox - Frei von allen Giften

Viel Erfolg beim Ausprobieren!

Seminare

Wenn du ein bisschen Motivation brauchst, oder einfach keine Lust hast, alleine durch das Fasten oder die Umstellung zu gehen, kannst du sehr gerne auch zu Yoga Vidya kommen – zum Beispiel als Individualgast, um dir währenddessen Meditation, Yoga, vegetarisch/vegan biologisches Essen und einfach mal Ruhe zu gönnen. Oft ist eine Umstellung in einem anderen Umfeld einfacher.

Du kannst allerdings auch wunderbare Kuren und Seminare zum Thema Detox und Entgiftung besuchen und dir nützliches Wissen aneignen.

Auch Panchakarma-Kuren sind eine bewährte Methode zur Entgiftung und die Auswahl an Fastenkuren in unseren Häusern ist riesig:

Die Autorin

Anu Neumeyer

Anu Tara Neumeyer ist Yogalehrerin sowie Sozial-, Natur und Erlebnispädagogin. Sie hat viele Erfahrungen über schamanische Heilungsarbeit gesammelt und praktiziert seit vielen Jahren Yoga. Mit viel Freude unterrichtet sie Yoga, gibt ayurvedische Anwendungen und Fußreflexzonenmassagen. Die Erfahrungen einer tiefen Verbindung zum eigenen Krafttier möchte sie gerne weitergeben.

2 Kommentare zu “Detox im Alltag – 16 praktische Tipps

  1. Uta Savitri

    Wow, eine umfassende und sehr hilfreiche Aufstellung. Damit kann man hervorragend an sich arbeiten und sofort loslegen. Tausend Dank dafür!

  2. Umfangreich, aber nichts überflüssiges, ein richtiger Rundumschlag, super zusammengefasst! Danke dafür.

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