Fotoshow: AcroYoga-Festival – Möchtest du fliegen?

Simon Meyer
Lesezeit: 4 Min

„Do you wanna fly?“ – Eine der ersten Fragen, die dir am vergangenen Wochenende beim Acro-Yoga-Festival im Seminarhaus Shanti bei Yoga Vidya Bad Meinberg gestellt wurden. Das Festival war der Abschluss der letzten zwei Wochen der sehr umfangreichen Ausbildung zum Acro-Yoga-Teacher hier in Bad Meinberg.

Im Acro-Yoga gibt es einen der die „Base“, also die Basis ist – und einen, der von der Base fast schwerelos, wie es von außen scheint, mit Hilfe von Beinen und Armen durch die Luft bewegt wird. Ganz so leicht wie es aussieht ist es dann doch nicht; aber dazu gleich mehr.

Acro-Yoga ist eine relativ neue Erscheinungsform und kombiniert Elemente aus Partner-Akrobatik mit Yoga Asanas. Die „Base“ liegt auf dem Rücken auf dem Boden, der „Flyer“ (der Fliegende) nimmt auf den ausgestreckten Beinen der Base unterschiedliche Asanas (Stellungen) ein. Die einfachste Stellung, welche man als erstes lernt, ist, …wie kann es anders sein…, der Vogel. Diese Asana ist der des normalen Hatha Yoga gleich, nur dass man hier auf den Füßen der Base balanciert wird. Interessant ist es, wenn man dann das erste mal Kopfüber zwischen den Beinen seines Partners hängt. 

Dann gibt es noch einen „Spotter“, wie z.B. beim Bouldern aus dem Klettersport. Der Spotter soll verhindern, dass Stürze passieren, oder dass sie wenigstens nicht auf Kopf oder Nacken enden. Die/der Dritte im Bunde, der Beobachter, muss also besonders präsent und achtsam sein und im Falle eines Sturzes schnell reagieren. Bei den einfachen Asanas ist das nicht unbedingt notwendig, aber es gibt dem Anfänger ein Gefühl von Sicherheit. Andere Asanas sind beispielsweise der Handstand auf den Händen deines Partners, wo ein Spotter unverzichtbar ist.

Acro-Yoga, das ist Gemeinschaft, das ist Spiel, Spaß, aber auch Konzentration und Einkehr, Verbundenheit und aufeinander Einlassen.

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Wir hatten sehr viel Spaß beim Festival, denn schon das Aufwärmen wurde in der Gruppe mit Partner-Übungen gemacht. Es gab zwei Klassen: Anfänger und Mittelstufe. In der Mittelstufe haben wir verschiedene Übungen als Vorbereitung für die „washing machine“ gemacht. Manche konnten sie hinterher dann sogar. Wir wurden super angeleitet, sehr viel Licht und Liebe war zu spüren. Man wechselte ständig seine Partner, so dass es keine kleinen 3er Teams gab, sondern man mit der Gruppe insgesamt zusammen wuchs. Die Übungen waren schön und schaffbar, auch wenn man wie ich nur einmal vorher Acro-Yoga gemacht hat.

Als Base benötigt man eher Kraft und Technik, um den Partner auf den Beinen zu halten und in die entsprechenden Asanas hineinzubewegen. Als Flyer benötigt man eine gute Koordination und Körperspannung, sodass man für ausreichend Stabilität sorgt.

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Am Ende der Acro-Yoga-Stunde gab es dann noch „leg love“, eine Massage mit Elementen aus dem Thai Yoga. Und ein gemeinsames Kuschel-Om.

Alles in allem fühlt man sich bei Acro-Yoga schnell wie in einer großen Familie, denn es verbindet ungemein, da man zusammen arbeitet, und gleichzeitig machen die akrobatischen Elemente richtig Spaß. Man kommt bei sich an, da man sehr konzentriert ist, und teils in den Asanas auch entspannen kann.

Zur Acro-Yoga-Lehrer-Ausbildung gehören 3 Wochen-Seminare mit bestimmten Themen (zum Beispiel Thai Yoga) und die zweiwöchige Abschluss-Schulung. Die Ausbildung ist nicht gerade günstig, aber mann kann Freunde werben, um so eine Vergünstigung zu bekommen.

I love it! Jay Acro-Yoga-Teacher-Training!

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