Himbeer-Kokos-Sago-Torte: eine Torte für alle!

hu
Von hu
Lesezeit: 7 Min

Bei uns im Nordsee-Ashram standen gleich mehrere Geburtstage an, die wir gemeinsam im Garten feiern wollten. Wie so oft war die größte Herausforderung dabei nicht das Backen selbst, sondern die unterschiedlichen Ernährungsweisen: vegan, glutenfrei, zuckerfrei, sojafrei – möglichst sollte jeder ein Stück genießen können, ohne lange über die Zutaten nachdenken zu müssen. Als wäre das noch nicht genug, musste ich es wieder mal unnötig kompliziert machen: Sago sollte auch rein! Das Ergebnis? Diese frisch erfundene Himbeer–Kokos–Sago-Torte!

Viele kennen Sago noch aus der Küche ihrer Großeltern, etwa aus Kaltschalen oder Puddings. Ich selbst kannte Sago eigentlich nur dem Namen nach und musste dabei immer an die kleinen Perlen im Bubble Tea denken. Damit wollte ich schon immer mal was mit machen! Also machte ich mich auf die Suche nach einer Torte, die all das vereint. Weil ich dazu aber kein Rezept gefunden habe, hab ichs erfunden: eine Himbeer-Kokos-Sago-Torte – frisch, fruchtig und angenehm cremig. Eine No-Bake (ungebackene) Torte, die (zumindest im Moment) im Nordsee-Ashram alle Sevakas und alle Langzeit Karmayogis essen können, dürfen und ja – auch wollen 🙂

🥥❤️ Himbeer–Kokos–Sago-Torte

Vegan · Glutenfrei · Zuckerfrei · Sojafrei

No-Bake-Kuchen mit drei Schichten: gehaltvoller Boden, fruchtiger Himbeerebene und cremigem Kokos-Sago. Da alle Schichten einzeln gekühlt werden, ist das ein Kuchen den man am Tag vorher, mit genügend Vorlauf, zubereiten sollte.


1. Bodenschicht

🔹 Springform (26 cm)

  • 135 g Mandeln
  • 135 g glutenfreie Haferflocken
  • 90 g Buchweizenflocken
  • 200–220 g Dattelstückchen (eingeweicht & püriert)
  • 1,5 EL Mandelmus oder Kokosöl
  • 1 Prise Salz
  • optional 1 EL Kakao

🔹 Blech (30×40 cm)

  • 225 g Mandeln
  • 225 g glutenfreie Haferflocken
  • 150 g Buchweizenflocken
  • 330–375 g Dattelstückchen (eingeweicht & püriert)
  • 2–3 EL Mandelmus oder Kokosöl
  • 1 gute Prise Salz
  • optional 1,5 EL Kakao

Zubereitung:

  1. Dattelstückchen ca. 30–60 Minuten in heißem Wasser einweichen.
  2. Wasser abgießen und auffangen.
  3. Datteln pürieren, bis eine glatte Paste entsteht.
  4. Mandeln und Flocken mit Dattelmasse + Mandelmus/Kokosöl verkneten; bei Bedarf etwas Einweichwasser zugeben.
  5. Masse fest in die mit Backpapier ausgelegte Form drücken.
  6. Mindestens 30 Minuten kalt stellen.

❤️ 2. Himbeer-Pektinschicht

🔹 Springform (26 cm)

  • 550 g Himbeeren
  • 2 EL Dattelsirup oder Apfelmark
  • 3,5–4 g Apfelpektin
  • 1–1,5 TL Zitronensaft
  • optional: 1 Prise Citronensäure (für sichere Gelierung)
  • optional 1 EL Chiasamen

🔹 Blech (30×40 cm)

  • 900 g Himbeeren
  • 3–4 EL Dattelsirup oder Apfelmark
  • 6–7 g Apfelpektin
  • 2 TL Zitronensaft
  • optional: 1–2 Prisen Citronensäure
  • optional 2 EL Chiasamen

Zubereitung:

  1. Himbeeren im Topf leicht erhitzen.
  2. Süße und Zitronensaft (ggf. Citronensäure) zugeben.
  3. Pektin einrühren und gut verteilen.
  4. 2–3 Minuten sprudelnd kochen (aktiviert das Pektin vollständig).
  5. Optional Chiasamen einrühren und 10 Minuten quellen lassen.
  6. Vollständig abkühlen lassen.
  7. Gleichmäßig auf dem Boden verteilen.

⚠️ Diese Schicht muss komplett kalt sein, bevor die Sago-Schicht daraufkommt.


🤍 3. Sago-Kokos-Schicht

🔹 Springform (26 cm)

  • 900 ml Kokosmilch
  • 120–130 g Sago
  • 4–5 EL Süße (Dattelsirup oder z.B. Ahornsirup)
  • Vanille + 1 Prise Salz
  • 2,5 g Agar-Agar

🔹 Blech (30×40 cm)

  • 1,5 Liter Kokosmilch
  • 200–220 g Sago
  • 7–8 EL Süße (Dattelsirup oder z.B. Ahornsirup)
  • Vanille + 1 Prise Salz
  • 4 g Agar-Agar

Zubereitung:

  1. Kokosmilch zum Kochen bringen, dann Sago einrühren.
  2. Kurz aufkochen, dann bei kleiner Flamme mit geschlossenem Deckel köcheln, bis die Perlen glasig sind (~25 Min.), ab und an umrühren.
  3. Süße, Vanille und Salz einrühren.
  4. Agar-Agar zuerst in wenig kaltem Wasser auflösen, dann einrühren und gut verrühren.
  5. 2–3 Minuten sanft weiterkochen.
  6. 20 Minuten abkühlen lassen, bis die Masse leicht andickt, aber noch fließfähig bleibt. (Nicht zu lange warten – Agar bindet ab 40 °C!)
  7. Vorsichtig auf die komplett kalte Himbeerschicht gießen.

❄️ Ruhezeit & Anschneiden

  • Mindestens 6 Stunden kühlen, besser über Nacht.
  • Erst dann schneiden – für klare Schichten und saubere Stücke.

🍰 Dekor (optional)

  • Gefriergetrocknetes Himbeerpulver
  • Kokosraspel
  • Frisches Obst

🌿 Kulinarische Notiz – Variationen

Der Kuchen lässt sich in allen Schichten flexibel variieren und weiter an deine Bedürfnisse anpassen: Als Zuckerersatz gehen auch Erythrit oder Stevia, Agavendicksaft o.ä…

Boden: Andere Nüsse statt Mandeln oder durch Samen wie geschälten und gemahlenen Hanf oder Sonnenblumenkerne ersetzen; Reisflocken statt Buchweizen oder nur Buchweizenflocken; schokoladig mit Kakao, fruchtig mit Apfelmark oder Banane – dafür kein Einweichwasser; einen Teil der Getreideflocken durch Kokosflocken ersetzen. Nüsse und Flocken vorher leicht anrösten für geschmacklichen Kontrast.

Fruchtschicht: Eingekochte Beeren, Marmelade (schnell) oder frische Früchte (leichter, sommerlich). Bei frischen Früchten 3 EL (Springform) bzw. 6 EL (Blech) Chiasamen pürieren für mehr Stabilität. Die Sago-Torte auf den Bildern habe ich mit frischen Früchten und Chiasamen gemacht

Sago-Schicht: Cremig-weich mit weniger Agar oder schnittfester mit etwas mehr Agar – je nachdem, ob es ein Dessert oder ein Buffetkuchen sein soll.

Das Ergebnis hat unsere Geburtstagsrunde jedenfalls überzeugt. Getauft wurde sie auch gleich:.

„Huibui-Himbeer“

Ein kleiner Tipp noch: Verwendest du für die Fruchtschicht eingekochte Beeren mit Pektin, hält sich die Torte im Kühlschrank problemlos mehrere Tage. Mit frischen Früchten sollte sie am besten innerhalb von ein bis zwei Tagen verzehrt werden. Das lagern sollte aber eigentlich kein Problem sein. Bei unserer kleinen Geburtstagsfeier hat jeder gegessen soviel ging und die Reste wanderten in die Bäuche unserer Karmayogis und wer flink war hat sich noch ein Stück für den nächsten Tag gebunkert.

Zum Schluss noch ein Gruß an unsere Karmayogis, die mich um das Rezept gebeten hatten. Tadaa: Hier isses es nu. Viel Freude beim Nachmachen – und guten Appetit beim Genießen des Huibui Himbeer (Oder wie auch immer du das nennen magst).


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Die Autorin hu:

Vor mehr als 20 Jahren zwang mich eine schwere Krankheit dazu, meinen vorgedachten Pfad als Filmemacherin und Autorin zu verlassen und neue Wege zu finden und zu gehen. Diese Reise führte mich zu Heilern und spirituellen Lehrern, zu Hexen, Schamanen, ins Zen-Kloster und in die Einsiedelei. Durch meine Erfahrungen habe ich gelernt, dass wahres Verstehen und Erkennen nicht im Kopf stattfindet, sondern das ganze Wesen, das ganze Sein erfüllt. Seit September 2022 bin ich Sevaka bei Yoga Vidya. 🌻 hu

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