Yoga-Council 2030 – ein voller Erfolg mit wegweisenden Ergebnissen

Vom 12. bis 14. Mai 2017 fand im Rahmen des 25-jährigen Jubiläums bei Yoga Vidya Bad Meinberg die erste Zukunftswerkstatt – das Yoga Council 2030 – statt. An dem Wochenende trafen sich rund 20 Personen aus ganz Deutschland, um gemeinsam neue Themen und Angebote zu entwickeln. Dabei war die leitende Fragestellung „Welchen Beitrag kann Yoga leisten, um gesellschaftliche und ökologische Herausforderungen zu lösen und welche Angebote braucht es, um insbesondere junge Menschen anzusprechen?“.

In diesem Beitrag möchte ich, Ramdas Christoph Harrach, kurz über den Prozess und die Ergebnisse des Councils berichten.

Da es darum ging, in möglichst kurzer Zeit (also an einem Wochenende) neue Formate zu entwickeln, haben wir uns für die aus meiner Erfahrung effektive Innovationsmethode „Design Thinking“ entschieden. Design Thinking ist ein ideales Werkzeug, um mit einem diversen Team konkrete Lösungen zu finden, die aus Anwendersicht (Nutzersicht) überzeugend sind.

Im ersten Schritt haben wir ein paar wichtige Grundregeln der Methode kennengelernt, wie z.B. das nutzerzentrierte Denken und das visuelle Darstellen von Ideen. Danach haben wir drei Gruppen gebildet, die das gesamte Wochenende im Team gearbeitet haben. Es würde an dieser Stelle den Rahmen sprengen, den gesamten Design Thinking-Prozess zu erläutern. Von daher werde ich nur einige wichtige Aspekte darstellen.

Wir haben wilde kreative Ideen in den Gruppen entwickelt und diese in verschiedenen Schlaufen immer wieder hinterfragt, verbessert und dokumentiert. Das Besondere ist, dass wir sehr schnell eine sogenannte ‚Persona‘ – als Stellvertreter/in für eine/n potenzielle/n Seminarteilnehmer/in – entwickelt haben. Bemerkenswert war dabei, dass in den drei Gruppen unabhängig voneinander eine männliche Persona kreiert wurde.

Das war die erste wichtige Erkenntnis des Councils: Yoga kann die gesellschaftliche Entwicklung durch die stärkere Einbeziehung von Männern fördern. Dies kann durch die Ansprache ganz unterschiedlicher Männertypen geschehen, wie die nachfolgenden Skizzen der drei Persona Kevin, Kai und Farid zeigen. In den Bildern werden auch die spezifischen wesentlichen Bedürfnisse und Hindernisse in der Umsetzung sichtbar.


Im nächsten Schritt haben wir dann ganz konkrete Yoga-Angebote für die drei Persona entwickelt. Diese waren aufgrund der Orientierung an den jeweiligen Bedürfnissen und Lebensrealitäten dann auch sehr unterschiedlich und reichten von einem Jugend-Outdoor–Camp bis zu einem elitären Luxus-Seminar.

Diese Seminar-Prototypen haben die drei Gruppen von Gästen des Hauses Yoga Vidya vorgestellt und anhand der erhaltenden Feedbacks wurden die Angebote angepasst. Diese verbesserten Prototypen wurden dann noch mal internen Yoga Vidya-Experten vorgestellt und erneut  angepasst. Am Ende des Workshop-Wochenendes gab es somit drei umsetzungsreife Konzepte.

Was passiert nun mit diesen Konzepten? Da die Angebote nicht 1:1 in den „normalen“ Yoga Vidya-Seminarbetrieb passen, werden von den Gruppenmitgliedern im nächsten Schritt (und in Zusammenarbeit mit Yoga Vidya–Kooperati