Yogalehrerin werden in Bad Meinberg, Teil 2

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Montag morgen um neun – und ich sitze an meinem Arbeitsplatz, als wäre es nie anders gewesen. Kleine Entwarnung für alle, die sich darum Sorgen, ob sie nach zwei oder vier Yoga Ausbildung Intensiv Wochen – mit Dauerprogramm von 6 bis um 10, Marathon-Meditationen, bis zu vier Stunden Asanas am Tag und genug Lernstoff für ein gefühltes halbes Leben – überhaupt noch fit genug für den Alltag sein können: Ganz bestimmt!

Allerdings habe ich mir diese Frage auch oft genug gestellt. Vor allem, wenn zwischendurch mal wieder gar nichts ging und mir der (Lern-)Stress über den Kopf zu wachsen drohte. Und doch sitze ich jetzt hier, habe schon ein paar moderate Asanas und Pranayama Runden hinter mir und fühle mit fit wie lange nicht. Viel leichter, wacher und lebensfroher als noch vor zwei oder drei Wochen.

Wow!

Selbst wenn man alle Philosophiesysteme, Lehren und Weisheiten früherer Yoga Meister weglassen würde, wenn man die bunten Heldengeschichten, Konzepte und Regeln der Yoga Welt, die man als angehener Yogalehrer aufsaugt wie ein Schwamm, einfach wieder ausdrücken würde, in einem bin ich mir sicherer als je:

Yoga wirkt. Und ich staune, dass man in zwei derart vollgestopften Wochen so viel lernen und erleben, durchmachen, bestehen, loslassen, anzweifeln, ausprobieren und wirken lassen kann, um hinterher leicht wie nie in den Alltag zurück zu kehren. Und das auch noch mit einem Yogalehrer Zertifikat in der Tasche. Was für eine großartige Sache!

Aber für alle Zweifler und Skeptiker unter euch: Ja, auch ich habe Haken an der Sache entdeckt. Zwei sogar. Erstens schwant mir, dass selbst diese intensive Zeit und das Zertifikat in meiner Tasche noch keine wirkliche Yogalehrerin aus mir machen. Da draussen in der Zivilisations-Wildnis zu unterrichten ist vermutlich etwas ganz anderes, als was ich in drei 60 Minuten-Lehrproben üben konnte. Und zweitens: Jezt heißt es dran bleiben.

Auf einmal bin ich – und mit mir41 weitere neue Yogalehrer/innen – wieder auf mich selbst gestellt. Ich weiß zwar mehr denn je, dass es sich lohnt, mit Entschlossenheit und Mut immer und immer wieder Grenzen zu überschreiten, selbst wenn das schon mal wie blanker Wahnsinn anmutet. Aber ich weiß auch, dass das, wenn man damit alleine ist, manchmal gar nicht so einfach ist.

Jetzt bin ich mal gespannt, ob die gewonnenne Ruhe und  Nervenstärke, die neue Kraft und die Fröhlichkeit in mir noch eine Weile nachwirken. Und welche Wege mir der prall gefüllte Erfahrungsschatz dieser vier Wochen noch öffnen wird. Die Yogalehrer Ausbildung kommt mir vor wie eine wundersame Tankstelle auf dem langen Weg des Lebens. Dafür bin ich voller Dankbarkeit.

Womöglich werde ich die Wegweiser jetzt einen Hauch klarer und sicherer erkennen, als noch vor zwei Wochen. Und mich ein kleines bisschen leichter tun, mit Vertrauen meine ur-eigene Richtung einzuschlagen.

Infos zur Yogalehrer Ausbildung >>

Dietlind Arndt lebt, schreibt und wirkt seit Januar 2010 bei Yoga Vidya in Bad Meinberg und hat dort, wie man sieht, gerade die vierwöchige Yogalehrer-Intensiv-Ausbildung absolviert.

3 Kommentare zu “Yogalehrerin werden in Bad Meinberg, Teil 2

  1. Om Namo Narayanaya
    Liebe Dieta,
    vielen Dank für den 2.Teil deiner Reportage “Yogalehrer/in werden in Bad Meinberg…”
    Du bist jetzt wirklich eine Yogalehrerin, und dein Wissen für eine Yogalehrerin wird sich mit der Praxis immer mehr vertiefen und erweitern. Ja, die große Herausforderung ist jetzt wirklich – weiter zu üben, deine Schüler warten schon, hi hi!
    Gibt es einen 3.Teil der Reportage, die Herausforderung der frisch gekrönten Yogalehrerin im Alltag, das wäre mehr als super?

    Krishna Krishna Mahayogin
    Om Shanti
    rafaela

  2. Herzlichen Glückwunsch zu deinem Zertifikat.
    Du bist bestimmt eine ganz, ganz tolle Yogalehrerin!
    Viele liebe Grüße von Haripriya

    P.S. Wo bist du auf dem oberen Bild ?

  3. interessant!!

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