Astrologische Wetterkarte April bis Juni 2026

Sadbhuja Dasa
Lesezeit: 6 Min

Die Monate von April bis Juni stehen aus astrologischer Sicht unter dem Zeichen tiefgreifender Veränderungen. Alte Ordnungen geraten ins Wanken, neue Dynamiken werden sichtbar und vieles, was lange als sicher galt, könnte sich grundlegend verschieben. In dieser astrologischen Wetterkarte erhältst du einen Einblick in die großen Konstellationen dieser Zeit und was sie für Weltgeschehen, Gemeinschaft und innere Ausrichtung bedeuten können.

Wie ich in meinem letzten Beitrag angekündigt habe, befinden wir uns gerade in einer historischen Zeit der Veränderung. In diesem Frühling erleben wir eine Neptun-Saturn-Konjunktion. Das letzte Mal, dass es eine solche Konstellation gab, war 1989.

Aus astrologischer Sicht deutet vieles darauf hin, dass sich die Weltlage, die seit 1989 mit den USA als Hegemon entstanden ist, nun grundlegend verändern wird. Es zeigt sich die Tendenz, dass die USA sich in einen längeren Krieg im Nahen Osten verstricken könnten. Die damit verbundene Hybris könnte dazu führen, dass sie und ihr Präsident sich überschätzen und Entscheidungen treffen, die später bereut werden.

Die scheinbar regelbasierte Ordnung auf Grundlage internationaler Gesetze, die seit 1989 vor allem von den westlichen Mächten propagiert und kollektiv als normal angesehen wurde, scheint an ihr Ende zu kommen. Mit der Neptun-Saturn-Konjunktion im Widder betreten wir astrologisch eine Phase, in der impulsive Entscheidungen in der Weltpolitik zunehmen. Als astrologische Wetterkarte dieser bewegten Monate zeigt dieser Beitrag, wie stark sich politische, gesellschaftliche und geistige Strukturen nun verändern können.

Widder macht, was er will, ohne sich lange über die Konsequenzen Gedanken zu machen. Dieses Zeichen steht für Pioniergeist, Direktheit und Impulsivität. Genau diese Qualitäten könnten wir nun in der Weltpolitik verstärkt als neues Normal erleben.

Interessanterweise wurden während dieser Saturn-Neptun-Konjunktion auch die Epstein Files veröffentlicht. Astrologisch könnte das darauf hindeuten, dass ihre Inhalte ebenfalls zu grundlegenden Veränderungen in Gesellschaft und Elite beitragen werden.

Uranus in Zwilling und wirtschaftliche Turbulenzen

Ab dem 25.4. geht Uranus für die nächsten Jahre in Zwilling. Diese Konstellation brachte in der Vergangenheit immer wieder große Veränderungen im Zusammenhang mit dem US-Dollar mit sich. Ebenso befanden sich die USA unter dieser Konstellation häufig in Krieg oder Bürgerkrieg.

Daher erwarte ich ab April weltweit größere wirtschaftliche und finanzielle Turbulenzen. Das letzte Mal, bei dieser Konstellation im Jahr 1944, wurde der Dollar als Weltleitwährung etabliert. Nun rechne ich damit, dass er diesen Status verlieren könnte.

Auch die Saturn-Neptun-Konjunktion vom Februar ist im Nachhinein interessant. Irans Führer war genau von der letzten Konjunktion 1989 bis zu dieser im Amt und hat das Land auf seine Art geprägt. Iran, Russland und Ostdeutschland werden durch diese Konjunktion historisch immer besonders beeinflusst. Deshalb bleibt spannend, welchen Wandel sie diesmal mit sich bringen wird.

Mars in Widder und mögliche Eskalationen

Astrologische Wetterkarte mit stiller Wasserlandschaft, Bergen, Sternenhimmel und goldenem Licht am Horizont

Am 10. April geht Mars in Widder, also in sein eigenes Zuhause. Astrologisch ist das eine kraftvolle, direkte und konfliktbetonte Stellung. An diesem Tag oder in diesem Zeitraum können sich konkrete Kriegshandlungen oder weltpolitische Eskalationen zeigen.

Möglich wäre etwa eine Landinvasion des Irans oder eine andere deutliche Zuspitzung auf weltpolitischer Ebene. Zugleich ist die Gesamtkonstellation aus meiner Sicht jedoch nicht nur belastend, sondern auch positiv.

Wandel als Einladung zu Gemeinschaft und Spiritualität

Auch wenn es gerade sehr dramatisch aussieht und sicher historische Veränderungen anstehen, wird uns diese Entwicklung letztlich in eine gute Richtung führen. Vieles, was wir als Sicherheit oder selbstverständlich angesehen haben, wird sich wandeln.

Gerade darin liegt auch eine Chance. Diese Umbrüche können uns helfen, Zuflucht in erhebender Gemeinschaft und Spiritualität zu suchen. Wir bewegen uns astrologisch in eine multipolare Welt ohne Hegemon.

Die USA und ihre Alliierten werden dadurch vermutlich benachteiligt. Europa dürfte weltpolitisch nicht mehr so einflussreich sein wie in den letzten 300 Jahren. Gleichzeitig ist zu erwarten, dass die USA versuchen werden, ihre Macht auch auf Kosten ihrer Verbündeten zu erhalten.

Astrologische Wetterkarte mit spiritueller Gemeinschaft in der Natur unter Sternenhimmel und goldenem Abendlicht

Weitere wichtige Konstellationen der astrologischen Wetterkarte von Mai bis Juni

Genug der Weltpolitik. Diese astrologische Wetterkarte richtet den Blick nun noch auf einige weitere relevante Konstellationen für die kommenden Monate.

19. Mai bis 13. Juni: Venus in Krebs

Diese Zeit eignet sich gut dafür, Harmonie in dein Umfeld zu bringen und deine Wohnsituation zu verbessern oder zu verschönern. Venus im Krebs unterstützt alles, was Geborgenheit, Nähe und ein schönes Zuhause stärkt.

29. Juni bis 23. Juli: Merkur rückläufig

In dieser Phase kann es leichter zu Missverständnissen und erschwerter Kommunikation kommen. Es fällt nicht immer leicht, sich klar auszudrücken, und manches wird falsch aufgefasst. Wichtige Gespräche, Verträge oder Treffen solltest du in dieser Zeit möglichst vermeiden.

Ab 30. Juni: Jupiter in Löwen

Am 30. Juni geht Jupiter für ein Jahr in den Löwen. Das bringt Klarheit, Zuversicht und positive Energie zu Autoritäten und zu Menschen mit Löwe-Fokus im Horoskop, zum Beispiel bei Löwe-Aszendenten.

Fazit der astrologischen Wetterkarte

Die kommenden Monate tragen eine starke Energie von Wandel, Aufbruch und Neuorientierung in sich. Auch wenn manche Entwicklungen im Außen herausfordernd, unruhig oder sogar beunruhigend wirken können, liegt darin zugleich die Chance, dich innerlich neu auszurichten. Gerade in Zeiten, in denen alte Sicherheiten brüchig werden, können Spiritualität, Gemeinschaft und bewusstes Leben zu wichtigen Ankerpunkten werden.

Sadbhuja Dasa

Sadbhuja Dasa

Sadbhuja Dasa ist seit seiner Jugend spirituell Suchender. Nach einer Reise durch entlegene Regionen Chinas begann er ab dem Jahr 2000 Bhakti Yoga in der Tradition der Brahma-Madhva-Gaudiya-Sampradaya zu praktizieren und erhielt 2004 die zweite Einweihung als Brāhmana/Priester. Er lebte 15 Jahre als Mönch, studiert die vedischen Schriften und reist regelmäßig zu heiligen Orten Indiens, um sein Verständnis von Philosophie, Kultur und Praxis dieser Tradition zu vertiefen.

Neben seiner spirituellen Tätigkeit arbeitet er als vedischer Astrologe. Seit 2020 ist er mit Kore Zeng verheiratet. Gemeinsam reist die Familie im Sommer in einem zum Tempel umgebauten Bus durch Europa und teilt ihre Erfahrungen auf Festivals, in Yoga-Studios, Bildungseinrichtungen und bei privaten Begegnungen. In den Wintermonaten ist Sadbhuja international unterwegs und bietet Konzerte, Workshops und Vorträge an. Er leitete sieben Jahre lang ein Tempelprojekt in Leipzig und ist Autor einer Kirtan-CD sowie zweier Bücher über Bhakti Yoga und seine Reisen.

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