Aura sehen – wie geht das?

Eigentlich kann jeder Mensch Auren sehen und lesen und wenn du es übst, natürlich auch du. Die Aura ist das elektromagnetische Energiefeld eines Menschen. Dieses erstrahlt in den schönsten Farben und gibt einen Hinweis auf die Stimmung und den Gesundheitszustand eines Menschen.

 

Ein Teil des Sehens erfolgt über die Augen, ein großer Teil jedoch auch über das dritte Auge, das Ajna Chakra, dein Stirn-Chakra.

Um dich in deiner eigenen Haut wohlfühlen zu können, ist es gut, sich um deine Aura zu kümmern. Denn je reiner deine Aura ist, desto besser geht es dir.

Die Aura ist eng mit den sieben Hauptchakren verbunden und man geht davon aus, dass es auch sieben Aura Schichten gibt. Yogis bezeichnen sie als die Pranamaya Kosha, die Energiehülle.

Welche Aurafarben gibt es?

Die Aura jedes Menschen kann jede erdenkliche Farbe des Farbspektrums annehmen und die Aurafarbe ist nicht immer gleich. Die Farbe spiegelt den körperlichen und seelischen Gesundheitszustand eines Menschen wieder.

Sobald dieser sich verändert, verändert sich auch die Aurafarbe. Am häufigsten sind die Aurafarben Gelb, Orange, Rot, Grün, Blau, Violett, Weiß, Schwarz und Gold.

Aurafarbe Rot

  • Eigenschaften: Selbstbewusstsein, Angst, Wut
  • Symptome bei Blockade: Verlust- oder Überlebensangst

Aurafarbe Orange

  • Eigenschaften: Vitalität, Ausdauer, Aufgeschlossenheit, Kontaktfreudigkeit
  • Symptome bei Blockade: Scham- und Schuldgefühle, ungelebte Kreativität

Aurafarbe Gelb

  • Eigenschaften: Lebensenergie, Optimismus, Wissbegierde, Verspieltheit
  • Symptome bei Blockade: Versagensangst, Grenzverlust, Kontrollwahn

Aurafarbe Grün

  • Eigenschaften: Menschlichkeit, Treue, Naturverbundenheit
  • Symptome bei Blockade: Verletzlichkeit, Bindungsangst

Aurafarbe Blau

  • Eigenschaften: Geselligkeit, Empathie, Kreativität, Hilfsbereitschaft
  • Symptome bei Blockade: Ängstlichkeit, Angst vor Zurückweisung

Aurafarbe Violett

  • Eigenschaften: Intuition, Spiritualität, Liebe, Klugheit
  • Symptome bei Blockade: Stress, diffuse Ängste, Albträume

Aurafarbe Weiß

  • Eigenschaften: Wahrheit, Vollkommenheit, Visionen
  • Symptome bei Blockade: Erschöpfungszustände, Einsamkeit

Aurafarbe Schwarz 

  • Eigenschaften: Enttäuschung, Verbitterung, Pessimismus, Trauer

Aurafarbe Gold

  • Eigenschaften: Weisheit, Erkenntnis, Moral

Aura sehen lernen – so geht es

1 Betrachte die Person   Bitte jemanden darum, sich in etwa zwei bis drei Metern Entfernung von dir hinzusetzen oder hinzustellen und die Augen zu schließen. Sie sollte sich etwa 40 cm vor einer weißen Wand befinden. Dabei brauchst du passives Licht, kein künstliches Licht und kein direktes Sonnenlicht.

Dann schaue in Richtung der Person. Sieh sie dabei nicht an, sondern schaue durch sie hindurch. Am Anfang kann es dir helfen, etwas über ihren Kopf hinweg zu schauen. Später kannst du einfach deinen Blick weich stellen und in die Ferne blicken.

Während du mit diesem vordergründigen Bewusstsein weit in die Ferne schaust, kannst du mit deinem hintergründigen Bewusstsein eventuell einen Lichtkranz um die betreffende Person wahrnehmen.

2 Versuche eine Farbe zu erkennen   Wenn du beginnst, Farben zu erkennen, können diese entweder klar und hell sein oder verschwommen und trübe. Manche können nur dominante Farben erkennen, während andere eventuell verschiedene Farben sehen.

3 Achte auf Nachbilder   Lange auf ein- und denselben Punkt zu starren, kann ein Nachbild produzieren. Das ist dann das genaue Gegenteil davon, was du eigentlich anstarrst. Nachbilder sind keine Auren.

Du kannst ganz leicht den Unterschied daran erkennen, dass Nachbilder für kurze Zeit überall da erscheinen, wo du hinschaust. Nachbilder sind typischerweise zweifarbig: schwarz und weiß, rot und türkis, blau und orange, gelb und violett oder grün und pink.

4 Zeichne das Gesehene auf   Die Umrisse des Körpers und die Schattierung der Farben zu zeichnen, ist eine gute Möglichkeit, das Gesehene für eine spätere Analyse aufzuzeichnen.

Welche Farbe hat deine eigene Aura?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Die Farbe deiner Aura gibt Auskunft über deinen Gesundheitszustand, sowohl auf körperlicher als auch seelischer Ebene. Ebenso, wie sich die Stimmung eines Menschen wandelt, verändert sich auch die Aurafarbe. Aus diesem Grund erfordert es einiges an Übung, die eigene Aura zu erkennen.

Stell dich ganz nah vor einen Spiegel. Der Hintergrund sollte möglichst weiß sein. Richte deinen Blick auf die Region deines Kopfes, ohne ihn jedoch direkt anzuvisieren. Wenn du jetzt auf den umliegenden Raum siehst, erkennst du ein leichtes Strahlen um dich herum.

Mit etwas Geduld nimmst du bald verschiedene Farben und damit die verschiedenen Ebenen deiner Aura wahr. Für mehr Genauigkeit das Ganze einfach nochmal wiederholen.

Du kannst dich auch auf deine Fingerspitzen konzentrieren, während du sie gegen ein weißes Papier hältst. Die Zeigefinger zeigen aufeinander und haben einen kleinen Abstand. Fokussiere dabei deine Fingernägel.

Yoga macht sensibler für Energiewahrnehmungen

Wenn du regelmäßig Yoga-Praktiken übst, wirst du feinfühliger für subtile Wahrnehmungen.

Wenn du feinfühliger wirst, kannst du irgendwann verschiedene Farben um Menschen sehen können. So kannst du Rückschlüsse auf ihren Energiezustand ziehen. Mit etwas Übung können deine Aura-Wahrnehmungen sehr klar werden und stark mit der Gemütsverfassung und dem Energieniveau der betreffenden Person übereinstimmen.

Tipps

  • Sollte sich die Aurafarbe aus zwei Farben zusammensetzen, was oft vorkommt, bedeutet das, dass die Persönlichkeit des betreffenden Menschen eine Mischung aus diesen beiden Farben ist.
  • Habe etwas Geduld. Wenn du eine Aura das 1. Mal siehst, verschwindet sie oft wieder sobald du zwinkerst oder deine Augen bewegst. Um den Fokus halten zu können, musst du viel üben.
  • Setze dich nicht zu sehr unter Druck. Mache eine Pause, sollten deine Augen müde werden.
  • Solltest du nicht sofort etwas erkennen, ist das in ok. Es kann Zeit brauchen, bis du dich daran gewöhnst.
  • Sei für alle Farben und Schattierungen offen. Eine dichte und helle Aura bedeutet, dass die betreffende Person viel Energie hat. Die Farben können sich von einem Moment zum anderen verlagern und verändern.
  • Auren zu lesen, kann auch Kopfschmerzen verursachen. Vergiss nicht zu trinken und vor und nach dem Auralesen besonders gut auf dich zu achten.

Wie kannst du deine Aura reinigen?

Um dich in deiner Haut ganz wohlzufühlen, ist es gut deine Aura zu hegen und pflegen. Je sauberer deine Aura ist, desto besser geht es dir. Hier gibt es viele verschiedene Methoden zur Aura-Reinigung. Folgende Vorgehensweisen haben sich sehr gut bewährt:

  • Vertraue auf die Kraft von Edelsteinen. Du kannst dich vor Fremdenergien schützen, indem du Edelsteine bei dir trägst. Rauchquarz kann seelische oder körperliche Spannungszustände lösen, wohingegen der Aventurin seinen Träger geduldiger und gelassener macht. Ein Mensch, der auf sich und die eigenen Kräfte vertraut, hat eine schöne Aura.
  • Beim Sweeping (engl. to sweep = kehren) fegt man die negative Energie einfach aus dem Körper. Dazu streiche einfach mit der flachen Hand über deine Arme, Beine, Brust und Kopf. Wiederhole dies mehrmals.
  • Aufgrund seiner wertvollen Mineralstoffe eignet sich Salzwasser, um deinen Energiehaushalt auszubalancieren. Nimm ein Fuß- oder Wannenbad mit Meersalz mit anschließenden kalt-warmen Wechselduschen.
  • Ob Ingwer, Salbei, Weihrauch oder Kampfer: Durch Räucherung entstehen Düfte, die den körpereigenen Energiefluss in Schwung bringen und die negativen Einflüsse im Körper „ausräuchern“.
  • Die Nachtruhe ist die beste Möglichkeit, die Aura zu reinigen und aufzuladen. Aber auch über den Tag verteilt solltest du dir Ruhephasen gönnen. Entspanne bei Yoga Nidra, einem Bad oder gehe in der Natur spazieren. Mache das, was dir guttut.
  • Nutze die Wirkung ätherischer Öle. Mische z.B. Bergamotte, Zedernholz und Orange mit einigen Tropfen neutralen Öls und träufele dieses auf deine Handgelenke. Das ist nicht nur ein Frische-Kick für den Körper, sondern auch konzentrierte Lebenskraft für deine Seele.
  • Negative Gedanken können deine Aura verunreinigen. Optimismus und eine positive Sicht auf das Leben sorgen für eine saubere Aura. Denke positiv!
  • Verbringe möglichst viel Zeit im Freien und tanke Sonnenlicht, wann immer es geht. Dazu blicke einfach mit geschlossenen Augen gen Sonne und lasse die Lichtenergie auf dich wirken. Genieße die Ruhe, schalte ab, stoppe das Gedankenkarussell und denke mal an nichts. Du wirst merken, wie du mit jeder Minute innerlich ruhiger und ausgeglichener wirst.

Das sind nur einige von vielen Beispielen, wie du deine Aura reinigen kannst. Teste dich einfach mal durch die verschiedenen Methoden und spüre in dich hinein, was dir besonders gut tut. Für eine reine, strahlende Aura wiederhole diese Anwendung dann in regelmäßigen Abständen.

 

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Anu Neumeyer Yogalehrerin (BYV), Ayurveda Gesundheitsberaterin (BYVG), Fußreflex-Therapeutin, Diplom Sozialpädagogin, Naturpädagogin und Erlebnispädagogin.

Anu praktiziert Yoga seit 2001. Nach ihrer vier Wochen Intensiv Yogalehrer Ausbildung 2016 entschied sie sich im Yoga Vidya Ashram Bad Meinberg zu leben, wo sie seitdem ihre Yogapraxis und Unterrichtserfahrung vertieft. Ihr Yoga Unterricht reicht von fortgeschrittenen Yoga Stunden mit intensiver Ausrichtung auf die Chakren über exakte Ausrichtungs-Prinzipien bis hin zu klassischen Yoga Vidya Stunden aller Level. Anu wendet mit viel Freude auch ihre therapeutischen und heilerischen Fähigkeiten in den Bereichen Ayurveda und Naturspiritualität an. Ihre nächsten Seminarthemen sind „Finde und genieße die Hilfe deines Krafttieres“ und „Verbinde dich mit deiner weiblichen Kraft“.

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