Die Yin Yogalehrer – Weiterbildung von Shanti in Bad Meinberg

Vom 18.12.16 bis zum 23.12.16 haben wir mit 15 Teilnehmern an der Yin Yogalehrer Weiterbildung bei Yoga Vidya in Bad Meinberg teilgenommen.

Was ist Yin Yoga?

Yin Yoga ist der Weg der Entschleunigung, ist das Ankommen und Erlernen des Loslassens, ist das Eintauchen ins Spüren. Heute brauchen wir das vielleicht noch mehr als sonst. Wir haben kaum noch Zeit, fühlen uns gestresst und die Hektik kann ab und an auch einmal überhand nehmen. Doch dann kommen wir in unsere Yogastunde oder zu unserer eigenen Praxis – und dann haben wir diese Möglichkeit uns Zeit zu nehmen uns ganz um uns selbst zu kümmern, damit wir hinterher mehr Energie haben, für andere, für unseren Alltag.

Doch Yin Yoga geht noch einen Schritt weiter. Unser Augenmerk liegt noch mehr darauf, in die Stille zu kommen. Unterstützt durch die lang gehaltenen Asanas, welche man mindestens drei Minuten hält, und unterstützt durch den Fokus auf unseren Atem, haben wir die Möglichkeit alles loszulassen, unsere Sinne nach innen zu richten, unsere Gedanken treiben und sich auflösen zu lassen. Darüber hinaus spürt man förmlich, wie man entkrampft, wie man weicher wird, wie sich die Bänder und Sehnen, unsere gesamten Faszien, langsam strecken, recken, sich befreien und sich ein geschmeidiger Zustand einstellt. Welch Erleichterung, ja fast Befreiung, welch Wohltat.

Wie funktioniert Yin Yoga?

Im Yin Yoga gibt es die gleichen oder ähnlichen Asanas, wie man sie auch im Hatha Yoga kennt. Die Namen sind anders, so gibt es den Schwan, die Golden-Gate-Bridge usw. Der Aufbau ist ähnlich wie im Hatha Yoga, nur dass man hier viel mit Hilfsmitteln arbeitet. Oft braucht man mehrere Kissen, Gurte oder Klötze, um sich richtig einzurichten.

Es geht hier nicht um den maximalen Dehnungseffekt, sondern um ein langes Halten der Asana ohne in eine überanstrengte Dehnung zu gehen. Der Dehnungsreiz ist da, jedoch nicht an der Grenze, wo er so intensiv wird, dass man ihn aushalten muss. Die Herausforderung im Yin Yoga ist es, diese Grenze genau zu erkennen, sie zu wahren und sich dann so einzurichten, dass man vollständig passiv in der Asana werden kann. Dadurch kann man dann bis in die Tiefe hinein in mehreren Schüben die Muskeln loslassen. So kommt die Dehnung bei der Faszie an.

Die Weiterbildung

Seminarleiterin Shanti Wade hat uns diese Inhalte wundervoll vermittelt und sie hat uns einen schönen Raum und eine schöne Zeit gegeben, in denen wir Yin Yoga, uns selbst und auch die Gruppe auf eine besonders intensive Weise erfahren konnten.

Es gab einen guten Teil Theorie, der Hauptteil jedoch bestand darin, die Asanas zu lernen, zu erfahren und all die Möglichkeiten zu erkennen, wie man sich einrichten kann, um eben genau für sich und seinen Körper optimal in die Stellungen zu kommen. Jeder auf seine eigene individuelle Art und Weise. Wir alle nehmen einen großen Fundus an “neuen” Asanas mit nach Hause und die Fähigkeiten, Yin-Yogastunden anzuleiten. Für einige werden die gemachten Erfahrungen und das Gelernte nur die ersten Schritte sein die einen immer Tiefer zum Yin-Aspekt führen.

Wer ist Seminarleiterin Shanti?

Shanti Grit Wade ist eine sympathische und erfahrene Seminarleiterin, die für viele Jahre bei Yoga Vidya gelebt hat, und jetzt außerhalb des Ashrams wirkt und in einem Nachbarort lebt. Sie unterrichtet als Selbstständige Kurse in Hatha und Yin Yoga und gibt Seminare zu diesen Themen. Die Gruppe war sehr zufrieden mit dem gesamten Seminar und mit Shanti, und wir alle haben von Shantis Professionalität und Erfahrung profitieren können.

Anbei ein kurzes Interview mit Christine aus Fürth, seit 3 Jahren Kundalini-Yogalehrerin

Wie bist du auf das Seminar aufmerksam geworden?

Christine: Ich habe einen Yin Yoga und Faszientrainingskurs in Fürth besucht, der mir sehr gut gefallen hat. Da ich Yoga Vidya schon kenne und eine entsprechende Weiterbildung machen wollte, habe ich mich dann hier angemeldet.

Wie hat dir die Weiterbildung gefallen?

Christine: Shanti wirkte sehr seriös und fundiert und ich war sehr zufrieden mit der gesamten Weiterbildung. Meine Erwartungen sind übertroffen worden.

Was war der schönste Moment für dich?

Christine: Davon gab es viele. Das in-die-Stille-gehen, dadurch so richtig ins Spüren zu kommen und emotionale Blockaden aufzulösen. Das ist richtig tief gegangen.

Was war für dich die größte Herausforderung?

Christine: Die wenige freie Zeit, es war sehr durchstrukturiert. Man kam nicht so sehr zum Reflektieren.

Was nimmst du aus der Weiterbildung mit für dich?

Christine: Ich werde das Gelernte gleich umsetzen. Erst einmal ganz easy anfangen, einige Sequenzen einbauen, und dann weiter nach Wunsch.
Mir hat es selbst sehr gut getan, es ist ein sehr femininer Stil und man kommt intensiv ins Spüren.

Vielen Dank!

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Abschlussfoto: 

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