Mantras verstehen lernen

Was ist ein Mantra? Ein unverständliches Wort auf Sanskrit mit religiösem Bezug? Für manche vermutlich auch. Aber Mantras sind eben nicht einfach Wörter. In einem Mantra steckt immer eine universelle – göttliche – Ur-Energie. Über wenn wir Mantras singen, beten, chanten und rezitieren, ist das ein wundervoller und einfach Weg, uns mit dieser Energie zu verbinden.

Nun ist es leider in unseren Zeiten nicht gerade so, dass uns die Botschaft einer Energie über intuitive Wahrnehmungskanäle zuverlässig erreicht. Und das eine oder andere Mal sitzt man dann im Satsang oder einer Mantra Yoga Stunde, und wüsste schon gerne, was man da nun eigentlich singt und welche Energie gerade im Raum schwebt. Und wenn die Übersetzungen auch oft genug mitgeliefert werden, wäre es nicht noch schöner, wenn wir die Mantras selbst verstehen könnten?

Zugegeben, Sanskrit lernt man nicht mal einfach so aus der hohlen Hand. Aber Mantras verstehen, dafür reicht manchmal schon ein klein wenig Grundwissen und intensivierte eigene Erfahrung mit deren Wirkungskraft. Wer sich für die tieferen Ebenen des Mantra Singens immer schon interessiert hat, der kann vom 22. bis 24. Juli am Seminar “Mantras verstehen” teilnehmen – und ganz praktisch die Anwendungsmöglichkeiten dieser Art Energiearbeit näher erfahren.

Prof. Dr. Martin Mittwege, Leiter und Initiator des Seminars, hat sich selbst jahrzehntelang den Wirkungen und Bedeutungen von Mantras gewidmet und ist als Coach, Indologe und erfahrener Seminarleiter ein idealer Ansprechpartner für alle Fragen nach der Kraft eines Mantras.

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3 Kommentare zu “Mantras verstehen lernen

  1. Hallo Du!! 😀

    lese dir diesen unten stehenden Beitrag über Mantras durch. Wenn du weitere Fragen dazu und über Mantras hast, dann schreibe nochmals, ich gehe auf jede Frage ein.

    Liebe Grüße
    Rafaela

    Japa – Mantra-wiederholung.

    Was ist ein Mantra.

    Aus dem Buch: “Göttliche Erkenntnis”, von Swami Sivananda

    Der Nutzen von Mantra-wiederholung (Japa)

    Die Wiederholung eines Mantras oder eines Namen Gottes heißt Japa. Japa ist ein wichtiges Anga (Glied) im Yoga. Es ist spirituelle Nahrung für die hungrige Seele. Japa ist der Stock in der Hand des blinden Sadhaka, um sich auf der Straße zur Verwirklichung weiterzuschleppen. Japa ist der Stein des Weisen, das göttliche Elixier, das Gottgleichheit schenkt. In diesem eisernen Zeitalter ist Namasmarana, Japa, der einfachste, rascheste und sicherste Weg, um zu Gott zu kommen und Unsterblichkeit und ewige Freude zu erlangen.

    Japa reinigt das Herz. Japa beruhigt den Geist. Japa zerstört Geburt und Tod. Japa verbrennt Sünden. Japa verzehrt Samskaras. Japa beseitigt Verhaftung. Japa bringt Vairagya. Japa entwurzelt alle Wünsche. Japa macht furchtlos. Japa beseitigt Täuschung. Japa gibt höchsten Frieden. Japa entwickelt Prem. Japa verbindet den Gläubigen mit Gott. Japa schenkt Gesundheit, Wohlstand, Stärke und langes Leben. Japa bringt Gottesbewußtsein. Japa erweckt die Kundalini. Japa bringt ewige Wonne.

    Japa ist wie ein schönes, erfrischendes und anregendes spirituelles Bad. Es wäscht auf wunderbare Weise den subtilen Astralkörper.
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    Die Kraft des Namen Gottes

    In jedem Wort ist eine Shakti. Wenn man Worte wie ‘Exkremente’ oder ‘Urin’ ausspricht, während der Freund ißt, wird er vielleicht auf der Stelle sein Essen erbrechen. Wenn Du an ‘Garam Pakoda’, ‘heiße Pakoda’ denkst, wird Dein Mund wäßrig werden. Wenn jemand plötzlich ruft ‘Skorpion! Skorpion!’ oder ‘Schlange! Schlange!’ siehst Du sofort einen Skorpion oder eine Schlange und springst erschreckt auf. Wenn jemand Dich ‘Esel’ nennt, bist Du verärgert und zeigst Deinen Zorn.

    Wenn schon in den Namen gewöhnlicher Dinge dieser Welt eine solche Kraft liegt, wie groß muß dann die Kraft sein, die im Namen Gottes liegt! Gott ist die Vervollkommnung der Fülle der Existenz. Daher ist auch der Name, der Ihn bezeichnet, voll und vollkommen. Daher ist die Kraft des Namens Gottes nicht berechenbar, denn er ist die Spitze oder der Zenit der Kraft. Der Name Gottes kann alles erreichen. Für ihn ist nichts unmöglich. Er ist das Mittel, um Gott Selbst zu erreichen. So wie der Name eines Dinges dieser Welt das Bewußtsein dieses Dinges im Geist entstehen läßt, läßt der Name Gottes Gottesbewußtsein im gereinigten Geist entstehen und wird zur direkten Ursache der Verwirklichung der höchsten Vollkommenheit Gottes.

    Der Name Gottes, ob er korrekt oder unkorrekt, wissentlich oder unwissentlich, sorgfältig oder unsorgfältig gesagt wird, gibt sicherlich das gewünschte Ergebnis. So wie die Eigenschaft des Brennens für das Feuer natürlich und ihm innewohnend ist, so ist auch die Kraft, Sünden mit ihren Wurzeln und Verzweigungen zu zerstören und den Aspiranten durch Bhava Samadhi in wonnevolle Vereinigung mit Gott zu bringen dem Namen Gottes natürlich und innewohnend.

    Die Herrlichkeit des göttlichen Namens kann nicht durch Überlegung und Verstand bewirkt werden. Sie kann nur durch Hingabe, Glauben und ständige Wiederholung des Namens verwirklicht werden.

    Pingala war eine Ganika, eine Prostituierte. Sie erhielt von einem Dieb einen Papagei als Geschenk der Liebe. Der Papagei war darauf abgerichtet, den Namen ‘Shri Rama, Shri Rama’ zu sagen. Pingala wußte überhaupt nichts von Ramanama. Sie hörte den Klang Rama, Rama durch den Mund des Papageis. Es war sehr melodiös und bezaubernd. Pingala mochte es sehr. Sie heftete ihren Geist auf das vom Papagei wiederholte Ramanama und trat auf geheimnisvolle Weise in Bhava Samadhi, die Vereinigung mit Rama, ein.

    Ajamila war zuerst ein rechtschaffener Brahmane. Er verliebte sich in ein Mädchen aus einer unteren Kaste und beging ein Reihe schrecklicher Verbrechen. Als er starb, nannte er den Namen seines Sohnes Narayana; da kamen die Sendboten von Gott Narayana Selbst ihm zu Hilfe, und Ajamila war für immer aus dieser Welt befreit.

    Die größten Sünder können durch den Segen des Namens Gottverwirklichung erlangen. Es gibt nichts, was nicht durch den göttlichen Namen zu erreichen wäre. Der Name Gottes ist allmächtig.
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    Mantra Yoga – eine exakte Wissenschaft

    Ein Mantra ist eine in eine Klangstruktur gefaßte Göttlichkeit. Es ist göttliche Kraft, die sich in einem Klangkörper manifestiert.

    Das heilige Mantra, der göttliche Name, ist ein lebendiges Symbol für die höchste Göttlichkeit, die sich den selbstverwirklichten Weisen in den innersten Tiefen der göttlichen Einheit in den uralten Zeiten der Veden und Upanishaden enthüllte. Diese Symbole sind ihrem Wesen nach der unfehlbare Schlüssel, um Zutritt in die transzendentalen Bereiche der absoluten Erfahrung zu erhalten.
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    Die sechs Teile eines Mantras

    Mantra Yoga ist eine exakte Wissenschaft. Ein Mantra besteht aus sechs Teilen. Es hat einen Rishi, der durch dieses Mantra zum ersten Mal Selbstverwirklichung erlangte und dieses Mantra der Welt gab. Er ist der Seher dieses Mantras. Der Weise Vishwamitra ist der Rishi des Gayatri Mantras. Zweitens hat das Mantra ein Versmaß, das die Stimmlage steuert. Drittens hat das Mantra ein Devata, eine kosmische Energie, ein niedrigeres oder höheres übernatürliches Wesen, als beseelende Kraft. Dieses Devata ist die Gottheit, die dem Mantra vorsteht. Viertens hat das Mantra ein Bija, einen Samen. Der Same ist ein bedeutsames Wort oder eine Reihe von Worten, die dem Mantra eine besondere Kraft geben. Das Bija ist die Essenz des Mantras. Fünftens hat jedes Mantra eine Shakti. Die Shakti ist die Energie in Form des Mantras, d.h. der Schwingungsformen, die durch Klänge geschaffen werden. Sie bringen den Menschen zu dem verehrten Devata. Letztlich hat das Mantra eine Kilaka, Säule oder