Psychodrama und Yoga. Vom 9.-12.01.11 im Westerwald

“Psychodrama ist Theater für die Seele”, sagt die Leiterin des Seminars “Psychodrama und Yoga”, Anja Müller. Vom 09.-12.01.11 will sie in ihrem Workshop Lebensfragen, Ängste oder Konflikte mit den Seminarteilnehmern spielen und während der Improvisation nach neuen Lösungen suchen: „Wie spreche ich mit meinem Chef über eine Gehaltserhöhung?“, ” „Wie überwinde ich den Schweinehund in meiner Yogapraxis oder die Angst, eine Yogastunde zu geben?“ oder „Wie kann ich die Trennung von meiner Partnerin überwinden?“ Thematisch sind keine Grenzen gesetzt.

„Das Rollenspiel versetzt die Teilnehmer sofort in ihre Emotionen, Muster und Konflikte“, beschreibt Anja, die selber seit mehr als 10 Jahren Psychodrama praktiziert und eine zweijährige Ausbildung darin absolviert hat. Ziel ist dann aber, in der gespielten Situation neues Handeln auszuprobieren. Die Teilnehmer seien eingeladen, kreativ und spontan auf die Konstellation zu reagieren. Kreativität sei ein Schlüssel zur Veränderung. „Es gibt auch die Möglichkeit, verschiedene Visionen einer Situation durchzuspielen, bis der Betroffene die für sich stimmigste Lösung gefunden hat“, erklärt Anja weiter.

Jabok Levy Moreno als Begründer des Psychodramas

Entwickelt wurde die Methode von Jakob Levy Moreno (1890 – 1974), einem österreichischem Arzt und Psychiater mit einer starken Begeisterung fürs Theater. Sein Leitsatz war „Handeln ist heilender als reden“, womit er sich Mitte des letzten Jahrhunderts von Freuds psychoanalytischem Ansatz der vorwiegenden Gesprächsführung abgrenzte. Moreno hat das Psychodrama lange Zeit in sozialen Brennpunkten angewandt und dadurch Konflikte erfolgreich entschärfen können. Heute findet es Anwendung in der Erwachsenenbildung oder an Schulen und wurde von vielen anderen sozialen Gruppen mit einem Interesse an Selbsterfahrung erschlossen.

Zentral im Psychodrama ist es, “in die Rolle eines anderen Menschen zu schlüpfen und seine Sicht der Dinge mehr begreifen zu lernen”, betont Anja. Die Sicht des anderen nachzufühlen, könne Wut oder andere schmerzhafte Gefühle dem anderen gegenüber lösen. So entstehe die Chance, auf ihn zuzugehen.

Wie lassen sich Yoga und Psychodrama verbinden?

„Die Klärung von Konflikten, Ängsten und sorgen bringt uns näher zu unserer inneren Ruhe“, sagt Anja. Hier schlage sie die Verbindung zum Yoga. Im Yoga und im Psychodrama gehe es darum, im Hier und Jetzt zu sein und auf den gegenwärtigen Moment adäquat zu reagieren. „Beide Wege helfen außerdem, dass wir uns als Ganzes erfahren – körperlich, seelisch und geistig.“ Psychodrama versteht sie weiterhin als eine gute Vorbereitung auf die Meditation: „Ein geklärter Geist kann sich leichter konzentrieren und meditieren.“ Und ist der Psychodrama-Workshop natürlich eingebettet in tägliche Asana-Stunden, Satsänge und Meditation.

Anmelden könnt Ihr Euch telefonisch unter 02685 – 8002 – 0 oder im Internet über unsere Homepage.

SEID HERZLICH EINGELADEN! Vom 09.-12.01.2011 im Westerwald

 

1 Kommentar zu “Psychodrama und Yoga. Vom 9.-12.01.11 im Westerwald

  1. Om Namah Shivaya
    Psychodrama und Yoga liest und hört sich sehr spannend an, die Beschreibung noch spannender.
    YOGA wird alles harmoniesieren und verbinden.

    Ich habe nachgelesen…
    “Psychodrama ist Theater für die Seele” für Ausdrucksmöglichkeiten, und um einen Schlüssel zu finden für ein vertieftes Verständnis der Seele, für erfüllende Begegnungen, neue Perspektiven, kreative Lösungswege, eine gesunde und unterstützende Zusammenarbeit und tragende Visionen für die Zukunft?
    http://www.vikas.de/federspiel%20-%20psychodrama.html

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