Wir müssen so werden wie Arjuna – Bh.G. XI 48

Kurzvortrag über die Bhagavad Gita von Sukadev von Yoga Vidya Bad Meinberg. Hier klicken für weitere Infos zu: Seminare bei Yoga Vidya, Meditation, Ayurveda, Yogalehrer Ausbildung . Alle täglichen Inspirationen mp3 mit Player zum Anhören Wie war Arjuna: er hat intensiv praktiziert. Hatte Freundschaft zu Gott. Hatte jahrzehtelang uneigennützig gedient. Hatte Vairagya Losgelassenheit. Demut und Sehnsucht nach Gott.


1 Kommentar zu “Wir müssen so werden wie Arjuna – Bh.G. XI 48

  1. Dieser Vers 48 der Bhagavad Gita 11. Kapiitel hat es in sich.

    Um diese Gotteserfahrung, Überbewußtsein wie es Krishna seinem Schüler Arjuna gegeben hat zu erfahren müssen wir werden wir Arjuna. Arjuna hatte intensiv und täglich praktiziert. Hatte Freundschaft zu Gott. Hatte jahrzehtelang uneigennützig gedient. Hatte Vairagya Losgelassenheit. Demut und Sehnsucht nach Gott.

    Überbewusstsein SAMADHI von Swami Sivananda

    Der Zustand des samadhi ist jenseits der Reichweite des Verstandes und der
    Sprache. Sogar bei weltlichen Erfahrungen, kann man einiges nicht erklären,
    z. B. Geschmack. Ihr könnt den Geschmack eines Apfels einem, der noch keinen
    geschmeckt hat, nicht erklären, noch könnt ihr die Eigenschaft von Farbe
    einem blinden Menschen erklären. Der Zustand des samadhi ist völlige Freude,
    Glückseligkeit und Frieden; nur so viel kann gesagt werden. Man muss das
    selbst erfahren.

    Im Samadhi (dem überbewussten Zustand) verliert der Meditierende seine
    Individualität und wird identisch mit dem höchsten Selbst. Er wird zu einer
    Verkörperung der Glückseligkeit, des Friedens und des Wissens. Nur so viel
    kann gesagt werden. Das könnt ihr nur durch konstante Meditation erfahren.

    NIRVIKALPA SAMADHI ist der Zustand des ÜBERBEWUSSTSEINS oder der
    GÖTTLICHKEIT. In diesem Zustand gibt es kein EINBILDUNG. Das ist
    das Ziel des Lebens. Alle geistigen Aktivitäten hören jetzt auf. Die
    Tätigkeit des Intellektes und der zehn Indriyas (Sinne) enden gänzlich.

    Der spirituelle Aspirant ruht jetzt im Atman (Selbst). Zwischen Subjekt und
    Objekt gibt es keinen Unterschied. Die Welt und alle Gegensätze verschwinden
    voll und ganz. Dies ist ein Zustand jenseits aller Relativität, obgleich es
    kein Zustand der Trägheit ist. Es ist unbeschreiblich. Es muss von dem
    Aspiranten selbst gefühlt und erfahren werden. In diesem Zustand verschwindet
    die Dreiheit – der Wissende, das Gewusste und das, was man wissen kann. Der
    Mensch ist jetzt Brahman – es gibt kein individuelles Sein mehr.

    Versucht, euch dieses schlaflosen Zustandes zu erfreuen, in welchem alle
    Sinne und der Geist in einem Zustand der Ruhe verweilen und der Intellekt
    völlig aufhört zu funktionieren, absolutes Bewußtsein. Der schlaflose Schlaf ist
    maha nidra (der überbewusste Zustand). Von diesem Schlaf gibt es kein Erwachen.

    Im Samadhi geht der Yogi im Herrn auf. Alle Begrenzungen und Unterschiede
    verschwinden. Der Yogi erlangt höchstes Wissen und Glückseligkeit. Dieser
    Zustand ist jenseits jeder Beschreibung. Ihr müsst ihn selbst verwirklichen, daher
    werdet wie Arjuna.

    Samadhi ist der überbewusste Zustand, in dem der Schleier der Unwissenheit
    plötzlich gehoben wird und der devotee (Anhänger, Gottesverehrer) mit der überwältigenden
    Herrlichkeit des einen wahren göttlichen Glanzes verschmilzt. Im Samadhi wird
    die Seele aus ihrem materiellen Gefängnis gelöst und vom individuellen
    Bewusstsein getrennt. Ein ekstatisches Gefühl des Einsseins steigt auf und
    die Seele wird von der unendlichen Intelligenz, der sie entsprang,
    absorbiert.

    Obgleich er große spirituelle Kräfte besitzt wünscht ein Mensch, nachdem er
    Samadhi erreicht hat nicht, die Umstände und Verhältnisse zu ändern, in denen
    er lebte, bevor er Samadhi erlangte. Das gewöhnliche Bewusstsein erblüht im
    Samadhi zum Überbewussein. Er lebt in ewiger vollkommener Glückseligkeit,
    unbeschreibbar. Der Strom des samsara (der Strom der Geburten und Tode) hört
    auf zu fließen.

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