Die Symbolik des Arati

Was ist Arati? Was bedeutet und symbolisiert es? Warum strecken auf einmal so viele Menschen die Hände Richtung Altar aus? Wo bin ich hier eigentlich gelandet?

Viele Menschen, die zum ersten Mal bei Yoga Vidya zu Besuch sind und vorher noch nicht bei einem Satsang – dem Treffen um sich auf Sat, also die höchste Wahrheit einzustimmen – teilgenommen haben, sind vielleicht erst einmal etwas irritiert, skeptisch und stellen sich solche Fragen.

Arati ist eine Lichtzeremonie. Es gehört zum Programm eines Satsangs und vedischer Rituale, wie Puja und Homa. Sie werden mit einem Arati abgeschlossen. Das Wort Arati kommt aus dem Sanskrit und bedeutet übersetzt “Huldigung”.

Wie?

In einem Arati wird Gott mit Prasad, welches Opfergaben sind, Räucherstäbchen und einer Kampferlampe angebeten.

Ein Arati gibt es aber nicht nur in Bad Meinberg bei Yoga Vidya, du kannst es auch bei dir zu Hause, im Yoga-Studio oder in der Natur praktizieren.

Wenn du ein Arati durchführst, schwenkst du Licht einer Kerze dreimal im Uhrzeigersinn mit deiner rechten Hand vor deinem Altar, einem Bild deines Meisters oder Meisterin, z.B. Swami Sivananda. Wenn du magst, kannst du dabei drei mal Om rezitieren. Der Duft eines angezündeten Räucherstäbchen hilft zusätzlich die Atmosphäre des Raumes zu reinigen und positiv aufzuladen.

Das Arati Mantra und im Anschluss das Twameva Mata wird bei einem Arati rezitiert. Diese beiden Mantras findest du u.a. im Yoga Vidya Kirtanheft unter den Nummern 804 und 805. Bei der Rezitation dieser Mantras werden die verschiedenen Aspekte Gottes und die Energien der Meister angerufen.

Das Überstreifen des Lichtes symbolisiert u.a. das Reinigen des Geistes und die Erweckung des dritten Auges.

Die meisten werden sich womöglich auf das Prasad am Ende des Aratis freuen. Prasad ist eine Opfergabe an Gott. Reis, Früchte (meistens Äpfel und Bananen), oder Reismilch werden dabei mit Licht aufgeladen und an die teilnehmenden Yogis und Yoginis verteilt. Bei besonderen Anlässen wie, z.B. Shivaratri gibt es bei Yoga Vidya kleine gesunde und vegane Bällchen.

Warum?

Sinn, Zweck und Sehnsucht eines Aratis ist es, die Meister und Gott zu erfahren, alles Gott darzubringen, einen Zugang zu der höheren Wirklichkeit zu bekommen und die Einheit mit allem zu fühlen.

Für die meisten Menschen ist es bestimmt eine schöne Vorstellung, wenn man Licht, Wohlwollen und Positivität das man durch Arati empfangen hat, an andere Wesen weitergeben will. Arati symbolisiert das Verbrennen aller Negativiäten, z.B. eher negativen Eigenschaften. Gott ist auch Licht, welches im Sanksrit mit “Jyoti Swarupa”  übersetzt wird.

In der Lampe wird meistens Kampfer verwendet. Kampfer, ein Baum aus der Familie der Lorbeergewächse, verbrennt restlos. Genauso soll auch das menschliche Ego durch das Licht, den göttlichen Funken, vollkommen in Liebe verbrennen, schmelzen und transformieren.

Das Verbrennen des Kampfer wirkt zudem sehr heilend. Die energetische Schwingung verbessert sich.

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4 Kommentare zu “Die Symbolik des Arati

  1. Cornelia

    Danke für dieses Video.
    Einige Fragen habe ich noch:
    Warum zündet ihr das Arati Licht erst direkt beim Arati an? Ist das eure spezielle Tradition oder wird das allgemein so gehandhabt? Bisher habe ich die Öllampe, die ich vor dem Murti brennen lasse, danach direkt fürs Arati genommen. I
    Was passiert mit dem Prasad, das auf dem Altar steht? Wie ich es verstanden habe, wird nur das Prasad neben dem Altar gegessen. Wird das andere später weggeworfen?
    Ich bin dankbar für weitere Erläuterungen dazu.

    Liebe Grüße,
    Cornelia

  2. Liebe Guadalupe,
    danke für deinen Kommentar.
    Meine Empfehlung: Wenn du das Gefühl bzw. die Befürchtung hast, dass die Wirkkraft des Yantras beeinträchtigt sei, so nutze einfach deine Rückgabefrist. 😉
    Andererseits könntest du das Yantra so willkommen heißen, wie es ist – und ihm qua Akzeptanz deinen Glauben an seine Wirkkraft schenken; was sich dann wohl in einer Wechselwirkung bestätigen kann. “Der Glaube versetzt Berge”. Natürlich spielt Anordnung und Exaktheit bei Yantras eine wichtige Rolle. Mehr zum Thema findest du hier:
    https://wiki.yoga-vidya.de/Yantra

    In jedem Fall bist du Selbst bereits gesegnet. Dies wissend, kann kommen, was wolle. 🙂

    Liebe Grüße
    Om Shanti
    Dirk