Om Singen und kurze Rezitation in Yogastunden in Zeiten von Corona

Wir bekommen öfter die Frage gestellt: Darf in Yogastunden Om drei Mal ohne Maske unterrichtet werden? Darf danach ein Mantra gesungen werden? Oder ist das in Zeiten von Corona zu gefährlich?

Nach bisherigem wissenschaftlichen Kenntnisstand gilt: Corona Ansteckung kommt durch

  • Husten zu einer anderen Person hin, insbesondere wenn diese weniger als 1,50 Meter entfernt ist (Tröpfcheninfektion)
  • Niesen zu einer anderen Person hin, insbesondere wenn diese weniger als 1,50 Meter entfernt ist (Tröpfcheninfektion)
  • Sprechen zu einer anderen Person hin, insbesondere wenn diese weniger als 1,50 Meter entfernt ist (Tröpfcheninfektion)
  • Ansammeln von mit Viren angereicherten Aerosolen in einem Innenraum (Aerosolinfektion)

Bei Om ist der längere Teil das „m“. Das „m“ wird mit geschlossenem Mund gesungen. Daher wird durch die Nase ausgeatmet. Der Luftstrom de/s/r Übenden geht also nach unten. Die Teilnehmenden sitzen sich nicht gegenüber. Es kann also gar keine Tröpfcheninfektion geben.

Bei der Rezitation ist die Lautstärke ähnlich als ob Menschen miteinander sprechen. Nach wissenschaftlichem Kenntnisstand gibt es keine Tröpfcheninfektion, wenn Menschen in normaler Lautstärke bei Mindestabstand von 1,50 Meter Abstand miteinander sprechen. In (coronagerechten) Yogastunden haben Menschen typischerweise 1,50 Meter Abstand zu den Übenden neben sich und 2,50 Meter zu den Übenden vor sich – die meist den Hinterkopf ihnen zugedreht haben. Es kann also gar keine Tröpfcheninfektion durch Rezitieren von Mantras geben.

Yoga Vidya empfiehlt, in Yogastunden ständig die Fenster offen zu halten (in den Yoga Vidya Ashrams und Zentren machen wir das immer, unabhängig von den Außentemperaturen – und werden das auch im Herbst/Winter durchhalten: Zieht euch bitte warm an 🙂 ). Eine virenbelastete Aerosolansammlung ist daher nicht möglich. Unsere Messungen in unseren Yogaräumen zeigen, dass unser Lüftungsverhalten z.B. ausreicht, dass eine Kohlendioxidanreicherung in Räumen bis 500-600 ppm bleibt (kritischer Wert wäre 800-900) – was klar zeigt, dass es keine Aerosolanreicherung gibt.

Daher sieht Yoga Vidya das gemeinsame Tönen von Om und kurze Mantra Rezitationen in gut gelüfteten Räumen als ungefährlich an.

Kleiner Hinweis: Wer noch sicherer sein will, kann sich FFP2 oder FFP3 Masken zulegen. Diese gibt es heutzutage leicht zu erwerben.

1 Kommentar zu “Om Singen und kurze Rezitation in Yogastunden in Zeiten von Corona

  1. Ein Spiegel Artikel, der bestätigt, dass Singen nicht gefährlicher ist als Sprechen – sondern dass es einfach auf die Lautstärke ankommt:

  2. https://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/corona-uebertragung-ist-singen-wirklich-gefaehrlicher-als-sprechen-a-e0e54d87-775a-4647-913e-a4815056a048

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.