Statement des Vorstands des Yoga Vidya e.V. zu Demokratie, Meinungsfreiheit und sogenannten Verschwörungstheorien

Yoga und Spiritualität zu leben und lehren ist Ziel, Sinn und Zweck des gemeinnützigen Vereins Yoga Vidya e.V. Ziel von Yoga Vidya ist es, Menschen durch die Lehre des Yoga und verwandter Disziplinen Anregungen und Hilfen für ganzheitliche Gesundheit, Persönlichkeitsentwicklung, Entspannung und Meditation zu geben und ihnen spirituelle transzendente Erfahrungen zu ermöglichen. Politische Meinungsbildung zu fördern ist nicht das Ziel von Yoga Vidya.

Der Vorstand von Yoga Vidya distanziert sich von jeglichen Formen sogenannter „Verschwörungstheorien, Verschwörungserzählungen und Verschwörungsmythen“. Im Rahmen der Meinungsfreiheit mag es davon abweichende private Meinungen einzelner Mitglieder geben, welche aber nichts mit dem Verein Yoga Vidya an sich zu tun haben und nicht mit dem Yoga Vidya e.V. in Verbindung gebracht werden sollten.

Die Ausrichtung auf die Verbreitung von Yoga und Spiritualität beinhaltet die individuelle Suche nach der Wahrheit, die jenseits aller politischen Ausrichtungen Bestand hat. Daher bedeutet Yoga leben und lehren auch, Menschen in ihrer eigenen persönlichen Suche auf der Basis von ethischen Grundlagen wie z.B. Gewaltlosigkeit und Wahrhaftigkeit zu unterstützen. Das heißt für die Mitglieder des gemeinnützigen Vereins auch das Vorleben eines spirituellen Lebensstils.

Der Yoga Vidya e.V. versteht sich als eine spirituelle demokratische Gemeinschaft innerhalb einer demokratisch verfassten Gesellschaft. Die Vielfalt persönlicher Einstellungen zu gesellschaftlichen Fragestellungen bildet die gesellschaftliche Vielfalt ab. Meinungsfreiheit bezüglich gesellschaftlicher Themenstellungen ist ein wichtiges Gut und ein persönliches Grundrecht. Bei aller Meinungsfreiheit bekennt sich der Yoga Vidya e.V. aber ausdrücklich zu wichtigen Grundwerten unserer Gesellschaft. So steht in der Satzung: „Der Yoga Vidya e.V. ist einem humanistisch-spirituellen Welt- und Menschenbild verpflichtet, das von Respekt zu allen Menschen unabhängig ihrer religiösen, kulturellen, ethnischen Herkunft und sexuellen Orientierung geprägt ist und steht auf der Basis des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland und der freiheitlich-demokratischen Grundordnung.“

Von Vereinsmitgliedern, Gemeinschaftsmitgliedern, Mitarbeiter/innen und Seminarleiter/innen wird erwartet, dass sie sich öffentlicher Äußerungen enthalten, welche den oben beschriebenen Werten des Vereins entgegenstehen. Von Seminarleiter/innen wird erwartet, dass sie in ihren Seminaren bei Yoga Vidya keine politische Werbung oder politische Agitation betreiben.

Yoga Vidya lehrt in der Tradition von Swami Sivananda, der als ausgebildeter Arzt und Yogameister schon Anfang des 20. Jahrhunderts Naturheilkunde, Ayurveda, Yoga und moderne Schulmedizin zusammengeführt hat. Mit dem integralen ganzheitlichen Yoga hat er ein Übungssystem gelehrt, welches Menschen sowohl zu einem gesünderen Lebensstil wie auch zu tiefen Einsichten und Erkenntnissen verhilft.

„Vidya“ heißt Weisheit, Wissenschaft. Damit ist sowohl weltliches und naturwissenschaftliches Wissen als auch spirituelles Wissen und Weisheit gemeint. „Yoga“ bedeutet nicht nur Einheit/Harmonie sondern auch „Verbindung“. Yoga Vidya steht für die Verbindung von Traditionswissen und moderner Wissenschaft, für die Verbindung von traditioneller (indischer) Medizin (Ayurveda) und moderner Medizin, sowie für die Verbindung klassischer spiritueller Werte und modernen gesellschaftlichen Prinzipien.

Yoga und Naturheilkunde aktivieren die körpereigenen Selbstheilungskräfte, die ein gesundes Gleichgewicht im Menschen und echte Heilung bewirken können. Heilen kann sich der Mensch am besten selbst. Dies zu fördern und zu unterstützen ist das Anliegen von Yoga Vidya und darauf konzentrieren wir uns, und zwar sowohl in der spirituellen Tradition wie auch in Zusammenarbeit mit wissenschaftlicher Forschung, Universitäten usw.

Die Zusammenarbeit mit Universitäten im In-und Ausland ist ein besonderes Anliegen von Yoga Vidya und drückt sich u.a. aus in der Förderung und Begleitung von wissenschaftlichen Studien bezüglich der Wirkung von Yoga, in Kooperationen bei universitären Studiengängen sowie Zusammenarbeit mit Universitäten und Wissenschaftler/innen bei Yoga Kongressen.

Der Yoga Vidya e.V. wird immer wieder darum gebeten, zu tagesaktuellen politischen Themen Stellung zu beziehen. Politische Diskussion, politische Bildung und Teilnahme an politischen Demonstrationen sind jedoch nicht der Vereinszweck von Yoga Vidya. Daran teilzunehmen bleibt den Vereinsmitgliedern persönlich freigestellt, sofern das auf der Basis der freiheitlich-demokratischen Grundordnung geschieht.

Horn-Bad Meinberg, Juni 2020

Der Vorstand des Yoga Vidya e.V.

17 Kommentare zu “Statement des Vorstands des Yoga Vidya e.V. zu Demokratie, Meinungsfreiheit und sogenannten Verschwörungstheorien

  1. Als Yogi sollten wir uns mal mit dem Begriff Maya beschäftigen – ist es nicht unsere Aufgabe hinter die Oberfläche zu schauen? Das erfordert aber kritisches Hinterfragen aller Annahmen und Glaubenssätze. Stumpf Dinge weiterzuleiten macht sie noch nicht wahr(er). Dinge einfach mal zu glauben ist für mich keine yogische Disziplin.

    Zum Mantrasingen mit Maske: schon mal gehört, dass Mantraschwingungen als stärker gelten, wenn man sie innerlich wiederholt? Das kommt übrigens direkt von Sivananda.

    Drittens zur angeblichen „Meinungsfreiheit“: Als Yogi und Jurist möchte ich einfach mal klarstellen, dass Meinung nur eine persönliche Bewertung ist z.B. „Ich mag die Bundeskanzlerin nicht“. Die Aussage „Die Bundeskanzlerin quält Kinder“ ist hingegen eine strafbare Tatsachenbehauptung – solange es keinen Beweis dafür gibt. Und Beweis ist eben nicht, dass andere Menschen das auch sagen.

    Ebenso ist es eine Meinung „Ich mag keine Masken“ oder „Ich halte sie für unnötig“. Es steht einem aber nicht frei, deshalb geltende Gesetze nicht einzuhalten. Wer in Bus und Bahn keine Maske trägt kann eben ein Bußgeld bekommen. Das ist Teil des sozialen Konsens, Stichwort Solidarität. Meinungsäußerung und Handlungsfreiheit werden durch die allgemeinen Gesetze beschränkt, siehe Grundgesetz.

    Und was sicher unstrittig ist: Yogalehrer sollten Vorbilder sein und nicht Gesetze brechen oder dazu aufrufen – völlig unabhängig von einer persönlichen „Meinung“ dazu.

  2. Christoph Grossmann

    Wenn Unrecht zu Recht wird,dann wird Widerstand zur Pflicht.
    Mein Respekt gilt allen die nicht hinwegsehen wollen über so viele Widersprüche, Grausamkeiten,Diffamierungen,Unterdrückung…
    Ich hoffe das diese Fehlentscheidung bald korrigiert wird.

  3. Johannes Kimling

    Meinen lieben Freunde,

    Ich kann die Haltung des Vorstandes von Yoga Vidya e.V. gut verstehen, dass politische Meinungsäußerungen bis hin zur Willensbildung und Agitation in den Ashrams seitens der Seminarleiter keinen Platz haben können.

    Der Ashram ist ein Ort der spirituellen Praxis und nichts anderes. Jedoch ist es natürlich klar, dass abseits der Seminare im Rahmen des Grundgesetzes von Privatmensch zu Privatmensch alles gesagt werden darf, was andernorts auch gesagt werden darf. Da sind sich, denke ich, alle einig.

    Ich habe über das Statement lange nachgedacht, weil ich ihm inhaltlich teilweise stark widersprechen muss, v.a. was den Gebrauch von dem Denkverbote fördernden Wort „Verschwörungstheoretiker“ anbelangt. Jedoch bin ich zu dem Schluss gekommen, dass es in Ordnung ist, von Akteuren in Gelb-Weiß zu verlangen, keine politischen Dimensionen in ihren Unterricht zu eröffnen. Ich hoffe, dass es fair zugegangen ist und niemand ungerecht behandelt wurde, sprich: darauf hingewiesen wurde, dass entsprechendes Verhalten nicht zu akzeptieren ist, mit der Bitte, es zu unterlassen, BEVOR eine Trennung stattgefunden hat.

    Mein Herz ist hin und hergerissen. Die Welt befindet sich gerade in einem Kampf um die Freiheit der Menschen. Ich sehe es am Ende so, dass diejenigen, die politisch aktiv werden, auch für jene einstehen, die sich vollständig des politischen Lebens, z.B. im Ashram, enthalten. Wir sitzen alle in einem Boot.

    Ich hoffe inständig, dass wir uns dereinst alle wieder in die Arme schließen und uns danken werden, dass wir füreinander die Stellung gehalten haben, die einen im Ashram, die anderen auf den Straßen einer Welt, die auch unseren Nachkommen ein menschenwürdiges Leben darbieten soll.

    Om Shanti 🙏 in Liebe, Johannes

  4. Sind wir sehr tief in Sadhana, ganzheitlich jeden Tag ernst nehmend daran ausgerichtet, dann sollten wir uns nicht der Politik aussetzen sondern nur dem Sadhana in allem die Aufmerksamkeit geben im Einklang mit unserem Alltagsleben. Prem, Ananda üben.

    Die Strategie des Spirituellen Lebens ist nicht Demonstrieren, absolut nicht! Warum, ganz einfach, weil wir nicht dafür sind wieder ein Feindbild (Gegen etwas zu sein) zu schaffen in egal welcher Art. Die Herangehensweise des Weges des Bewusstsein, ist unsere Allumfassende Liebende Güte für jeden Einzelnen aus unserem Menschlichen Mitgefühl heraus zu entfalten. Wir verwandeln direkt das innere in die Heilsame Richtung und wirken durch unser Feld auf die Felder um uns Herum, Wenn wir alle da mit machen , dauert es garnicht solange. Jedenfalls gilt die ganze Konzentration und Hingabe eines Herzensforscherin/s, eines Spirituellen Aspirantin/en, der Selbstverwirklichung, des Bewusstwerdens. Dem neuen heilsamen gestalten der Energie um uns herum. Die Verantwortung für unser Feld jetzt und Hier direkt zu übernehmen, damit anzufangen. Anstatt weiter auf alten Wegen zu stolpern. Wenn wir in tiefem Sadhana Bedürfnis sind täglich, überwiegend jedenfalls, so ist es sehr wohl heilsam sich absolut von Äußerungen über die Politik frei zu halten, Kein Statement, keine Richtung, außer der des Friedens und der Liebe als Grundlage.
    Es ist nicht Notwendig, für oder dagegen zu sein, aber das vorzuleben was wir selbst in der Welt sehen wollen sollte genügen, dazu ist ausreichend zu beobachten, nur neutral beobachten, niemand in der Politik Verurteilen sonst verwickeln wir uns nur unnötig geistig und psychisch. Was unheilsam für unseres Intensives Sadhana auch im Alltag sein kann. Es ist Bewusstsein, was der Angst ihre Macht nimmt, deshalb Sorgen wir uns nicht, sondern tun wir alles dafür bewusster zu werden, um die Die Verbundenheit wieder zu erkennen, uns wieder zu erinnern, wer wir wirklich sind. Vertrauen in das Sadhana ist jetzt das Höchste GUT. Vertraue in Sivananda, vertraue in Buddha, Vertraue in Christus, vertraue in deine innere Kraft der Verwandlung. Und lass uns Mitgefühl mit dem Andersdenkenden empfinden, aufbringen.

    Om namo Narayanaya
    Madhura Das
    grüßt vom Bodensee

  5. Künsang Lhamo

    Guten Tag, ich lese das Statement des Vorstands jetzt erst da ich aus aktuellem Anlass schon persönlich nach der Haltung spiritueller Menschen zum Thema „Corona, Verschwörungen, Machenschaften… etc“ fragen wollte bzw. wie sie damit umgehen wenn Bekannte sich zu Demonstrationsteilnahmen hinreißen lassen obwohl sie sich selbst als spirituell lebend betrachten. Der Vorstand besteht ja nicht nur aus Sukadev sondern aus mehreren Verantwortlichen und die Erklärung bestätigt meine Haltung dazu. Daher schließe ich mich an und werde alle Gesprächssuchenden darauf hinweisen dass diese Themen auszuklammern sind.
    Zur Zeit lese ich „Über alle Grenzen“, was ein Buch über den 16. Karmapa des Buddh. Diamantweges ist und auch er forderte von allen Schülern und Linienhaltern sich aus jeglicher Politik herauszuhalten. Wer weiß, dass spirituelles Leben nicht nur die Gottesverwirklichung bedeutet sondern auch in der Welt aber ohne die Welt, strebt an die Materie zu überwinden um den Kreislauf der Inkarnationen für sich zu beenden. In den letzten Stufen entwickelt er Gottesbewusstsein… und wird frei von Maya, der materiellen Welt.

  6. Dr. med. Jochen Weymayer

    Ja gewartet habe ich auch darauf, erwartet habe ich doch einen anderen Inhalt. Aber Erwartungen kommen ja bekanntlich aus dem Verstand. Sivananda würde ich doch lieber hier raus halten. Was er von Mantra Singen mit Mundschutz hielte,…..? Ich als Arzt und Mensch habe die Fähigkeit, zu denken und somit habe ich und werde ich immer meine Meinung sagen. Und ich halte die aktuellen Massnahmen für übertrieben. Sukadev hat nun auch den Salat. Ein viel zu schnell gewachsenes Ashram, das letzten Sommer schon engste Yoga Stunden und voll gedrängte Essensausgabe als Problem hatten. Und jetzt Schulden! Und keine Meinung. Am Ende darf jeder für sich die Rechnung bezahlen und wer sich heute nicht wehrt, braucht sich morgen nicht beschweren.

  7. an Efa:
    Schaue gerne die sehr lohnenswerte Zusammenfassung des Studenten an, dann kannst Du z.B. die Verläufe in Italien und Spanien besser einordnen. Die dortigen Gesundheitssysteme sind bei jeder jährlichen Grippewelle am Limit.
    Video: https://youtu.be/Juugv0T7inc
    Das Gesundheitssystem in Brasilien ist ebenfalls nicht mit dem Deutschen vergleichbar, schon gar nicht die Lebensumstände in den Favelas bzgl. Hygiene und Enge.

    Filmtipp: „Profiteure der Angst“ – arte Dokumentation 2009 (aktueller denn je!)
    https://www.youtube.com/watch?v=1–c2SBYlMY

  8. Nur für den Ausgleich zu den anderen möchte ich meine Reaktion zum Statement hier abgeben. Ich halte jede Verschwörungstheorie – oder wie man extreme (‚extrem‘ – dieser Begriff ist faktisch gemeint, nicht wertend) Gegenstimmungen zur Corona-Politik auch nennen mag für unsinnig. Aber: 1. es steht jedem frei, dran zu glauben und das respektiere ich und 2. da ich diesen nie der Falschheit und der mich nie der Richtigkeit dessen überzeugen kann, halte ich das Statement des Vorstandes des Yoga Vidya e.V. für sehr wertvoll und danke ihm für diese klare und in unserer Demokratie unumgängliche Stellungnahme.

  9. „.., sollte es eines Tages an der Zeit sein,..“
    „…-verbünden uns, um einfach die Wahrheit ans Licht zu bringen…“
    Aber nee, mit Verschwörung hat das natürlich nix zu tun.
    Und diese 100 Ärzte sind also alle spezialisiert auf Corona-Viren und forschen seit vielen Jahren dazu und/oder sind tätig auf Intensivstationen in Wuhan oder New York oder Nord-Italien, Frankreich oder Spanien oder Brasilien und reissen sich da den Allerwertesten auf?

  10. Dr. Marion Rosenke

    Aufgrund der Corona-Politik war ich schon länger nicht mehr im Ashram und weiß deshalb nicht, welche Diskussionen mit welchen Argumenten dort konkret stattfinden. Doch offenkundig haben diese mit der aktuellen politischen Lage zu tun, denn ansonsten würde der Vorstand kein Statement zu Meinungsfreiheit, Demokratie und sog. Verschwörungstheorien abgeben. Über den letztgenannten Begriff bin ich sehr überrascht, und dies nicht im positiven Sinne. Nicht nur, dass der Vorstand diesen negativ besetzten Begriff aus den Massenmedien übernimmt, welcher dort zur Diffamierung regierungskritischer Stimmen herangezogen wird. Nein, er hinterlegt diesen auch nicht mit Inhalten. Es sollte allen Beteiligten klar sein, dass die Etikette des Verschwörungstheoretikers ein Denkverbot ausspricht und eine sachliche Auseinandersetzung mit Inhalten schon im Keim erstickt. Von „außen her betrachtet“ bedaure ich dies außergewöhnlich und empfinde dies auch als undemokratisch. Überdies gibt es so viele „Ungereimtheiten“ in der ausgerufenen Corona-Krise, welche dringend wissenschaftlich, unabhängig, interesenkonfliktfrei auf den Prüfstand gehören, angefangen bei den nicht validierten, nicht für Diagnosezwecke zugelassenen PCR-Tests mit einer (hohen) Falsch-Positivrate. In meiner Eigenschaft als Juristin verfolge ich auch die juristischen Entwicklungen äußerst kritisch und nehme mit allergrößter Sorge Ermächtigungsgesetze, die Ausschaltung (Selbstentmündigung) des Parlaments sowie vollkommen zweckentfremdete Rechtsverordnungen wahr. Das alles hat mit Demokratie nicht mehr viel zu tun. Und weil es sich um einen globalen Prozess handelt, stellen sich natürlich Fragen nach den globalen Kräften, die dies bewirken. Das ist keine Verschwörungstheorie! Ich hätte mir, wenn schon ein solches Statement verfasst wird, sehr gewünscht, welche Meinungen / Argumente etc. als Verschwörungstheorie gelten sollen und warum man diesen nicht folgt. Vielleicht bietet es sich an, ein Forum zum Meinungsaustausch zu gründen? Nach meinem Dafürhalten stehen Demokratie und Bürgerrechte auf der Kippe und es ist einfach total wichtig, sich der Gefahr bewusst zu sein und – so gewünscht – für eben diese Werte zu kämpfen. Wäre dies, bei derart essenziellen Fragen, nicht auch yogische Pflicht? Allein auch um der Wahrheit willen? Ich bin nun weiß Gott keine Yogini und stehe ganz am Anfang des spirituellen Wegs, aber wenn ich die fünf Yamas und die fünf Niyamas betrachte und gleichzeitig wahrnehme, wie die Wahrheit teilweise verbogen wird, so kann ich nicht schweigen …

    • Dagmar Krishna Shakti

      Liebe Marion, herzlichen Dank fuer Deinen sehr sachlichen Kommentar. Ich bin ganz Deiner Meinung und nach 16 Jahren Yoga Vidya Treue bestuertzt, ueber die Worte des Vorstandes. Es ist die Wortwahl, die es ausmacht. Ich fühle mich Sivananda sehr verbunden und ich glaube nicht, dass dieser Text in seinem Sinne ist. Swami Devananda ist mit einem Ultraleichtflugzeug ueber die Berliner Mauer geflogen. Ein Friedensflug, er warf Blumen ueber der Mauer ab. Ist das auch Politisch? Ich brauche jetzt etwas Zeit, um mir im Klaren zu werden, wie ich mittelfristig mit den Aeusserungen des Vorstandes umgehe. Mich hat das zutiefst getroffen und enttäuscht.
      Namaste‘ Dagmar Krishna Shakti

  11. Wiedek Gerti

    Ich habe entsprechende Aussagen von Seminarleitern und Sevakas nicht gehört, es ist mir jedoch wichtig, dass Yoga-Vidya einen klaren Standpunkt bezieht. Danke dafür. In der im Statement des Vorstandes zitierten Satzung heißt es, dass „…. der Yoga Vidya e. V….. auf der Basis des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland und der freiheitlich-demokratischen Grundordnung steht.“ Diese demokratische Grundordnung sehe ich bedroht (auch in Österreich, wo ich lebe). Entsprechend geänderte Gesetze kann jeder nachlesen. Seit 15 Jahren besuche ich Seminare und Ausbildungen bei Yoga-Vidya und wurde bisher auf dem spirituellen Weg immer unterstützt und gefördert. Durch spirituelle Praxis komme ich nach und nach in meine Mitte und erfahre langsam, wer ich wirklich bin. Vor diesem Hintergrund würde ich in einem bedrohten demokratischen System, sollte es eines Tages an der Zeit sein, gewaltfrei und konstruktiv handeln. Auf diesem „Umweg“ leistet Yoga-Vidya einen „politischen Beitrag“. Direkte politische Meinungsbildung hat in einem Yoga – Vidya Seminar bestimmt keinen Platz. Liebe Grüße. Om shanti

  12. Dagmar Krishna Shakti

    Ich respektiere die Meinung von Yoga – Vidya und da ich Sukadev sehr schätze, glaube ich, dass er im Sinne von Swami Sivananda handelt. Lassen wir es also einfach so stehen. Ich sehe es jedoch für mich anders. Ich finde speziell unter uns Yogis nicht gut, dass man wegen einer anderen Meinung als Verschwörungstheoretiker hingestellt wird. Was für ein Wort – mittlerweile geben 100te von Ärzten und Professoren andere Meinungen ab, sie recherchieren und haben teilweise viel mehr Erfahrung vom Thema als unsere Bundesregierung. Vielleicht ist es ja doch anders als die meisten Menschen denken. Es gab immer Menschen wie Mandela und Gandhi. Man hat sie lange nicht verstanden, immer wieder angegriffen. Sie haben alles für Gerechtigkeit und Freiheit gegeben. Wir hätten noch heute die Mauer zwischen Ost- und West Berlin, hätte es nicht besondere Menschen mit einem großen Horizont und Verständnis gegeben. Diesen Menschen zollt meine Hochachtung. Vielleicht suchen wir gemeinsam, speziell zu diesem Thema die Wahrheit – verbünden uns, um einfach die Wahrheit ans Licht zu bringen. Ich glaube dass wir genau das all jenen schuldig sind, die unser Land nach dem Krieg aufgebaut haben und von dessen Arbeit wir alle profitieren. Ich habe im Yoga eines gelernt, und dafür bin ich Yoga – Vidya sehr dankbar. Das ist die Kraft der Verhältnismäßigkeit. Namaste`- Dagmar Krishna Shakti

  13. auch ich danke für diesen offenen weiten und klaren Kommentar. Natürlich sind wir alle der Versuchung durch die sozialen Medien ausgesetzt und auch ich hatte meine Schierigkeiten, mich von diesen sehr gut bearbeiteneden Verschwörungstheorien zu distanzieren es ging ja sogar so weit, das es sogar auf den Öffentlich rechtlichen zu sehen war. Als ich dann Offiziere der Bundeswehr in Uniform und im Dienst gesehen habe, die dann von Sachen reden, die an einer Paranioden Psychose erinnern, dann hört der Spaß aber für mich auf.

  14. Michaela

    Auch ich möchte danken für dieses Statement. Ich mache bei Yoga Vidya eine Ausbildung zur Yogalehrerin, war jedoch durch Äußerungen und Verhaltensweisen von einigen Sevakas (Mitarbeitern) sehr verunsichert und nahe dran, meine Ausbildung bei Yoga Viya abzubrechen. Selbstverständlich nimmt Yoga Vidya nicht zu tagespolitischen oder gar parteipolitischen Ereignissen Stellung, aber vieles von dem was einzelne Yogalehrer und andere Sevakas in letzter Zeit laut und deutlich geäußert haben, warf m.E.ein äußerst befremdliches Licht auf Yoga Vidya und es war und ist mir sehr wichtig, dass sich Yoga Vidya davon distanziert. Hätte es dieses Statement und andere Maßnahmen dazu nicht gegeben, hätte ich mich gezwungen gesehen, mich von Yoga Vidya zu distanzieren. Danke also, dass ich mich weiterhin Euch zugehörig fühlen kann.

  15. Prof. Dr. XXX

    „Spät kommt er, doch er kommt.“
    Danke für diesen längst überfälligen Kommentar.
    Mir als sehr kopflastiger Naturwissenschaftlerin ist es inzwischen schon peinlich, zuzugeben, dass ich eigentlich ganz gerne Yoga mache. Bislang konnte ich mit teilweise befremdlichem „Eso-Kram“ für mich ganz gut umgehen, aber in den letzten drei Monaten habe ich schon den Eindruck bekommen, dass Paranoide und Verschwörungstheoretiker unter den Yogis keine isolierten Einzeltäter sind. Bei Musikern (die unter der derzeitigen Situation mindestens genauso stark leiden wie die Yoga-Szene) habe ich solche Reaktionen noch nicht erlebt, obwohl die das Prinzip der „Nicht-Verhaftung“ niemals für sich reklamiert haben und sich auch nicht für weise und erleuchtet halten. Woran liegt das?

  16. Anonymous

    Spät kommt er, doch er kommt.
    Danke für diesen längst überfälligen Kommentar!

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