Wie dir ein Meditationstagebuch zu regelmäßiger Praxis verhilft

Für Meditationseinsteiger ist die Herausforderung, jeden Tag den eigenen Schweinehund zu überwinden und trotz stressigem Tag für 10, 20 oder gar 30 Minuten zu meditieren, ja mitunter schon ziemlich beschwerlich. Zusätzlich nun also auch noch ein Tagebuch zu führen, klingt erst mal nach dem Gegenteil einer Vereinfachung des Meditationsrituals. In folgendem Artikel beleuchtet wir die Vorteile eines solchen Journals und weswegen es gerade für Anfänger, aber auch für Fortgeschrittene, so einige Erleichterung birgt.

In deinem Meditationstagebuch notierst du, wann du wie lange und mit welcher Methode meditiert hast. Vor allem aber wie dein Geisteszustand davor, währenddessen und danach war und ist. Warst du zuvor verärgert und schlecht gelaunt, während der Meditation spürtest du eine sanfte Beruhigung deiner Nerven und befandest dich danach in neutraler, bis gut gelaunter Verfassung, dann schreibst du das genauso auf, wie du auch notierst, wenn gar nichts passiert ist – natürlich ist es schön, wenn du die Verfassung noch ausführlicher und nicht nur mit zwei Attributen beschreibst. Nach jeder Woche resümierst du diese: was hat sich verändert, mit welchen Problemen hast du zu kämpfen, was erfreut dich … genauso kannst du auch nach jedem Monat ein Fazit ziehen.

Auf diese Weise erkennst du die kleinen Fortschritte durch die regelmäßige Praxis und bist motiviert, am Ball zu bleiben. Denn gerade zu Beginn, sind die Veränderungen durch die Meditation sehr subtil. Die großen Umschwünge und der unausweichliche Nutzen realisieren sich erst mit der Zeit und das entmutigt viele Aspiranten.

Doch dank des Tagebuches wirst du überrascht feststellen, wieviel sich durch die Meditation dann doch recht rasch verändert, wieviel Klarheit in dein Leben kommt, wie deine Emotionen immer sanfter werden, deine Belastbarkeit steigt. Durch den Report an das Tagebuch fokussierst du dich aber auch verstärkt auf das Jetzt und bist achtsam, um deinen Zustand später zu beschreiben.

Auch Gedanken und Ideen, die sich während der Meditation aufgedrängt haben, sind im Buch willkommen. Beim späteren Durchblättern des Buches, lassen solche Gedankennotizen einen oft wundern und häufig erkennt man aus der Retrospektive ganze Gedankenketten, die zu einem Ist-Zustand führten.

Hier noch einmal zusammengefasst die Gründe für solch ein Tagebuch:

  • Motivation durch das Erkennen der Fortschritte
  • Logbuch der Meditationsarten und -dauer und ihrer Wirkung auf dich
  • Verstärkte Achtsamkeit durch das Niederschreiben der Zustände vor, während und nach der Meditation
  • Notizbuch für Gedanken und Ideen während der Meditation

Probiere es doch einfach mal aus, gerade wenn du Mühe hast, eine regelmäßige Praxis zu entwickeln, kann diese Methode enorm hilfreich sein.

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