Yin Yoga und Mantra: Eine behutsame Herausforderung

Yin Yoga ist eine sehr wohltuende Yogapraxis – behutsam und sanft und gleichzeitig doch sehr herausfordernd. Mantras helfen dabei, länger in der Asana zu verweilen und verstärken mit ihrer Schwingung die jeweiligen Aspekte der Stellung.

Behutsam und sanft weil wir achtsam loslassen mit unserem Körper und in unserem Geist. Im Yin Yoga halten wir die Asanas länger, allerdings auf eine passive Art, so dass wir nur minimalen Muskeleinsatz brauchen. So fällt es uns leicht länger in den Asanas zu bleiben! Manchmal 3 Minuten, manchmal 6 Minuten und manchmal sogar 10 Minuten.

Auf diese Weise haben wir die Möglichkeit auf tiefer Ebene loszulassen: Körperlich erreichen wir so vor allem das tiefliegende und alles durchziehende Bindegewebe, dass sich in der Praxis weiten und loslassen darf. So können sich Verspannungen lösen von denen wir vielleicht sogar dachten, dass sie nun mal eben zu unserem Körper gehören.

Das erlösende Moment des Yin Yoga liegt dabei in dem Erleben, dass ich die körperlichen Grenzen von ganz allein verschieben, also das Lösen der Verspannung keine Aktivität braucht. Es braucht nur unser Gewahrsein und unsere Geduld. Und so ist wohl die Herausforderung des Yin Yoga das Bleiben, das Nicht-Ändern und Nicht-Handeln.

Wenn wir in der Praxis „einfach nur“ genau vor unserer Grenze bleiben und sie betrachten, werden wir bemerken, dass sie sich von allein verschiebt – vielleicht sogar auflöst, eben weil wir nicht „wollen“, sondern „lassen“.

Zeit für Ruhe und Reflexion

Dies widerspricht zumeist unserer heutigen Alltagsgewohnheiten: wir wollen immer etwas, haben ein Ziel, wollen weiter, wollen mehr oder wollen etwas anderes als das was wir gerade haben. Wir sind häufig daran gewöhnt, mehr zu geben als 100 % und so unsere Grenzen zu überschreiten. Vielleicht spüren wir unsere Grenze auch gar nicht mehr wirklich – hier kann Yin Yoga eine intensive Hilfe sein.

In der Yin Yogapraxis haben wir also Zeit. Zeit in der auch unser Geist zu Ruhe eingeladen ist, aber auch zur Reflexion. Auch geistig können wir die Praxis nutzen unsere Grenzen, aber auch unsere Möglichkeiten zu betrachten und ganz bewusst wahrzunehmen.

Jede Asana bringt verschiedene Aspekte, Themen und geistige Wirkungen mit sich in die wir eintauchen können in dem wir die generellen Themen der Asana mit unserer individuellen Ebene des Themas verbinden. So können wir in der Praxis immer wieder Momente von geistiger Klarheit und Einsicht erleben – kleine Momente von Erleuchtung.

Mantra-Begleitung zu den Asanas

Um diesen Gesamtprozess sanfter erleben zu können und ihn gleichzeitig noch intensiver zu gestalten sind die Asanas mit ihren verschiedenen Themen von genau passenden Mantras begleitet. Mantras sind uralte Klangschwingungen – Worte oder Silben, die uns ihre ganz eigene Energie schenken können.

Die Energie der Mantras wirkt auf unseren Körper sowie auf unseren Geist und schwingt diese im wahrsten Sinne des Wortes auf das jeweilige Thema ein. Unser Körper und Geist werden durchlässiger für das Wissen, das über alles hinausgeht. So können uns tiefe Einsichten leichter erreichen!

Und das Schönste ist, die Mantras geben uns gleichzeitig die Kraft, die Einsichten auch leichter anzunehmen, zu verdauen und diese dann idealerweise auch in die Tat umzusetzen und unseren Alltag zu ändern.

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Über Pranavi

Pranavi Verena Antonia Deventer ist Yoga Lehrerin (BYV), Yin Yoga Lehrerin, Yogatherapeutin, spirituelle Lebensberaterin, Meditationskursleiterin und Mantra Yoga Lehrerin. Für sie ist Achtsamkeit in der Praxis sehr wichtig und die Verknüpfung mit den individuellen Lebensthemen, um die Yoga Praxis auch über die Matte hinaus lebendig sein zu lassen. Pranavi praktiziert Yoga und Meditation täglich seit 2012 und lebte im Jahr 2019 auch als Sevaka bei Yoga Vidya in Bad Meinberg. Seitdem lebt und arbeitet sie als Yogalehrerin mit einem Schwerpunkt auf Mantra Yoga und Meditation. Ihre Unterrichtsweise ist persönlich, ermutigend und immer auf Augenhöhe.

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