Anregungen gesucht für Buch „Gelassenheit entwickeln“

Ich schreibe gerade an meinem neuen Buch: Der Königsweg zur Gelassenheit. Soll im Herbst nächsten Jahres raus kommen. Ich bin gerade beim Thema: „Gelassenheits-Tipps für den Alltag“. Hast du auch einen Tipp für Gelassenheit im Alltag? Bin für jede Anregung dankbar. Om Shanti, herzliche Grüße Sukadev

14 Kommentare zu “Anregungen gesucht für Buch „Gelassenheit entwickeln“

  1. Premajyoti

    Liebe/Lieber Anonymus,

    das finde ich ganz bemerkenswert, danke für deinen offene Erzählung
    ja, es sind solchen Alltagssituationen, die einen erkennen lassen,
    wie weit man auf seinem spirituellen Weg Fortschritte macht.

    Ich erkenne auch immer, wenn mich Menschen noch aus der Fassung bringen
    und wo ich noch nicht liebevoll und achtsam mit mir und anderen bin.

    Da hilft mir auch das lebende Beispiel von Sukadev sehr.

    Om Om Om

  2. Anonymous

    Namasté,

    mit viel Interesse habe ich die Beiträge gelesen und habe viel Positives entnommen. Auch ich freue mich sehr auf Dein Buch, lieber Sukadev, und ich hatte gestern in Essen die Gelegenheit Deinen überaus interessanten Vortrag life zu hören. Es fällt mir hier und da sehr schwer Gelassenheit zu entwickeln. Ein einfaches Beispiel aus meinem Alltag: 2 mal in der Woche besuche ich in meiner Mittagspause meinen 84 jährigen Vater. Ich bringe Kuchen mit und wir trinken zusammen Kaffee. Er hat absolut schlechte Angewohnheiten. Er isst nicht nur sehr schnell, sondern auch sehr laut!!!!…..und spült jeden Bissen mit Kaffee hinunter, redet immer mit vollem Mund, teilweise fällt ihm das Gebiss dabei herunter, worüber er nur lachend sagt, da fielen ihm wieder die Zähne ins Wort. Aber für mich ist das alles andere als lustig. Auf dem Weg zur Toilette lässt er die Winde wehen und rülpst ….ich mache dann das Fenster weit auf, damit es erträglicher wird. Wenn das alles nicht wäre, wurde ich ihn viel lieber besuchen, denn er kann viele Geschichten von früher erzählen und ist das letzte Bindeglied zu meiner schon lange verstorbenen Mutter. Ich habe den Rat einer Freundin ausprobiert: Ich hülle ihn in göttliches Licht und göttliche Liebe und ich verzeihe ihm sein Verhalten, das mich schon so viele Jahre stört. Ich versuche gelassen zu sein und mir selbst zu verzeihen, dass es mich so gestört hat. Ich bitte auf dem Weg dorthin jedes mal um Gelassenheit, Nachsicht, Frieden und innere Ruhe. Ich kann ihn nicht ändern, ich kann nur meine Einstellung zu dieser Situation ändern. Es hat geklappt, es stört mich nicht mehr, ich fühle mich wie ein außenstehender Beobachter, der alles mit Nachsicht betrachtet. Ich freue mich wieder auf unsere Begegnungen und hoffe, dass es so bleibt. Das hätte ich nie für möglich gehalten.

  3. Chandravalli

    Lieber Sukadev
    Gelassenheit ist, wenn ich ge-lassen bin. Wenn ich loslasse, kann ich mich (mit allen Poren) öffnen. Für das, was mir begegnen will. Für das, wie es mir begegnen will. Wenn ich nichts (bestimmtes) erwarte, bin ich bereit für das, was mich erwartet. Heiteres Staunen!
    Darf ich davon ausgehen, dass in Deinem Buch integraler Yoga ohnehin die Grundlage dafür sein wird?
    Als „schnelle“ Tipps für den Alltag passen dazu möglicherweise Affirmationen (mir helfen sie):
    – Alles ist kostbar – ich bin jederzeit beschützt – ich bin lebendig und frei – ich betrachte meine Welt mit Liebe – Liebe entfaltet sich überall in meiner Welt – ich bin im Frieden – es gibt immer eine Möglichkeit – ich bin im kreativen Fluss mit der göttlichen Energie – ich bin im Einklang – usw.
    Der Phantasie seien keine Grenzen gesetzt.
    Viel weitere Inspiration
    wünscht Dir
    Chandravalli

  4. Hallo,
    mir geben die täglichen Inspirationen auf der web-Seite von yoga-vidya sehr viel Gelassenheit.
    Morgens mit einer wunderbaren Idee in den Tag starten: das gefällt mir sehr!
    Da ich es liebe zu lesen und Wissen zu erwerben, werde ich auch bei den
    „großen Wahrheiten“ von Svami Shivananda oder anderen ganz ruhig – der Alltag
    scheint nach der Lektüre ( oder auch nach dem Hören) viel leichter.
    Auch das Betrachten der Vögel, die auf unseren Balkon kommen, um ihr Futter
    zu picken, ist wunderschön (zur Zeit kommen jeden Tag mehrmals ein Rotkehlchenpaar und ein Meisenpaar ) – ganz besonders, weil wir in der Großstadt leben. Die gleiche Freude und Gelassenheit fühle ich beim Blick auf die Bäume vor unseren Fenstern, mit denen ich mich verbunden fühle.
    Für viele Menschen ist die Musik sehr wichtig, um „abzuschalten“ und der Kontakt oder die Pflege von Tieren – insbesondere für die „Nicht-Yogis“ sind dies „Gelassenheits-Inseln“ im Alltagsleben. Auch ich freue mich sehr auf dein Buch.
    Liebe Grüße , Rosi

  5. Hallo Sukadev,

    sehr banal und wahrscheinlich hast Du schon selber daran gedacht: ich habe festgestellt, dass ich viel gelassener bin, seitdem ich meine Ernährung umgestellt habe und mich überwiegend pflanzlich ernähre und Fleisch gänzlich meide! 🙂 Außerdem hilft mir auch Sport enorm. Tae Bo ist super, um Aggressionen abzubauen. Im Beruf finde ich die konstante fachliche Weiterentwicklung wichtig, das gibt Selbstsicherheit und dadurch wird man auch gelassener und meistert stressige Situationen besser. Wenn es gar nicht mehr anders geht: den Stress einfach mal zulassen und nicht krampfhaft versuchen, noch am gleichen Tag eine Lösung zu finden. Am nächsten Tag sieht die Welt immer anders aus und man kann das Geschehene aus einem ganz anderen Blickwinkel betrachten. Wenn mir noch etwas einfällt, schreibe ich noch.

    Liebe Grüße

  6. Ich freue mich auch auf das Buch!
    Die Anregungen von euch finde ich absolut gut. Ich will einige von ihnen ausprobieren, unbedingt!
    Da ich lange Zeit in sehr feindlichem Umfeld leben und arbeiten musste, habe ich folgende praktische Blitz-Methoden entwickelt:

    – Mantras. Falls man direkt angegriffen/angefeindet wird: tief einatmen und im Geist mehrmals ein Mantra wiederholen „ich bin der Himmel, ich bin der Fels“ (natürlich kann man sich was anderes ausdenken. Etwas, was den Geist beruhigt);
    – Leichtigkeit. In einer belastenden Situation „verlässt man den eigenen Körper“ und sieht sich das Ganze „von oben“ an. Sofort wird die Situation nicht mehr so bedrohlich, man gewinnt an Leichtigkeit und…man wird automatisch tief durchatmen und macht den Rücken schön lang und gerade;
    – Humor. Jede Sache hat immer eine komische Seite. Wenn man sie findet, wird man sofort lockerer und entspannter. Man wird nicht „erstarren“, der Körper wird lockerer, man atmet tiefer und lächelt innerlich. (Z. B man kann sich einen schwierigen Chef in rosa Unterwäsche vorstellen, oder in einer besonders peinlichen Situation).
    Ich würde mich freuen, wenn Sukadev auch meine Blitzmethoden interessant findet.
    Viel Erfolg und Inspiration beim Schreiben,

    Herzlichst
    Om Shanti
    Babette

  7. Lieber Sukadev,

    Wie heißt es so schön: „Yoga heißt Geschick im Handeln“. Speziell durch Yoga, egal in welcher Form, habe ich die Möglichkeit die vielen kleinen Situationen kennen zu lernen, wo ich „nicht ganz so geschickt“ handele oder wo, ein Schritt weiter gedacht, wo ich noch geschickter handeln kann, sei es mit mir oder mit meiner Umwelt (meine Freunde, meine „Feinde, meine Ernährung, meinem Energieverhalten, …). Dabei ist natürlich zu bedenken, dass selbst der ungeschickte Umgang mit Anderem, wieder ein Schatten auf sich selbst zurück wirft und ich erkenne, dass ich letztendlich ungeschickt mit mir selber handle. Es gibt also genug zu tun, um eigenes Handeln oder nicht Handeln geschickt zu machen.

    Was hat das nun mit Gelassenheit(sübung) zu tun?
    Ich sehe dort ein riesiges Meer voller Möglichkeiten zu jeder Zeit an Bewusstheit und Gelassenheit im Alltag zu üben.
    Was passiert, wenn ich eine dieser Situationen erkenne, die ich als „ungeschickt“ bewerte? Ich will sie „verbessern“, ich scheiterte vielleicht, vergesse sie in der nächsten Sekunde, ich will perfekt sein, ja ich setzte mich sogar unter Druck, werde wütend auf mich Selbst – eine tolle Gelassenheitssübung! Ein Paradadoxon. Ich erkenne Situationen ungeschickten Handels, arbeitet daran und generiere neue – ein tolle Gelassenheitssübung!
    Ein Hamsterrad (oder negativ Teufelskreis), dieses zu erkennen, bringt mich persönliches von mal zu mal in ein Bewusstseinszustand zurück, wo ich die Chance bekomme an Gelassenheit zu üben und dieses Rad kurz innehalten zu lassen. Statt Wut, Ärger oder anderen Reaktionen, die mir nicht gut tun, Bewusstsein und Gelassenheit üben. Ich will ja geschickter handeln, will daran arbeiten und dies nicht in Ärger und daraus resultierenden Schmerz (Du nennste es wahrscheinlich Leiden) enden zu lassen, das wäre alles andere als geschickt.
    Warum nicht einfach akzeptieren, dass ich hätte geschickter Handeln können und sich auf die nächste Chance freuen, die vielleicht jetzt schon in diesem Moment sein kann, es „besser“ zu machen. Gelassenheit zu entwickeln und zu üben. Vielleicht ist es dann beim nächsten auf einmal anders, und man merkt, es ändert sich was, bemerke, wenn ich in jetzt in mein altes Leidens-Muster
    gefallen wäre, hätte ich diesen neue Gefühl nicht miterleben können.

    Ich hoffe es klar was ich meine: Durch das Yoga bekommt ich das Bewusstsein für die Dinge die hinterfragt werden können. Ich bekommt die Chance daran zu arbeiten und kann genau beobachten wie ich dann mit dem Erfolg und Misserfolg umgehe. Und da kann ich wunderbar an Gelassenheit üben. Entweder belasse ich alles beim Alten, das ist auch in Ordnung oder ich bin neugierig und schaue wohin mich stattdessen Gelassenheit anstatt der alter Muster bring. Ich kann nur für mich sprechen: Es lohnt an Gelassenheit zu üben!

    Liebe Grüße
    Daniel

  8. Premajyoti

    Danke Liebe Monika.
    🙂

  9. Wie aufregend ist das Leben, wenn nicht immer alles nach Plan läuft! Ich kann ganz einfach darauf vertrauen, dass alles Gute zu mir kommt. Oft legen wir fest, welche Zukunft gut für uns sein soll und arbeiten an deren Verwirklichung. Jedoch kommt es dann vor, dass man aufgrund ‚höherer Gewalt‘ nicht zu diesem, sondern zu einem ganz anderen Ziel kommt. Das könnte man dann als Rückschlag oder Niederlage auffassen…oder als großen Gewinn. Solche Entscheidungen, die nicht in meiner Hand liegen, kann ich einfach als Gabelungspunkte in meinem Leben sehen, die in eine neue Richtung weisen. Außerdem konnte ich beim Hinarbeiten auf ein Ziel wichtige Dinge lernen, wobei das Ziel an sich wohl gar nicht so wichtig war wie ich zunächst dachte. Gut, dass Gott immer weis – oft eben besser als mein Wachbewusstsein – was gerade gut für mich ist. Dieses Wissen nimmt dem Leben Verbissenheit und macht jede Herausforderung spannend.

    Liebe Grüße,

    Maria

  10. Liebe Premajyoti,
    das sind wirklich wunderbare Anregungen,
    herzlichen Dank dafür!!
    Lichtvolle Grüße,
    Monika

  11. Premajyoti


    z. B. vor einem schwierigen Gespräch,

    sich das Gespräch erst im Geist vorstellen,

    sich das Geschehen positiv lösungsorientiert im Geist visualisieren, gedanklich durchspielen..

    ab und zu positive Selbstgespräche führen……..

    🙂

  12. Premajyoti

    und noch etwas,
    🙂

    kleine Lichtduschen für Zwischendurch,
    z.B bei Einsamkeit,

    rosa Licht fließt durch mein Kronenchakra, erfüllt meinen Geist, Körper,

    Dunkelblaues Licht für Schutz und Sicherheit,
    Goldenes Licht zur Aufladung,
    weißes Licht durchflutet meine Aura oder Einhüllung mit dunkelblauem Kokon

    Auftanken mit Sonnenlicht, Arme ausbreiten, Sonnenstrahlen einladen,

    oder

    sich rechts im Kreise drehen, wie die Sufis und alles belastende wegdrehen,
    Wasser reinigt meine Aura beim Händewaschen, Duschen…

    Visualisation von Schutzengeln, die hinter mir stehen,

    Stille zwischendrin, hören auf Gott, lauschen auf Gottes Stimme…..
    OM OM OM

  13. Premajyoti

    Lieber Sukadev,

    hier ein paar altbekannte Ideen….

    -vor dem Aufstehen, bewusst kurz liegenbleiben, 5 Dinge überlegen für Dich ich in meinem Leben dankbar bin

    – vor jeder Handlung (bzw immer öfters) bewusst kurz innehalten, atmen,
    Handlung beginnen und kurz inne halten bei Abschluss der Handlung
    wie bei den Asanas, wie gehe ich hinein, wie halte ich sie und bewusst wieder hinausgehen

    -bei unangenehmen Tätigkeiten, wie z.B Hausputz, sich selbst erst motivieren, dann mit Offenheit daran gehen und sich auch im nachhinein loben und während der Handlung denken, Prana fließt, Handlung bewusst tun, alles besonders körperliche Tätigkeit, kann Meditation sein, Gelegenheit Mantras zu singen beten etc…

    -Essen . Gebet vor dem Essen, bevor man loslegt, Dankbarkeitsgedanken, wer das Essen geliefert hat, angepflanzt, bearbeitet etc.. hat , bewusst Essen und bewusst kurz innehalten nach dem Essen, dem Körper danken für die Verdauung usw…

    – vielleicht auch einfache Svara-yogaelemente mit einbringen, vor dem Aufstehen, durch welches Nasenloch atme ich, rechts, rechtes Bein aufstehen, während des Tages zb.
    rechtes Nasenloch frei, gut für sportliche Tätigkeiten etc.. linkes gut für mentale Tätigkeiten

    -während des Tages immer mal wieder innehalten bewusst atmen, auf Schönheit achten, wie die Natur, Blumen, Bäume, Dankbarkeit ausdrücken

    – am Abend sich kurz Zeit nehmen, den Tag Revue passieren lassen,
    Gefühle zulassen, evt. sich oder anderen vergeben

    -vor dem Einschlafen oder auch zwischendurch Hände auf das Herz legen, sich sagen, alles ist Gut, ich bin in Sicherheit, Gott liebt mich……….

    Om
    Freue mich auf Dein neues Buch.
    Herzliche Grüße
    Premajyoti..

  14. Villeicht wäre ein kleiner Abschnitt zum Thema erhöhte Herzfrequenz und Atmung nützlich. Also: wie bringe ich meinen Herzschlag durch eine kleine kombinierte Atem- und Bewegungsübung wieder runter und werde so wieder ruhiger. Gruß und viel Spaß beim Schreiben!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.