Divya Seva – Vom Herzen dienen

Indische Rituale sind genauso wie Hatha, Karma, Bhakti, Jnana, Raja und Kundalini Yoga ein wichtiger Bestandteil des integralen Yogas, welcher in der Tradition von Swami Sivananda über einen direkten Schüler von ihm an Sukadev weitergegeben worden sind und besonders in schwierigen Zeiten gerne als Kraftquelle und Inspiration für die Vertiefung der eigenen Praxis genutzt werden.

Wichtig bei Ritualen ist, dass es hierbei darum geht, mit Bhakti, also Hingabe, der materiellen Manifestationen unserer Erde genauso wie allem immateriellen Unmanifestierten unsere bedingungslose Wertschätzung zu schenken.

Indische Rituale gehen einher mit Rezitationen uralter Mantren, welche sowohl den Zuhörer als auch den Ausführenden schon durch die richtige Ausprache allein in einen anderen, höhere Bewusstseinszustand versetzten können.

Hierbei geht es um Schwingungen, welche sich über die Sprache, den Lauten und Lautabfolgen positiv auf unser gesamtes System auswirken.

Klänge wirken auf Körper und Geist

So manch einer kennt die Experimente um die Auswirkung verschiedener Klänge auf die Strukturen von Wasser, bspw. des japanischen Wissenschaftlers Dr. Emoto Masuro, bei welchen sich je nach Schwingung die Moleküle von Wasser mal mehr, mal weniger sortiert anordnen.

Der menschliche Körper besteht zu einem Großteil, fast 70%, ebenfalls aus Wasser und somit ist es ganz einleuchtend, dass sich Musik, Klänge und auch Sprache, welche diese übermittelt, auf unseren physischen Körper auswirken und somit auch auf unseren mentalen Zustand.

Diese Erfahrung wird jeder bestätigen, der schon mal auf einem Rockkonzert war, als auch mal in den Genuss eines klassischen Konzertes oder einer Oper kam.

Musik benötigt keine Sprache, keinen intellektuellen Sinn. Musik überträgt durch Frequenzen, Klänge und Takte Stimmungen und Emotionen. Es macht uns glücklich, freudig, traurig, nachdenklich und hat die Kraft, uns in noch viele andere Emotionen zu versetzten.

Mit indischen Ritualen ist es genauso

Ebenso ist es mit den alten indischen Ritualen. Natürlich werden auch konkrete Teilaspekte der Schöpfung in Form von Gottheiten angerufen und zelebriert.

Da wäre bspw. Shiva als die Manifestation göttlichen, absoluten und somit menschlichem Bewusstseins.

Oder die Shakti in einer ihrer Manifestationen als weibliche Gottheit, welche die schöpferische Kraft hinter allem versinnbildlicht, ohne welche nichts existieren könnte.

Es geht bei Ritualen auch und besonders darum, dem was unserem Leben einen Sinn gibt, wie der Liebe, der Erfahrung, dem Wissen, der Weisheit und der Kraft, richtig zu entscheiden und zu handeln, unsere aufrichtige Dankbarkeit entgegenzubringen.

Niemand kann mit absoluter Gewissheit sagen, wo wir herkommen und wo wir hingehen werden und vor allem, warum alles um uns herum existiert. Und gerade deshalb darfst du jeden Tag in Dankbarkeit verbringen.

In Dankbarkeit für alles, was dich ausmacht, was du erlebst und fühlst und dem deine liebevolle Aufmerksamkeit und Achtsamkeit schenken.

Darum geht es bei indischen, traditionellen Ritualen.

Es geht um Bewusstsein

Bewusstheit und Gegenwärtigkeit in unserem Leben zu erfahren, gehört dabei genauso dazu, wie Demut zu entwickeln vor der Unendlichkeit und Unerklärbarkeit unserer Existenz.

Du darfst dir immer wieder bewusst machen, dass du nur einer von vielen Milliarden Menschen bist, ein Individuum, welches zusammen mit vielen anderen Individuen das Glück hat, die Erfahrung zu machen, die es grade macht.

Denn seien wir mal ehrlich: wie wahrscheinlich ist es, dass ausgerechnet du in genau diesem Moment genau dort wo du gerade bist genau diesen Artikel liest, der auch noch genau von mir geschrieben wurde?

In Anbetracht der wahrscheinlichen Unendlichkeit des gesamten Universums und allen Möglichkeiten, welche sich aus dieser Unendlichkeit ergeben, schon höchst unwahrscheinlich.

Werde dir dessen in Dankbarkeit bewusst und bedanke dich beim Unerklärbaren. Tue dies mit Hingabe und einem Gefühl tiefer, bedingungsloser Liebe, wie du Sie zu deinen Kindern und den liebsten Menschen in deinem Umfeld empfindest und schon weisst du, was es bedeutet, ein Ritual ehrerbietiger Wertschätzung von allem was ist, war und sein wird, auszuführen.

Kultiviere diese innere Haltung so gut es geht, integriere sie in deinen Alltag und du wirst schnell bemerken, wie sich die Dinge in deinem Leben für dich und dein Umfeld zum Positiven verändern werden.

In diesem Sinne,
Alles Liebe,
Om Shanti,

Akim Namaskār

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Über den Autor

Akim Namaskar lebt seit 2019 als Sevaka bei Yoga Vidya in Bad Meinberg und ist Yogalehrer aus Passion. Sein spiritueller Werdegang begann 2016 mit der Einweihung in die Heiltechnik des Reiki nach Usui Mikao. Er beschäftigt sich viel mit (Selbst-) Heilung, Energiearbeit und Familienstellen und bringt seine Erfahrungen gerne mit viel Bhakti in seine Unterrichtsstunden mit ein. Sein Motto: Teach, what you practice, practice what you teach.

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