Jaya Ganesha und der spirituelle Weg – Teil 3

An zweiter Stelle kommt Subrahmanya oder Sharavanabhava. Er ist der Bruder von Ganesha und steht für die Beseitigung aller negativen Einflüsse auf der physischen (äußeren) und auch der feinstofflichen (inneren) Ebene. Er symbolisiert die in uns innewohnende innere Stärke und Kraft, weiterzumachen, auch wenn Zweifel, Mutlosigkeit oder Ohmacht kommen.

In dem Bewusstsein dieser Kraft schreiten wir auf dem spirituellen Weg voran, Schritt für Schritt, auch wenn Krisen da sind. In der Praxis hilft hier, sich an Gott, besonders in der Form von Subrahmanya, zu wenden und besonders intensiv und regelmäßig zu praktizieren.

Nun folgt Saraswati, die Göttin der Künste und der Weisheit. Es ist die in uns innewohnende Kraft, die unsere schlafenden Fähigkeiten und schlummernden Talente erweckt. Und über die Entfaltung der Fähigkeiten gelangen wir zu höherer Erkenntnis und Weisheit. Aus eigener Erfahrung und Beobachtung anderer Aspiranten weiß ich, dass durch die Yogapraxis sich unglaubliche Fähigkeiten entwickeln. Also Dinge, von denen man geglaubt hatte, dass man diese niemals beherrschen wird, sie einem nicht liegen usw. Es ist unsere eigene Kreativität, also die schöpferische Kraft, die sich entfaltet. So symbolisiert Saraswati auch die Bereitschaft, offen zu sein für Neues und immer wieder mit Neugierde und Staunen lernen zu wollen.

An dieser Stelle folgen dann auch die anderen weiblichen Götteraspekte wie Durga (göttliche Mutter, Schutz und bedingungslose Liebe) und Lakshmi (Schönheit, Natur, Fülle, Wohlergehen). Sie sind alle Formen der Shakti, der makro- und mikrokosmischen Energie. Shakti ist nicht nur Devi (Göttin), sie manifestiert sich als Kraft hinter allem, so auch als Willenskraft (Iccha), Handlung (Kriya) und Erkenntnis (Jnana). Sie ist ursprünglich (Adi), transzendent (Para), Illusion (Maya) und Befreiung (Guru).

Wenn wir auf dem spirituellen Weg voranschreiten, erkennen wir mehr und mehr die Fülle der Natur, dass wir mit allem versorgt sind, was wir wirklich brauchen. Dass das Leben an sich ein Geschenk ist, das sich selbst beschenkt.

Vortrag von Katyayani Ulbricht

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