Yoga im Frühling: Heuschnupfen

Ach, es könnte alles so schön sein. Frühlingserwachen, zwitschernde Vögel, sprießendes Grün. Müsste man beim Stichwort sprießendes Grün nicht gleich an Nasenjucken, Niesanfälle und geschwollene Augenlider denken. Warum bloß macht einem der Körper ausgerechnet jetzt das Leben so schwer? Wer weiß das schon. Aber wenn man schon mal Tabletten schluckt und Blumenwiesen meidet, kann man die ganze Geschichte eigentlich auch mit ein bisschen mehr Gelassenheit angehen – und Yoga gegen Heuschnupfen üben.

Zum Beispiel mit Jala Neti, die yogische Nasenspülung. Und mit Pranayama, yogischen Atemtechniken. Jala Neti macht man am besten gleich nach dem Aufstehen. Drei Runden, bei Bedarf auch gerne mit heilsamem Ringelblumen- oder Kamillentee. Die Ujjayi-Atmung ist ein Knüller in Sachen Heuschnupfen- und Asthma-Linderung und noch dazu eine der legendären Verjüngungstechniken im Yoga. Dann noch ein paar Runden Wechselatmung, um die Atemwege zu stärken und zugleich überflüssigen Stress abzubauen. Herrlich, so viel frische Energie im Körper. Fehlen nur noch die Sonnengrüße zum Start in den Frühlingstag und Rückbeugen wie Fisch, Kobra oder Halbmond, die das Herz und die Lunge öffnen. Und eine sehr hilfreiche Ernährungsumstellung auf frische Lebensmittel ohne Milch und Zucker.

Das Ganze ist vielleicht etwas aufwendiger als Tablettenschlucken. Dafür gibt es aber auch viel neue Kraft und Lebensfreude. Mal sehen, wie lange der so gestärkte Körper braucht, um sich auch mit herumirrenden Pollen und Blütenstäuben wieder zu versöhnen. Wenn einen bis dahin mal wieder der Hafer sticht, kann man dank Yoga viel gelassener darauf reagieren. Und so lange tief und bewusst atmen, bis Niesreiz und Jucken von alleine verschwinden.

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Dietlind Arndt lebt und arbeitet seit Januar 2010 bei Yoga Vidya in Bad Meinberg.

6 Kommentare zu “Yoga im Frühling: Heuschnupfen

  1. Ich mache Yoga, Nasenspühlungen und nehme Schüsslersalze.Zusätzlich habe ich es im letzten Jahr mit einer selber gemachten Meditation versucht. Diese hat mir auch noch Linderung verschafft. Ich gebe diese gratis ab unter http://www.pollenstresslos.ch
    Gruss, Christian

  2. Richard Friedel

    Ich persönlich habe die allerbesten Erfahrungen bei Atemnot als Auswirkung vom Heuschnupfen mit der Wechselatmung (nadi sodhanna, siehe Anleitung bei Vidya) gemacht. Selbstvertändlich wird die Nase gespült. Eine Wirkung der Übung ist eine Steigerung des Einatmungsvolumens. Ich trainierte geduldig solange, dass diese Wirkung eintrat und mit der Wirkung eines Sprays vergleichbar war. Das könnte ein langsamer Prozess sein! Die Wirkung wird aber durch insbesondere indische Studien wissenschaftlich belegt, siehe unten.
    Mit der Zeit gelang es mir, die reflektorische Wirkung der Nasenatmung bei der W-Atmung, gegen die Atmnot bei Pollenflug einzusetzen.

    Eine Internetrecherche nach der Kombination von „Wechselatmung“, oder „Uninostril beathing“ und „Giemen“ (d. h. wheeze) fordert mit etwas Zeitaufwand den Artikel im „Indian J Allergy Asthma Immunol“ über die Rolle von Pranayama in der Reha von Katiyar und Bihari zutage (http://medind.nic.in/iac/t06/i2/iact06i2p98.pdf).

    Im letzten Absatz vor der Literaturliste sprechen die Autoren hier von „Yogaatmung als einer
    einer persönlichen preisgünstigen und angenehmen Praxis, die zu wirklich erstaunlichen Ergebnissen führen kann.“

    Laut dem Artikel bei http://www.nmcth.edu/nmcj_articles_pdf/volume_wise/nmcj_vol10_no1/kupadhyay.pdf „Effect of alternate nostril breathing exercise on cardiorespiratory functions“
    K Upadhyay Dhungel u.a. stellt die yogische Atmung eine nichtkompetitive, preiswerte und genußvolle Routine, die wahrlich erstaunliche Resultate hervorbringt. Im vorletzen Absatz auf S. 26 wird von einem Verbesserung des Peakflows und einer reflexbedingten Entspannung der Muskeln der tracheobronchialbaumes durch Wechselatmung berichtet. RF.

  3. Nasenspülungen sind ganz großartig, ich benutze hierzu das Nasenspülsalz von Emser, günstig via Internet bei einer großen Zahl nationaler Versandapotheken zu bestellen. Alternative Salzpäckchen gibt es aber auch bei Rossmann, in anderen Drogerien und Apotheken. Der Vorteil dieser Päckchen ist, dass sie schon passend vordosiert für die Spülkännchen sind, somit ist Jala Neti äußerst angenehm und das Gefühl der freien Nase danach wunderbar. Und das nicht nur für Pranayama und Heuschnupfen, sondern auch beim Joggen, wo man einen sehr hohen Sauerstoffaustausch hat und sich sehr befreit fühlt.

  4. Hallo, schaut mal unter http://www.nozo-free.de ach. Da findet man ene gute Ergänzung zum oben beschibenen. Man tut es einfac in die Nase (spürt man kaum) und schon wird die Luft giltert, nebenbei auch noch erwärmt und befeuchtet.Bei mir hilft es sogar nachts gegen die zue Nase. Und es hat keine Nebenwirkungen, wenn es stört, immt man es einfach raus.

  5. Hallo Alli. Das mit der Nasenspülung ging mir ähnlich. Dann habe ich es aber einfach mal probiert und fand es gar nicht so schlimm. Mir hat das bei einer chronisch verstopften Nase sehr geholfen. Du solltest aber unbedingt testen, wie viel Salz du in das (lauwarme) Wasser gibst. Wenn keines drin ist, fühlt sich das ähnlich ecklig an, wie wenn man im Schwimmbad Wasser in die Nase kriegt. Wenn es zuviel ist, kann es schnell mal brennen. Ich drück dir die Daumen, dass es hilft!

  6. Mit Yoga habe ich meinen Heuschnupfen noch nie bekämpft. Ist aber einen Versuch Wert. Nasenspülungen finde ich allerdings eher gruselig. Grüße Alli

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