Yoga im Herbst: Tag und Nacht Gleiche

Morgen ist Tag und Nacht Gleiche. Wer sich ein wenig stärker mit der Natur verbunden fühlt, der kann gegen Abend ins Freie gehen, ein Feuer oder ein paar Kerzen anzünden und diese energetische Zeit einem den Göttern und Göttinnen der Fülle und des Wandels widmen. Lakshmi zum Beispiel oder Shiva.

Denn morgen stehen die Kräfte der Natur für einen kurzen Moment im Gleichgewicht. Tag und Nacht, Licht und Schatten, Wärme und Kälte halten sich die Waage. Ganz wie im Yoga. Da dreht sich ja auch alles um den wonnevollen Zustand von Harmonie und Gleichgewicht der Kräfte.

Und doch sieht man an der Tag und Nacht Gleiche: Es gibt keinen Stillstand in unserer dreidimensionalen Welt. Wo immer das Gleichgewicht der Kräfte herrscht, beginnt schon wieder der Wandel. Keine Ruhe ohne Bewegung und kein Leben ohne Sterben und Tod, so lautet das eiserne Gesetz in dieser Welt. Aussteigen unmöglich?

Wer weiß? Zum Glück bleibt es ja uns überlassen, von Zeit zu Zeit einen Schritt zur Seite zu treten – in dem Wissen, dass alles nur das immergleiche Spiel der Maya ist. Dafür ist jetzt genau die richtige Zeit. Wie wäre es mit einem meditativen Spaziergang in der Dämmerung? Mit dem Mondgruß oder mit weiblich fließendem Luna Yoga? Oder mit einer Meditation in einem Raum voll leuchtender Kerzen? Oder eben mit einem Ritual zu Ehren der Welt und ihrem Fluß?

In der Stille, im Kerzenschein, am Altar oder draußen am Feuer können wir manchmal spüren, was wir sonst vor lauter Aktivität und Beschäftigtsein so leicht vergessen: Es gibt keine Dunkelheit ohne Licht. Und kein Licht ohne Dunkelheit. Das Licht des Lebens leuchtet umso heller, je offener wir den dunklen Seiten in uns begegnen. Und es kann ein tiefes, sehr inspirierendes Glück sein, das man in einer gemütlichen Dämmerstunde in sich und in der Welt erfährt. Was könnten wir da Besseres tun, als der Welt, dem Universum und uns selbst für diese Erfahrung zu danken?

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Dietlind Arndt lebt und schreibt seit Januar 2010 bei Yoga Vidya in Bad Meinberg.

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