Yogamatten aus Kork

Aus Kork können Yogamatten hergestellt werden

Viele haben Zuhause schon Kork als Boden oder in der Küche für die Topf Untersetzter. Auch die Yogamatte aus Kork wird in Europa immer beliebter. Hier ist eine Übersicht über die Besonderheiten, Vorteile und Tücken der Kork-Yogamatte.

Kork ist ein sehr alter Rohstoff. Bereits im 2. Jahrhundert nach Christus wurden aus Südeuropa in die Welt getragen. Kork ist ein Naturprodukt. Um genau zu sein, beschreibt es eine Zellschicht knapp  unter der Rinde der Korkeiche. Diese Schicht wird dann für die Yogamatte auf einem Trägermaterial befestigt. Das heißt, die Unterseite ist meistens aus Naturkautschuk, PVC oder einem anderen Gummistoff.

Vorteile

Der Umweltaspekt steht auch bei Korkmatten wieder weit oben. Nicht nur, dass es ein nachwachsender Rohstoff ist, kann Kork auch zu 100 % biologisch abgebaut werden. Das Nachwachsen der Baum dauert nach jeder Ernte zwar 9 bis 11 Jahre, aber dafür ist die Ernte sehr ergiebig, sodass beispielsweise aus einer Eiche 3.000 Naturkorken produziert werden können. Die Schicht des Baumes, aus der Kork gemacht wird, dient zum Wärmeausgleich. Diese Eigenschaft nimmt die Matte zum Glück mit und hält dich Sommer wie Winter angenehm temperiert.

Kork ist Wasserabweisend, kann also mit einem feuchten Tuch sauber gemacht werden. Schweiß zieht nicht in die Matte ein und hinterlässt deshalb keinen unangenehmen Geruch. Hier versteckt sich ein kleiner Vor- und Nachteil der Kork-Yogamatten. Sie werden erst so richtig griffig, wenn etwas Schweiß oder Wasser auf der Matte ist. Für viel-Schwitzer ist sie also ein Traum, sobald sie schon richtig warm sind. Wer einen Korken in der Hand hatte weiß, dass diese Matten sehr leicht sind.

Nachteile

Die Oberschicht einer Korkmatte besteht, wie der Name schon sagt, aus Kork. Die Unterseite ist aus Gummi-ähnlichen Stoffen wie PVC, Naturgummi oder TPE. Dadurch ist es überhaupt möglich die Matte zu rollen und sie auf dem Boden an einer Stelle zu halten. Dennoch darf sie nicht geknickt werden, sonst bricht sie und geht kaputt. Wer auf Nummre sicher gehen will, sollte sich eine Tasche für die Kork-Yogamatte besorgen. Die Tasche schützt vor versehentlichen Knicken und hält die Matte generell ruhiger. Das ist bei Kork besonders wichtig.

Dieses Untermaterial sorgt auch dafür, dass die Matte eventuell nicht recyclebar ist. Manchmal werden die Stoffe mit chemischen Substanzen angereichert, die umweltschädlich für Mensch und Tier sind. Werden die beiden Schichten zusammengeklebt, riecht die Matte leider manchmal sehr lange unangenehm nach dem Kleber. Besser ist es, wenn die Materialien durch Hitze miteinander verschmolzen werden. Darauf sollte beim Kauf ein Auge geworfen werden. Grade bei Korkmatten gilt leider, Qualität hat seinen Preis. Die günstigen Kork-Yogamatten sind meistens verklebt, beschichtet, dadurch rutschiger und nicht rollfähig. Wenn die Matte weniger rutschen soll und trotzdem umweltfreundlich, gehen die Preise sehr schnell und sehr weit in die Höhe.

Worauf zu achten ist

Da Kork-Yogamatten erst richtig griffig werden mit etwas Feuchtigkeit, kannst du zu Anfang deiner Praxis etwas Wasser auf die Matte tröpfeln. So ist auch der erste Sonnengruß bereits fester. Achte am besten darauf, dass die Matte verschmolzen, nicht verklebt ist. Der Kleber kann unangenehm riechen und Hitze ist in jedem Fall besser für die Umwelt.

Einen Überblick über die verschiedenen Materialien bekommst du hier.

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