Impressionen vom Yogafestival Berlin

Am Wochenende strömten Yogis und Yoginis aus aller Welt zum wie man hört größten Yogafestival Europas nach Berlin. Da war Yoga Vidya Berlin natürlich dabei. Die Bad Meinberger und Berliner Messe-Teams sind drei Tage lang in die bunte Welt des Yoga eingetaucht, haben fleißig über die Vielfalt der Yoga Vidya Seminarangebote und Ausbildungen informiert und dabei auch noch  jede Menge Input, gute Laune und Sonne im Herzen mitgebracht. Hier ein paar Impressionen und Inspirationen…

38 Grad im Schatten und kein Schirm in Sicht. Na das ging ja gut los. Am Freitag Mittag haben wir noch ein paar Stunden reichlich geschwitzt hinter unserem Info- und Gewinnspieltisch – bis das Berliner Team mit Zelt, jede Menge Büchern und einem farbenfrohen indischen Sonnenschirm zur Rettung eilte. Ab da lief einfach alles wunderbar, denn das Yogafestival ist so etwas wie ein yogisches Sommermärchen: Yoga-Stunden im Baumschatten rund um die Uhr von morgens sechs bis nachts um halb eins: Yoga mit Mantrabegleitung, Asanas exakt mit Narayani, Mitternachtsyoga, Kundalini Yoga, Green Yoga, Acro Yoga und Yoga mit dem 108-jährigen Yogi  Swarupadanada, der drei Tage lang in größter Hitze wie ein fröhliches Hutzelmännchen (Er hatte wirklich einen goldenen Zylinder auf dem Kopf) zwischen Menschenmassen umherspazierte. Praktizierende Yogis zum Sonnenaufgang am See, Pranayama für Jung und Alt und jede Menge Musik.

Die Shantis haben zur Eröffnung gespielt und am Samstag Abend hatte Janin in Dave Stringers Band ihren großen Auftritt. Da tobte der Bär, während draußen in der warmen Nacht das Feuer fackelte und vom anderen Wannseeufer ein buntes Feuerwerk den neuesten WM-Sieg bejubelte.

Wer der Hitze, die indischen Verhältnissen in nichts nachstand, für eine Weile entkommen wollte, sprang einfach unter die Campingdusche. Die haben wohlmeinende Festivalorganisatoren direkt gegenüber vom Yoga-Vidya-Stand postiert. Dort wurde auch über die Yoga Ausbildung Berlin ab Januar gesprochen. Oder man ließ sich in den kühlen Innenräumen der Yogitea-Lounge ein Smoothie oder Mango-Lassi schmecken. Oder sprang gleich ein paar Meter weiter zwischen nackten Yogis und Berliner Familienpicknicks in den badewannenwarmen Wannsee.

Dann noch eine frische Kokosnuss, etwas selbstgemachtes Laddhu, frisch energetisiertes Wasser oder original indische Masala Dosha zur Stärkung? Jederzeit. Auch kulinarisch gesehen war das Festival das reinste Highlight. Zwischenzeitlich konnte man sich dann noch ayurvedisch und aurafotografisch beraten lassen, mit allen erdenklichen Yoga-Utensilien eindecken oder einfach mit ein paar Yogis und Swamis im Baumschatten ausruhen. Jeder nach seiner Facon.

Für die Meditation, obschon in aller Herrgottsfrühe angesetzt, brauchte man bei so viel bunter Lebendigkeit allerdings dann noch ein gesteigertes Konzentrationsvermögen. Und die wirklich tiefgehenden Ereignisse wie die Agni Hotra (ein unglaublich kraftvolles Feuerritual ähnlich einer Homa), Satsang und Segnung mit Mata Urmila Devi und die Podiumsdiskussion zum Thema „Frauen als spirituelle Wegweiser“ verlangten da manchmal schon ein paar ganz bewusst tiefe, zentrierende Atemzüge.

Wie gut, dass das Gelände von (und für) alle(n) Seiten offen war und man sich auch mal für ein Minuten einfach an den See oder in den Wald zurückziehen konnte. Wie gut tut diese Stille! Und nach so vielen Yoga-Erfahrungen, Begegnungen, Erkenntnissen und Erlebnissen kann es auch wunderbar sein, wieder gestärkt und inspiriert in den Alltag zurück zu kehren. Das Leben ist ein Fest. Und Gott sei’s gedankt ab und an – und nicht immer – auch ein großes buntes, fröhliches und ausgelassenes Sommer-Event.

Fotos vom Yogafestival Berlin:

Yoga Festival Berlin

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