Labyrinth im Westerwald Ashram

 

Seit einigen Monaten haben wir mit viel Mühe im Garten des Hauses ein großes Labyrinth errichtet. Labyrinthe sind e zum einen ein uraltes Symbol für die spirituelle Suche und zum anderen auch eine spirituelle Praxis des „nach innen gehens“ in mehrfacher Hinsicht. Ein Labyrinth ist nicht mit einem Irrgarten zu verwechseln, es geht hierbei nicht darum den richtigen Weg zu finden, sondern dem Weg zu folgen.  Wenn man durch ein solches Labyrinth wandelt, kann man sich sehr bewusst sein über die Beschaffenheit des spirituellen Weges an sich: Wir gehen Schritt für Schritt unseren Weg und sind dabei dem Ziel manches mal ganz nah und dann wieder weiter weg davon

 

Labyrinthe finden sich auf der ganzen Welt und haben vor allem eine magische und spirituelle Bedeutung. Labyrinthe gibt es schon seit über 5000 Jahren  und sie spielen beispielsweise in der griechischen Mythologie eine wichtige Rolle. Als ältestes Labyrinth bzw. Darstellung davon gilt die Felsritzung in einer Höhle auf Sardinien die auf etwa 3000 v.Chr. datiert wird. Im Altertum gab es Labyrinthe nicht nur bei den Griechen sondern zB auch bei den Römern in Pompej und bei den Ägyptern in der Pyramide von Amanamhet III. In vielen wichtigen Kirchen des Mittelalters wie zB im Dom von Sienna oder der Kathedrale von Chartre findet man zT. große Labyrinthe. In der Neuzeit gab es neben vielen Labyrinthen in Kirchen auch große Labyrinthe und Irrgärten in den Lustgärten der Renaissance…

Oft werden sie auch zum Schutz angelegt, so gab es in großen Römischen Villen große Steinlabyrinthe. Die Idee bei solchen Schutzsymbolen ist, dass  sich die Geister darin verirren mögen.

So möchten wir dich einladen bei deinem nächsten Besuch im Haus Yoga-Vidya Westerwald dir etwas Zeit zu nehmen um durch unser Labyrinth zu gehen und dich ganz auf die magischen Wirkungen einzulassen.

Das Labyrinth wurde von Haushaltsteam realisiert, Melanie hat auch mitgeholfen und ist jetzt in der Küche tätig.

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Im Labyrinth verliert man sich nicht
Im Labyrinth findet man sich
Im Labyrinth begegnet man nicht dem Minotauros
Im Labyrinth begegnet man sich selbst

Hermann Kern

Hinter jeder Biegung suchte ich
und fand Dich nicht!
Wie in einem Labyrinth irrte ich umher.
Es trieb mich vom Weg ab
in die andere Richtung
wie ich meinte
nach außen
nicht zu Dir,
den ich suchte.
Verzweifelt kletterte ich
über Hindernisse und Zäune
bis ich merkte,
ich war schon immer da.
Der Weg ist das Ziel!

Willigis Jäger

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