Yoga Wiki über Karma

Karma“ bedeutet Handlung und zwar sowohl auf körperlicher als auch auf geistiger Ebene. Karma kann aber auch das Ergebnis einer Handlung sein. Hinter Karma verbirgt sich das Gesetz von Ursache und Wirkung. Das Gesetz von Karma besagt: 1. Wir haben das, was uns widerfährt, selbst geschaffen. 2. Wir sind verantwortlich für das, was uns in Zukunft geschieht. 2. Wir wachsen anhand der Erfahrungen, die wir machen. Ergebnisse sind also nicht als Belohnung oder Bestrafung zu sehen, sondern als Möglichkeit zu wachsen.

Im Hinduismus heißt es, dass Karma sich in drei Schritten „organisiert“. Es gibt das „Sanchita Karma“, das als Speicher für die Handlungen oder Ergebnisse der Handlungen aus der Vergangenheit dient. Aus diesem Vorrat wird das sogenannte „Prarabdha Karma“ gespeist, das die Handlungen und Erlebnisse darstellt, die in diesem Leben passieren. Das Prarabdha Karma ist praktisch nicht zu verhindern. Es stellt das Schicksal für dieses Leben dar. Das Prarabdha Karma bestimmt den Charakter und die Lebensumstände eines Menschen. Der Mensch hat dann die Möglichkeit zu handeln und aus diesem neuen Handeln heraus entsteht neues Karma, das man „Agami Karma“ nennt. Agami Karma entsteht, wenn man aus einer Emotion oder einem Gedanken heraus handelt und nicht aus dem reinen göttlichen Bewusstsein heraus. So bestimmen unsere jetzigen Handlungen über unsere Zukunft, über unser Sanchita Karma, aus dem die nächsten Leben oder Lebensjahre gespeist werden.

Das Karma hat auch noch ein paar Untergesetze: 1. Alle physikalischen Naturgesetze gehören zu den direkten Gesetzen, die eine Auswirkung auf das Leben eines Menschen haben. Ein solches Gesetz wäre beispielsweise das Gesetz der Schwerkraft. 2. Dann gibt es das Gesetz der Gedankenkraft, das besagt, dass eine Sache zunächst als Gedanke existiert, bevor sie sich manifestiert, in der physischen Welt sichtbar wird. 3. Das Gesetz der Kompensation besagt, dass einem genau das wiederfahren wird, was man einem anderen zugefügt hat. 4. Das Leben an sich hat aber auch ein paar Aufgaben für einen parat, die es einem gibt, damit man sich weiterentwickeln kann. Das ist das sogenannte „Gesetz der Evolution“. 5. Gott kann einem auch durch seine Gnade Ereignisse schicken, die einen in der Weiterentwicklung fördern. Das ist das Gesetz der Gnade Gottes.

Dieses Konzept von Karma kann einem helfen, die Welt besser zu verstehen, geschickt und verantwortungsvoll zu handeln und somit eine positive Lebenseinstellung zu entwickeln. Nicht zuletzt kann einem das Konzept von Karma helfen, Antworten auf Fragen wie Schuld und Gerechtigkeit zu finden und einen ermutigen, auf dem spirituellen Weg weiter voranzuschreiten, indem man mehr und mehr lernt loszulassen. Es geht dabei vor allem um das Loslassen von Gefühlen und Gedanken und der Identifikation damit. So manifestieren wir kein neues Karma mehr. Mehr zum Thema findest du unter dem Stichwort „Karma“ in unserem Yoga Vidya Wiki. cw

1 Kommentar zu “Yoga Wiki über Karma

  1. Das Loslassen der Gefühle und Gedanken ist ohne Hilfe durch Entsagung und konsequente Meidung der Situationen, doch garnicht möglich !?

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