Eine Inspiration: Vom geistigen Frieden

Der Meister sprach: „Solange du flüchtigen Freuden hinterherjagst, wirst du immer wieder auf Schmerz treffen und leiden. Erfahre aufrichtig, dass Lachen und Tränen kommen und vergehen. In dieser Erfahrung selbst entwickelst du ein Gespür, das über alle Wahrnehmungen hinausgeht und sich als leises, einfaches Gewahrsein und sogleich als freie, ungreifbare und unangreifbare Natur deines Wesens ergründen lässt. Sei aller Dinge tiefer Grund und doch über das erhaben, was kommt und geht. Verweile bei jener Formlosigkeit, in der sich die Formen einander abwechseln.

Unzählige Gedanken schwärmen eifrig aus; wie summende Bienen bemühen sie sich um guten Ertrag. Dabei ist jeder Gedanke ein Bote der Vorstellung dessen, was du für die Wirklichkeit hältst. Ich sage dir: Hier ereignet sich ein sehr verworrenes Spiel. 

Der geistige Frieden besteht in der Unabhängigkeit vom Wandel – wenngleich du dem Wandel niemals im Wege stehen mögest und ihn sein lässt, was er ist. Wenn du Aufmerksamkeit auf deinen Atem legst, so wirst du keinerlei Vorliebe feststellen, weder für den Atemzug nach innen noch für den Hauch nach außen. Die Lebensenergie wirkt aus sich selbst heraus. Wisse um deine Heiligkeit, Teil dieser universellen Kraft zu sein. Wisse um die Unabhängigkeit deines Daseins, das über Körper, Geist und jegliche Vorstellungskraft hinausgeht. Wisse um die grenzenlose, undefinierbare und liebevolle Ganzheit, die du bist.“ (dg)

 

1 Kommentar zu “Eine Inspiration: Vom geistigen Frieden

  1. premajyoti

    wunderschön.

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