Ganesha Sharanam – Mantra Singen mit Bharata

Bharata singt das Mantra “Ganesha Sharanam” – “Ich nehme Zuflucht zu  Ganesha” in einem Satsang im Haus Yoga Vidya in Bad Meinberg.

Zu Beginn eines neuen Jahres und Jahrzehnts ist es hilfreich und gut, bevor die guten Vorsätze zum Neuen Jahr wieder in Vergessenheit geraten, sich bewußt zu halten, wozu ich Zuflucht nehme, wovon ich mir Glück erhoffe oder ersehne und woran ich mein Herz hänge.

Kann ich wirklich loslassen und von heute auf morgen etwas ganz Neues anfangen?  Stehen mir alle Türen offen, das zu tun, wozu ich gerufen werde? Oder habe ich das Gefühl, mich in einer Art Zwickmühle zu befinden, Tag auf Tag und Wochende auf Wochenende immer das Gleiche zu erleben?

“Ganesha Sharanam” – “Ich nehme Zuflucht zu Ganesha” kann bedeuten, dass ich mich öffne für eine Kraft außerhalb meiner Selbst. “Ganesha Sharanam” kann bedeuten, dass ich mich an eine göttliche Kraft  wende, die neue Wege ermöglichen kann, wenn Vieles ausweglos erscheint, die Türen öffnet, wenn Alles verschlossen scheint.  “Ganesha Sharanam” – ich nehme Zuflucht zu Ganeshakann so oftmals die Tür zum eigenen Herzen öffnen, wenn ich mich in diesem Bewußtsein an diese göttliche Instanz wende. Öffnet sich diese Tür zu meinem eigenen Herzen, kann ich erkennen, dass diese Kraft in mir selbst wohnt und dass alles möglich ist. Yes, we can!  Ganesha Sharanam

Für dich an diesem Tag alles Gute – und das an jedem neuen Tag.  Om Shanti, Omkara

Weitere Mantras kannst du in unserem Mantra Podcast anhören.

10 Kommentare zu “Ganesha Sharanam – Mantra Singen mit Bharata

  1. Yoga ist seit einem Jahr auch mein großes Hobby geworden!

  2. Das scheint ein Bereich zu sein, den mein Yoga Lehrer gar nicht anbietet. Muss ihn da mal drauf ansprechen

  3. Om liebe Sirene,

    ich weiß nicht viel über Mantras, da es darüber sehr viel zu wissen gibt. Was ich weiß, ist, dass jedes Mantra Schutz gewährt. Die Bedeutung des Wortes man-tra kann mit Schutzlaut wiedergegeben werden. Om Namo Narayanaya ist ebenso wie die anderen hier genannten Mantren ein Schutzmantra. Zu dem Mantra kommt noch die Bedeutung, ob nur “irgendein” Mantra rezitiest, singst oder “verwendest” oder ob es das dir persönlich gegebene Mantra ist. Du kannst so um ein Schutzmantra bitten oder auch bitten, dass jemand für dich ein Mantra rezitiert, wenn du dich im besonderen negativer Energie ausgesetzt siehst. Im Buddhismus gibt es beispielsweise das Mantra Om Mani Peme Hung – dies ist quasi frei verwendbar, du kannst es rezitieren und es wird dir Schutz bieten. Ebenso brauchst du keine Übertragung oder Mantraweihe für das Schutzmantra der Grünen Tara. Om Tare Tutare Ture Soha ruft den Schutz der Grünen Tare herbei. Doch eines noch: ich kann beobachten, dass jedes Mantra unterschiedlich auf mich oder in mir wirkt. Om Namah Shivaya beispielsweise kann mir helfen, Dinge anzunehmen, die ich nicht ändern kann, Om Namo Narayanaya hilft mir, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, es gibt mir einfach Power, Kraft Dinge anzugehen, die ich ändern möchte. Das Om Tryambakam umfasst alles für mich – neulich musste ich mich einer Operation unterziehen und vorab hab ich das Mantra im OP Raum gesungen und es half tatsächlich. Es beruhigt, besänftigt und harmonisiert die Energien in mir und um mich herum. Über Jahre habe ich das Gelassenheitsgebet rezitiert: Gott, gebe mir die Gelassenheit, Dinge anzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden. Dieses Gebet zu sprechen und zu wiederholen kann auch schon ein Mantra sein, das Schutz bietet. Bekannt geworden ist es durch die Anonymen Alkoholiker und ich weiß, dass es vielen Trinkern vor einem Rückfall zur Flasche bewahrt hat. Aber die Lebensitutionen, in denen Mensch Schutz braucht, sind so verschieden, wie die Energien, die durch ein Mantra aktiviert werden können. – Das ist alles, was ich dir persönlich antworten kann. Ich wünsche dir, dass du dich geborgen wissen kannst, wo auch immer du bist, auch wenn es scheint, als ob alles um dich herum zusammenbrechen würde. Ich wünsche dir, dass du dir gewiß sein kannst, dass dich nichts wirklich bedrohen kann.

    Dieser Text wird gern zum Jahreswechsel / Neujahr gesungen. Es stammt von dem Theologen Dietrich Bonhoeffer, der es zum Jahreswechsel 1944 in seiner Gefängniszelle an seine Verwandten schrieb:

    Von guten Mächten

    1. Von guten Mächten wunderbar geborgen,
    erwarten wir getrost was kommen mag :
    Gott ist mit uns am Abend und am Morgen
    und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

    2. Wenn sich die Stille nun tief um uns breitet,
    so lass uns hören jenen vollen Klang
    der Welt, die unsichtbar sich um uns weitet,
    all Deiner Kinder hohen Lobgesang.

    3. Und reichst Du uns den schweren Kelch,den bittern,
    des Leids gefüllt bis an den höchsten Rand,
    so nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern
    aus Deiner guten und geliebten Hand.

    4. Doch willst Du uns noch einmal Freude schenken
    an dieser Welt und ihrer Sonne Glanz,
    dann woll’n wir des Vergangenen gedenken
    und dann gehört Dir unser Leben ganz.

    5. Von guten Mächten treu und still umgeben,
    behütet und getröstet wunderbar,
    so will ich diese Tage mit Euch leben
    und mit Euch gehen in ein Neues Jahr.

    Om Shanti – alles Beste und Gute dir, Sirene!
    Omkara