Medien über Vegetarismus – Fleischindustrie in Panik

Immer mehr der bekanntesten Printmedien berichten ausführlich und positiv über den Vegetarismus. Dies versetzen die Fleischindustrie in Alarmbereitschaft: Sie will Millionenbeträge in die Werbung investieren. Der Stern macht den Vegetarismus in einer im letzten Jahr erschienenen Ausgabe zum Titelthema: »Fleischlos glücklich – warum es heute hip ist, vegetarisch zu essen«. Dieser Frage geht der Stern ausführlich (12 Seiten) und weitestgehend sehr kompetent nach. »Wir wissen doch längst alle, wie es zu Billigfleisch kommt: Schweine, die sich in der Enge gegenseitig die Schwänze abbeißen, Hähnchen, die an etwa 20 ihrer 32 Lebenstage Antibiotika verabreicht bekommen, … schlecht betäubte Schlachttiere, die beim Brühen und Zerteilen noch bei Bewusstsein sind.  Unser Fleisch ist ein Skandal«, lautet eine von vielen starken Aussagen. Der Stern… gehört zweifelsohne zu den einflussreichsten Medien-Zeitschriften der Welt, die seine Position zur Weltlage des Fleischkonsum sehr kritisch beleuchtet, obendrein sind die Ansichten und Prognosen zum Fleischkonsum äußerst weitdenkend und begrüßenswert.

Der Spiegel schreibt: »Eine Welt ohne Wurst«. Eine von vielen kraftvollen Passagen lautet: »…was das deutsche Tierschutzgesetz Zwei- und Vierbeinern zumutet: Ferkeln dürfen kurz nach der Geburt ohne Betäubung die Schwänze kupiert und die Eckzähne abgeschliffen werden. Rindern, Schafen und Ziegen werden, ebenfalls ohne Betäubung, die Hoden herausgerissen, damit ihr Fleisch besser schmeckt. … Wer ein Stück vom Schweinenacken grillt oder in einen knusprigen Hähnchenschenkel beißt, ist zweifellos ein Nutznießer dieser Grausamkeiten. Immer mehr Menschen möchten diese Schuld nicht auf sich laden und lehnen den Verzehr von Fleisch und Fisch ab«.

Und auch die BILD-Zeitung leistet Aufklärungsarbeit, indem sie Fragen beantwortet: »Vegetarier leben wirklich gesünder«

Die Medien versetzen die Fleischindustrie regelrecht in Panik. Aktuell werden daher Pläne entwickelt, ein sieben- bis achtstelliges Budget zur Verfügung zu stellen, um den Ruf des Schnitzels zu retten. Nachgedacht wird über eine Abgabe pro geschlachtetem Schwein von 20 Cent, über die die millionenschwere Medienkampagne finanziert werden soll.

Die Medien geben kostenlose Tipp’s an die Fleischbranche (die bekanntermaßen die Medien-Artikel aufmerksam liest): Investieren Sie lieber in die Weiterentwicklung von pflanzlichen Fleischalternativen. Ein Markt, der in den nächsten Jahren und Jahrzehnten massiv wachsen und zukünftige Umsatzverluste des Geschäfts mit dem toten Tier auffangen wird.

13 Kommentare zu “Medien über Vegetarismus – Fleischindustrie in Panik

  1. Almas erste Schritte
    Die bald 5 Jahre alte Alma war fast 2 Jahre im Tierversuch einer Uni.
    Offensichtlich hatte Alma nie Weidengang. Wir begleiteten sie heute auf die Weide, wo sie ziellos gegen alle Stromzäune ( Strom war abgestellt ) rannte. Alma befindet sich in schlechtem Zustand. Sie ist abgemagert und in den Bewegungen steif. Auch kam sie anfänglich nicht mit dem Tageslicht zurecht. Vor Artgenossen hat sie Angst und geht ihnen aus dem Weg. Schon nach einer Stunde entwickelte sich auf Almas dünner Haut ein Sonnenbrand.

    Nach der gestrigen Operation kann Manuela heute wieder in die Herde und wird von Lara begrüßt.