Yoga – Zitat des Tages

Bindung, Widerwille, und Angst sind Folgen von Unwissenheit.

Swami Sivananda, 1887-1963

Einige Yoga-Links zu Swami Sivananda:

4 Kommentare zu “Yoga – Zitat des Tages

  1. Angst ist keine Folge von Unwissenheit,
    Angst ist die Folge von schlechten Erfahrungen etc. die wir von anderen Wissenden erfahren haben.

    Robert

  2. Was ist der Geist- oder das Denkorgan?
    von Swami Sivananda 🙂

    Das, was Dich von Gott trennt, ist das Geist- oder Denkorgan. Die große Mehrheit der Menschen kennt die Existenz und die Funktion des Denkorgans nicht. Selbst die Wissenschaftler kennen nur bestimmte Aspekte des menschlichen Geistes. Die zu­führenden Nervenbahnen bringen die Sinnesempfindungen von der Kör­perperiphe­rie, den Extremitäten, zum Rückenmark, wo sie nach oben hin zum verlängerten Rückmark, der so genannten ‘Medulla oblongata’ auf der Rückseite des Kopfes zie­hen und sich dort überkreuzen. Von da aus streben sie zur höher gelegenen Ge­hirnwindung im vorderen Teil des Gehirns, wo man den Sitz des Intellektes oder des Denkorgans vermutet. Das Geistorgan nimmt die Sinnesempfindungen auf und sen­det motorische Impulse über die Nervenbahnen nach außen, d.h., hin zu den Extre­mitäten, den Händen und Füßen usw.. Dies alles geschieht in den Augen der Wis­senschaft ausschließlich aufgrund der Hirnfunktionen. Das Denkorgan ist ihrer Mei­nung nach lediglich ein Ausfluss des Gehirns, wie beispielsweise die Galle, die aus der Leber fließt.

    Das Gehirn braucht Ruhe (Schlaf), nicht aber das Geist- oder Denkorgan. Ein Yogi, der seinen Geist beherrscht, benötigt keinen Schlaf. Er erholt sich allein in der Me­ditation. In SAMADHI (Überbewusstsein) kehrt der Geist in seinen Ursprung, d.h. ins Herz zurück, was auch im Tiefschlaf der Fall ist, allerdings mit dem Unterschied, dass hier ein Schleier der Unwissenheit das Bewusstsein von BRAHMAN verdeckt.

    Ein jeder Mensch hat seine eigene geistige Welt. Ein starker Geist hat durchaus Einfluss auf schwache Charaktere. Wer sein Geist- oder Denkorgan gereinigt hat, wird zu einem starken Kraftzentrum. Alle weniger starken und unreinen Geistorgane werden unbewusst zu einem gereinigten und somit umfassenderen Geist gezogen, da diese schwächeren Geistorgane vom gereinigten Geist Kraft und Stärke erhalten. Wer aus einem Wasserhahn Wasser trinken möchte, wird sich mit dem Körper her­abbeugen müssen. Auf ähnliche Weise wird sich ein niederer Geist vor einem ent­wickelten und reinen Geist verbeugen müssen, um dessen Tugenden aufsaugen zu können. Der Gedanke als solcher muss ruhig und gelassen sein, nur dann kann man Anregung aus ihm gewinnen.

    Das Geistorgan ist nichts anderes als eine Ansammlung von Samskaras (Eindrücke im Unterbewusstsein) und ein Bündel von Gewohnheiten. Es ist eine Ansammlung von Wünschen, die sich aus dem Kontakt mit unterschiedlichen Objekten ergeben haben. Das Geistorgan ist auch eine Ansammlung von Gefühlen, die aus all den weltlichen Belästigungen heraus entstanden sind. All diese Wünsche, Ideen und Gefühle wechseln beständig und verändern jede Minute ihre Farbe und Form, wie ein Chamäleon. Das Geist- oder Denkorgan reift durch Erfahrungen heran, was zur Entlassung von alten, und zur Aufnahme von neuen Wünschen, Ideen und Gefühlen führt. Die verbleibenden Eindrücke wirken in gesunder Zusammenarbeit mit den neu angekommenen, die wiederum stark von den alten angezogen werden. Beide arbei­ten in harmonischer Weise zusammen und halten dadurch die Identität der geistigen Existenz aufrecht. Das Gewissen eines Menschen baut auf seinen Erkenntnissen auf und verändert sich von Zeit zu Zeit mit dem Wechsel seiner Einsichten im Lichte weiterführender Erkenntnisse, die sich aus dem Prozess ergeben. Das Gewissen be­steht aus der Summe der instinktiv vorhandenen und vernunftgemäß gewonnen Überzeugungen.

    ÂTMAN, das SELBST, nimmt alle Erscheinungen des Geistorganes, wie z.B. Wün­sche, Vorstellungen, Zweifel, Glaube oder Unglaube, Scham, Furcht, Intelligenz usw. unmittelbar wahr. ES bleibt stets unangehaftet und unberührt von all diesen Dingen, wie der allgegenwärtige Äther oder der Kristall, der im Sonnenlicht die un­terschiedlich gefärbten Objekte reflektiert, ohne sich dabei selbst zu verändern.

    ÂTMAN ist die Kraft der Kräfte und verleiht dem Geist erst seine Kraft; ES ist das Licht der Lichter, das den Geist erleuchtet; ES ist der Seher aller Sehenden und Zeuge aller Motive und Veränderungen im Denkorgan; ES ist die Stütze aller Stützen, auf denen sich das Geistorgan ausruht, wenn es in BRAHMAN (dem ABSOLU­TEN) schläft.

    Ein Tier ist nicht dazu fähig, „sich selbst zu kennen“, da es nur mit einem Körperbewusstsein ausgestattet ist. Es hat kein Selbstbewusstsein. Tiere empfinden Not und Leid, aber sie können nicht ihren eigenen Geisteszustand erforschen. Ein Mensch dagegen „weiß“ nicht nur, sondern er „weiß auch, dass er weiß“. Ein Mensch „fühlt“ oder „empfindet“ nicht nur die Dinge, sondern er kann seine Gefühle und Empfin­dun­gen auch mit Worten ausdrücken. Er kann sehr lebhaft seine Gefühle beschrei­ben und sich selbst von den Gefühlsempfindungen distanzieren. Der Mensch kann letzt­lich sogar seinen Geist beherrschen.

    Tipps für Strebende

    Ein spirituell Strebender wird mutig den sich einstellenden Fehldarstellungen, Verleumdungen und Missverständnissen begegnen müssen. Moralische Stärke und Mut sind notwendig, um diesen Dingen standzuhalten und zu wissen, dass er richtig denkt und handelt, ganz gleich, was seine Umgebung dazu sagt, und wie sie darüber denkt. Die Leute werden Dich verachten und verfolgen. Du wirst fest auf Deinen moralischen Füßen stehen müssen, um an Deinen eigenen Überzeugungen festhalten zu können. Ein Strebender, der den Regeln der Gesellschaft entwachsen ist, sollte dem Diktat seines eigenen, reinen Gewissens und seiner reinen Vernunft folgen, und seinem Guru. Nur dann kann er spirituell wachsen. Entwickle Ausdauer. Ertrage mit kühlem Kopf Beleidigungen und Verletzungen, nur dann kannst Du wirklich in dieser Welt glücklich sein.

  3. Premajyoti

    Om Peter,

    ich versuche meine Gefühle immer mehr mit Liebe zu steuern
    das klappt für mich besser.

    Om Shanti
    Premajyoti

  4. Om,
    Wissen ist Denken.
    Bindung, Widerwille, und Angst sind Gefühle.
    Mit Steuerung meines Wissens kann ich somit meine Gefühle steuern?

    Om Shanti
    Peter

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