Yoga im Frühling: Der Tänzer

Keine Serie über Yoga im Frühling ohne den Tänzer. Schließlich ist das Leben ein Tanz. Und wenn es nach dem langen Winterschaf endlich wieder erwacht und über uns die Sonne scheint, lässt es sich besonders leicht tanzen.

Das heißt natürlich nicht, dass man von nun an stets fröhlich hüpfend oder im Walzerschritt seines Weges schweben sollte. Obwohl das hin und wieder auch recht gut tun kann. Aber eigentlich hat der Tanz im Yoga eine viel tiefere Bedeutung. Kein Geringerer als Shiva selbst symbolisiert schließlich mit seinem Tanz den ewigen Rhythmus des Lebens. Shiva tanzt den Rhythmus allen Seins, den immerwährenden Zyklus von Bewusstsein, Zerstörung und neuer Schöpfung. Im seinem Rhythmus entfaltet sich das Leben mit seinen Jahreszeiten, Tag- und Nachtphasen, Schneebergen und Frühlingsblumen. Und wann immer Shiva mit zwei Beinen gleichzeitig den Boden berührt, so heißt es, beginnt ein neuer Zyklus des Lebens.

Und wir? Wir tanzen unseren eigenen Tanz. Und den, wenn wir Glück haben, in Harmonie und Einklang mit Shiva und nicht nach den Rhythmen einer wirtschaftsgesteuerten Warenwelt. Dann geht es uns gut und wir finden wie von alleine unsere Bestimmung im Leben.

shivaDie Frage ist nur: Wie kommen wir dahin? Wie finden wir unseren eigenen Rhythmus wieder, wenn Tanzen nicht gerade zu unseren üblichen Beschäftigungen gehört? Zum Beispiel, indem wir anfangen zu meditieren. Ganz bei uns selbst angekommen, können wir den Rhythmus von Shiva und allem Sein ebenso gut erspüren. Oder indem wir uns fest entschließen, auf die liebevolle und mächtige Kraft eines höheren Selbst zu vertrauen. Auch dann, wenn uns die Welt um uns herum etwas ganz anderes erzählt.

Oder mit Yoga. Immerhin haben die alten Yogis die Asanas zur Verehrung genau jenen höheren Selbst entwickelt. Das passt gut, denn so können wir unseren ganz eigenen Tanz gleich dreifach tanzen: indem wir das Leben als einen Tanz wahrnehmen, indem wir selbst bei jeder Gelegenheit mit den Schwingungen tanzen, die uns umgeben und indem wir Asanas üben.  Ganz besonders den Tänzer, mit dem wir das Gefühl für unseren Platz im Kosmos und für unser inneres Gleichgewicht stärken können. Wenn wir dabei mit jeder Zelle unseres Körpers das höhere Selbst in uns und in der Welt verehren, werden wir  den eigenen Rhythmus ganz sicher finden.

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Dietlind Arndt lebt und arbeitet seit Januar 2010 bei Yoga Vidya in Bad Meinberg.

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