Yoga im Herbst: Alltags- und andere Yoga Wege

So ist das im Leben: So gut die Asanas auch tun, manchmal passen sie eben einfach nicht. Sogar Hatha Yoga ist keine Technik für alle Fälle. Und ob’s nun die lästige Erkältung ist oder der ermüdende Herbst, manchmal rufen Seele und Körper sehnsüchtig nach Beachtung – ohne Anstrengung.

Was tun? Sagen wir, in 75 Prozent aller Fälle: Überwinde deinen inneren Schweinehund und fang einfach mal an. Manchmal dauert es nur ein paar Minuten und plötzlich gibt es nichts Besseres mehr auf der Welt als Sonnengrüße. Und in den restlichen 25 Prozent? Wie wäre es mit „Yoga mal anders“? Alle, die schon mal etwas von den sechs Yoga Wegen gehört haben, wissen schließlich, dass zum Weg zur Einheit noch viel mehr gehört, als die Asanas. Mehr noch: Von allen sechs Wegen ist Hatha Yoga sogar der jüngste. In alten Zeiten kannte man das Yoga der Hingabe, das Yoga des Wissen, der Meditation und des Handelns á la Arjuna. Für langwierige Stellungen hatte man zu Zeiten des Wäschewaschens und Erntens per Hand vermutlich weniger Zeit – wenn man nicht gerade den Weg der Entsagung ging.

Kundalini Yoga
Kundalini Yoga

So entstanden Hatha und Kundalini Yoga also „erst“ vor etwa 4000 Jahren – und weisen seither den direkten Weg über den Körper ins ewige Samadhi. Wer sich mit der Philosophie des Yoga auskennt, weiß zum Glück auch, dass letzten Endes jede/r diesen Weg zu Ende geht. Und dass letzterer manchmal eben nicht so gerade und steil verläuft, wie man denken könnte. Es gilt also: Intuition entwickeln und auf die Stimme des wahren Selbst hören lernen. Yoga ja. Und Asanas?

Falls nicht, gibt es ja immer noch die anderen Yogawege. Hingebungsvolles Mantra Singen zum Beispiel. Echtes Bhakti Yoga mit Puja, Altar, Kerzen und Räucherstäbchen. Den Yoga-Königsweg der meditativen Versenkung. Yoga Nidra. Oder einfach eine Runde wohltuender Tiefenentspannung mit oder ohne Körperkonzentration.

Ach ja, und wer denkt schon daran, dass auch so einfache häusliche Dinge wie Plätzchen Backen und Sternenschmuck Falten echtes Yoga sein können? Vorausgesetzt natürlich, man tut es mit Liebe – und das Rezept ist vollwertig-vegetarisch. Kein schlechtes Gewissen also, wenn es einmal nicht die Asanas sind. Wie wäre es stattdessen mit einem neuen Yoga Vokabular: Alltags-Yoga, Küchen-Yoga und Genieße-den-Winter-Yoga klingen zwar nicht gerade beeindruckend, dafür sind sie ab und an genau das Richtige für Körper, Herz und Seele.

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Dietlind Arndt lebt und schreibt seit Januar 2010 bei Yoga Vidya in Bad Meinberg.

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