Yogawerkstatt mit Narayani – ein Erfahrungsbericht

Narayanis Yogastunden sind wie ein Märchen. Ihre Stimme ist voll Liebe und ihre Anleitungen beim Yoga-Üben, klingen wie wundervolle Überraschungen. Yoga im Hier und Jetzt, im Körper und mit allen Sinnen erfahren – um so die Seele zu verzaubern.
„Höre also Deinen Körper“, erinnert Narayani uns, während der 90 min. Yogastunde, immer wieder sanft und lächelnd. „Lass Dich verführen, immer wieder auszuprobieren, was Dir gerade gut tut. Wie Du auf Deinen Körper reagieren kannst und auf Deine Umwelt“, betont sie. Das sind ihre einfachen, jedoch grundlegenden Botschaften.
„Hast Du gerade nicht viel Zeit, so erwärme Dich im Sonnengruß schneller, in dem Du die Knie-Brust-Stirnstellung, gefolgt von Kobra und Hund immer wieder wiederholst. So etwa 5 mal je Runde des Sonnengrußes“, empfiehlt sie für den Alltag und wir probieren es gleich mal aus. Nun rezitiert Narayani, das erste Mal in dieser Stunde, das Mantra Twameva Mata und ich lausche entzückt, überrascht und hingegeben.

 

 narayani_sprichtBegleitet von dem Mantra übe ich den Sonnengruß, so wie es auch die anderen ca. 80 Yogaschüler, in dem fast vollen Yogasaal von 312 m² Größe (dem größte Yoga Raum im Haus Yoga Vidya in Bad Meinberg), tun.

Narayani leitet ihre Schüler fließend zu Stellungen und Variationen an: „Macht den Clown, indem ihr ein ausreichend großes Dreieck bildet, aus Kopf und Händen, das gibt dann die nötige Stabilität. Grätscht die Beine zum hochkommen, dann geht es leichter. Probiert den Handstand auf der Bühne im Shivananda Saal liegend“
Es ist ein wunderschöner Anblick: die Köpfe nach unten von der Bühne hängend, die Hände auf den tiefer liegenden Saalboden gestützt, liegen die Yogaschüler auf der Bühne. Ihre Körper fließen herab in dieser kräftigenden Variante der Vorübung zum Handstand. Wo sind jetzt die Hände? Wo der Kopf? Neuorientieren muss sich da der ganze Körper, in der Umkehrstellung.

narayani_shiva„Variiere den Schulterstand mit dem Garuda ( Adler) oder dem halben-  oder ganzen Lotus, oder probiere den Baum aus im Schulterstand. Schaue wie es sich anfühlt“, schlägt Narayani vor. Und wieder und wieder sprudelt es aus ihr warmherzig heraus, wie wir es schaffen können, unseren Körper an die Asana – oder die Asana an unseren Körper anzupassen. Um so tiefer den Körper und die Asana spüren zu können und mehr und mehr zur Entspannung zu kommen. Um Blockaden im Körper zu lösen. Die Energien können dadurch freier fließen. Ich spüre, wie sich ein Klima der Übung und des Experimentierens im Raum verbreiten. Ein Jeder übt gezielt, intensiv und doch entspannt.

 Narayani„Versuche immer wieder die Übungen auf Deine jetzige momentane Situation anzupassen. Experimentiere“, dazu lädt Narayani wieder und wieder ein, bei den nächsten Yoga Stellungen. „Nehmt die Arme im Pflug entweder klassisch hinter dem Rücken auf dem Boden, oder langgestreckt nach oben am Boden in Richtung Kopf. Probiert aus, was jetzt gerade besser ist für Euch. Entspannt Euch in die Stellung hinein.“ Und wieder ertönt Narayanis Twameva Mata, hell, klar, leise und sanft, entspannend.

„Du kannst dich im Fisch auch mit einem Kissen unterstützen, wenn Du das brauchst, um wirklich loslassen zu können. Und so Verspannung auflösen zu können und so Dich immer mehr in die Stellung hineinfallen zu lassen. Hinein sinken trifft es wohl besser. Und summe deinem Nachbar Yogi auf der Matte neben Dir Dein Twameva Mata vor. Oder leise vor Dich hin.“

 narayaniSchlängle Dich wie mit kleinen Schlangenbewegungen der Wirbelsäule aus dem Pflug. Und erfühle dabei jeden einzelnen Wirbel“, empfiehlt sie.
„Worke – spaziere vor und zurück in der Vorwärtsbeuge um die Hüften und Beine zu lockern. Summe in der Stellung angekommen Dein Twameva Mata.

Nach Kobra und Heuschrecke machen wir den Katzenwalk (ein Knie vor das andere schlingend) um die Hüfte zu lockern oder den Elefantenwalk. „Wie geht das?“, will ich fragen, aber die Nachbarn machen es mir vor (in stehender Vorwärtsbeuge, die Hände dicht vor den Füßen am Boden, vorwärts und rückwärts laufen) – aus Spaß an der Bewegung.

Kopie von narayani_baumNun neigt sich die Stunde leider langsam zum Ende, mit einer stehenden Dreiecksvariation: rechtes Bein vorne, rechte Hand im Rücken, die andere im Nacken nach rechts drehen, dann linke Seite wiederholen. So machen wir uns bereit für Yoga Nidra (den Schlaf des Yogis).

Auf dem Rücken in Shavasana liegend, bin ich gespannt, was jetzt zum Schluss dieser schönen, entspannenden Stunde auf mich wartet.

Narayani wählt für uns eine Chakra – Konzentrations- Entspannung, sie leitet uns an, die Chakren zu spüren, beginnend am untersten Chakra den Rücken hinauf. Über den Kopf an der Vorderseite wieder runter bis zum Sexualchakra. Wir fühlen hin, spüren hinein und sie wiederholt 3 mal das, zu dem jeweiligen Chakra gehörende, Bija Mantra.

In die sich dann anschließende Stille rezitiert sie, nach einer kleinen Ewigkeit, das „Twameva“, das sich wie ein roter Faden durch die ganze Stunde zog… Und ich entschwinde zutiefst entspannt und glückselig. So schön von ihrer Stimme durch die Stunde und in die Entspannung geleitet. Und so schwebe ich davon….

So teilt Narayani ihre lange, tiefe Yoga-Erfahrung immer wieder mit uns, in ihrem Unterricht.

 

anjaneyasana_spagat

 

 

 

 

 

 

Narayani erzählte uns auch, dass sie mit 20 Jahren, als sie mit dem Yoga anfing, senkrecht in der Vorwärtsbeuge saß. Schockiert und neidisch hätte sie auf die Menschen geschaut, die älter waren als sie – und die völlig entspannt auf ihren Beinen liegen konnten… Kaum zu glauben, bei Narayanis großer Elastizität heute: fließend leicht macht sie auf der Bühne alles selbst vor, was sie anleitet.

Ihre Stimme klingt jetzt immer noch in mir, das Mantra Twameva Mata summend:

Twameva Mata

Cha Pita Twameva

Twameva Banduscha

Sakah Twameva

 

Twameva Vidya

Darvinam Twameva

Twameva Sarvam

Mama Deva Deva

 

Übersetzung:

Oh Gott der Götter!

Du allein bist Mutter, Vater,

Verwandter, Freund,

Wissen, Reichtum und alles.

Wonne Meditation Narayani

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Narayani_unterrichtet jährlich die 9 tägige Yogalehrer Weiter-Bildung und Asana Intensiv Seminare und wir freuen uns sehr auf die nächsten Yogastunden mit ihr, hier im Haus Yoga Vidya Bad Meinberg.

Ihre Seminare und Weiterbildungen für 2014 findest Du hier>>>

 

AratiDas Twameva Mata ist Teil des täglich morgens und abends  in den Yoga Vidya Seminarhäusern stattfindenden Aratis – der Licht Zeremoni zum Abschluss der Meditation und des Mantrasingens.  Das Mantra ist eine Widmung an das Göttliche. Es hat mehrere Teile und Narayani zitierte den ersten Teil.
Den ganzen Text findest Du hier>>>

Hier findest du auch eine Tonaufnahme des Aratis.
Das Twameva Mata ist der 2. Teil, der dort gesungen wird, nach der kurzen Pause.

und hier kannst du, wenn du möchtest,  mehr über Narayani erfahren>>>

Vielen Dank an Ute, die diesen Beitrag verfasst hat.

 

1 Kommentar zu “Yogawerkstatt mit Narayani – ein Erfahrungsbericht

  1. Oh, was für ein schöner Bericht. Am liebsten würde ich gleich so eine Stunde besuchen wollen. Und auch die Fotos von Narayani dabei, das ist wirklich herzöffnend. Vielen Dank dafür! Om Shanti, Rukmini

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.