Yoga – Zitat des Tages

Sei stark wie Hanuman oder Bhima;  sei großherzig wie der Himmel; sei tief wie der Ozean; sei fest und standhaft wie der Himalaya; dufte wie der Jasmin.

Swami Sivananda

4 Kommentare zu “Yoga – Zitat des Tages

  1. Premajyoti

    Wau liebe Rafaela,
    Danke, das Du dies mit uns teilst!!!
    Om Shanti
    Premajyoti

  2. https://www.yoga-vidya.de/de/yogabuecher/bhagavadgitafmh/kapitel_01.html

    Das Mahabharata als Initiationsweg zur Bhagavad Gita

    Einleitung in das populärste indische Heldenepos

    Das Mahabharata (Bharata = Indien, maha = groß) ist neben dem Ramayana das umfangreichste und populärste Heldenepos Indiens und begründet den Ursprung des Urstammes der Arier. Beide Epen kommentieren die vier alten Veden, die nach hinduistischer Vorstellung die göttliche Offenbarung enthalten. Bei fast allen Hindus stehen sie in hohem Ansehen und haben den Rang von Lehrbüchern.

    Die bekannte Schrift Bhagavad Gita mit ihrem Helden Arjuna bildet einen Teil des Mahabharata.

    Entstanden ist das Mahabharata zwischen dem 4. Jh. v. Chr. und dem 4. Jh. n. Chr., immer wieder neu wurden Geschichten, Legenden und Mythen eingeschoben. Noch heute wird bei feierlichen religiösen Anlässen aus dem Mahabharata vorgetragen.

    Sein großes Thema ist der Kampf des Guten, Weisen, Reinen gegen das Böse, Neid, Missgunst, der Triumph der Tugend und die Überwindung der Laster. Oberflächlich werden sehr, sehr menschliche Geschichten und Verwicklungen erzählt, die oft zum Schmunzeln verführen, weil man das Ende vorausahnt. Erzählt wird der Kampf zwischen den beiden verwandten Bharata-Familien, den „bösen“ Kauravas und den „tugendhaften“ Pandu-Söhnen, im Folgenden auch Pandavas genannt, die um das Königreich streiten, das der blind geborene König Dhritarastra unter ihnen aufgeteilt hat.

    Es heißt, bis auf die Bibel habe kein Werk einen größeren Einfluss auf die moralische Erziehung eines Volkes ausgeübt und tue dies immer noch. Der Mythos erzählt auf einer tieferen Ebene von den seelischen und ethischen Reifungsschritten des Menschen. Wenn man ihn als mystische Schrift liest und in die Gegenwart transponiert, kann er seelische und psychische Erfahrungen auch von uns heutigen Menschen in Mitteleuropa widerspiegeln, deuten und uns damit bestärken oder herausfordern. Löst man den Mythos aus Raum und Zeit, findet sich sein Wahrheitsgehalt auf ähnliche Weise in allen Traditionen und Religionen.

    Dem nachzugehen war unsere Aufgabe in diesen Tagen – kein ganz anspruchsloses Unterfangen!

    Beim Lesen des Mahabharata verwirrt und erschlägt zunächst der Stammbaum.

    Die Referentin ersparte ihn uns und lieferte stattdessen eine Zusammenfassung der wichtigsten Personen, Verbindungen und Ereignisse.
    Das Dharma und seine mythischen Repräsentanten

    Dharma ist ein umfassender Begriff für das, was unser ganz persönliches Leben ausmacht. Es ist das Lebensgesetz eines jeden Menschen. Folgende Personen agieren im Mahabharata als Repräsentanten des Dharma: Pandu, ein König; er hat zwei Frauen, Kunti und Madri. Kunti wird durch ein Zauber-Mantra schwanger und gebiert drei Söhne göttlicher Herkunft: Yudhisthira, Bhima und Arjuna, den Helden der Bhagavad Gita. Seine zweite Frau Madri leiht sich dieses Zauber-Mantra und ruft, schlau, wie sie ist, den Gott der Zwillinge an, um gleich zwei Söhne zu gebären: Sahadeva und Nakula.

    Die Qualitäten dieser fünf tugendhaften Söhne des Pandu finden sich in jedem Menschen:

    1. Yudhisthira steht für das Leichte, Spielerische im Umgang mit dem Leben. Sein leichtfertiges Würfelspiel ist im weiteren Verlauf der Handlung Auslöser für den endgültigen Kampf der Kauravas gegen die Pandavas (= Pandu-Söhne).
    2. Bhima steht für innere und äußere Stärke.
    3. Arjuna ist der perfekte Krieger. Er steht für die Kraft der Unterscheidung von Gut und Böse und repräsentiert den Weg von avidya (= Unwissenheit) zu viveka (= Unterscheidungsvermögen). Sein Gespräch mit Krishna im Kampf gegen das Brudergeschlecht ist der Inhalt der Bhagavad Gita.
    4. Sahadeva steht für die Schönheit des Lebens im Einklang mit dem Dharma.
    5. Nakula verkörpert das Heilende.

    Alle fünf Brüder werden später Dhraupari, die für Liebe und Hingabe steht, heiraten, und mit ihr nach den Gesetzen in Eintracht und Frieden leben. Als Königssöhne gehören sie der zweiten Klasse der Hindu-Gesellschaft, den Ksatriya, an. Zu ihr gehören Krieger, Fürsten und Könige. Ihre Aufgabe ist es, für den Schutz der Gemeinschaft und den Erhalt der Tugenden zu kämpfen. Ihr Symbol ist „rajas“, die Aktivität des Bemühens. Es sei hier schon vorweggenommen, dass sie nach zwölf Jahren Verbannung im dreizehnten Jahr unerkannt bleiben mussten. Erst in dieser Zeit konnten sie es sich leisten, das zu leben, was sie schon immer leben wollten (z. B. Koch, Tänzer, Gärtner, Dienerin …).

    Wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten. Die Kauravas, das sind Dhurodama und weitere 99 Brüder, hatten eine traumatische Geburt. Bei ihrer Entstehung hieß es schon, dass von ihnen nichts Gutes kommen könne. So stellt sich die Frage: Können sie etwas für ihre Geburt? Sie bilden die Gegenkräfte zu den fünf tugendhaften Pandu-Söhnen. Die beiden Parteien werden sich auf dem Schlachtfeld gegenüberstehen.
    Die helfenden Götter – besonders Krishna

    In Erfüllung seines Dharma ist der Mensch jedoch nicht allein gelassen. Er ist umgeben von helfenden Kräften. Im indischen Mythos sind das helfende Götter – hier besonders Krishna –, Asketen und Weise. Auch Menschen stehen helfend zur Seite: Drona, ein berühmter Lehrer und Brahmanenkrieger, der das Geheimnis der „Feuerwaffe“ kennt; und Bhisma, der freiwillig auf den Thron verzichtet und damit erst die segensreiche Herrschaft der Pandavas ermöglicht.

    Krishna werden acht Eigenschaften zugeschrieben, die als Grundqualitäten in den fünf Pandu-Söhnen – in jedem Menschen? – leben, nämlich:

    1. Kenntnis der Veden
    2. Tapferkeit
    3. Kraft
    4. Freisinn
    5. Verstandeskraft
    6. Bescheidenheit
    7. Schönheit
    8. Festigkeit (Treue)

    Kurukshetra, Symbol für das Schlachtfeld des Lebens

    An diese Kräfte kann sich jeder Mensch anbinden, wie die Pandu-Söhne das tun.

    Kurukshetra, das Schlachtfeld der verfeindeten Brüder, ist Symbol für das Schlachtfeld des Lebens. Die Pandu-Söhne bekommen im 13. Jahr ihrer Vertreibung aus ihrem eigenen Reich ein anderes Königreich angeboten. Nähmen sie dies an, würde das bedeuten, dass sie ihre eigene Sache nicht vollenden, sie gehen ins Exil. Aber die Sehnsucht nach dem eigenen Reich, der Erfüllung des eigenen Lebensauftrags bleibt. Er darf den bösen Mächten nicht überlassen werden. Das richtige Königreich ist das eigene. Daher ist der Kampf unausweichlich.

    Auf dem Schlachtfeld werden, genau wie heute, verschiedene Stufen der Konfliktbewältigung angewandt: a) durch Vermittler und Diplomaten, b) durch Friedenskommissionen, c) durch die Suche nach Verbündeten und Aufrüstung. Ebenfalls wie heute ließ sich der Krieg nicht vermeiden. Sowohl im privaten Umfeld als auch in der Weltpolitik lassen sich Hass, Gewalt und Neid nur durch das heilende Miteinander überwinden.

    Die Kri