Hatha-Yoga (5): OM und Mantra singen

Das OM kennt fast jeder: Man findet es an so praktischen Stellen wie auf Bettwäsche, Duschvorhängen und Oberarmen – meist leider ohne Gebrauchsanleitung. Darum hier eine OM-Geschichte in Kürze:

Die alten Yoga-Weisen kombinierten ihre Asanas mit ausgeklügelten Konzentrations- und Atemtechniken, weil sie die innere Weisheit möglichst schnell erreichen wollten. Da erwies sich das OM als sehr hilfreich, denn – ein Phänomen, das unsere moderne Wissenschaft gerade erst erforscht – Klänge und Schwingungen erzeugen positive Energie im Körper, die man nutzen kann.

Das OM ist im Hinduismus das höchste Mantra und die Quelle von allem. Zum Beispiel die Ursilbe im Sanskrit, der Urklang und der Ursprung der materiellen Welt. Man sieht: Der Urknall des Ostens ist – anders als hier – kein vergangenes explosionsartiges Spektakel. Im Gegenteil. Es ist der Ursprung von allem in jedem Augenblick – die ursprüngliche Energie in jeder Sekunde unseres Lebens. Man könnte auch sagen: OM-Singen ist eine wissenschaftlich noch zu ergründende Technik,  bei der man seine eigene Urknall-Energie spüren kann.

Das ursprüngliche OM besteht aus den drei Buchstaben A, U und M. A – die physische, U – die geistige und M – die Ebene der unbewussten Kräfte, Träume und Sehnsüchte. Swami Shivananda sagte: “OM-Singen vertreibt alle weltlichen Gedanken und beseitigt Ablenkung. Es ist sehr stark und gibt dem Körper neue Kraft.“ Wenn du zwecks Yoga-Atmung bisher tief in Bauch, Brust und Lungenspitzen geatmet hast, lohnt es sich, öfter mal genauso tief OM zu singen – ganz besonders natürlich vor und nach den Asanas. Wenn deine innere Stimme bisher trotz geduldigem Meditieren und Stillhalten geschwiegen hat, kann sie diese Ur-Energie bestimmt gut gebrauchen.

Dietlind Arndt lebt und arbeitet zur Zeit als Praktikantin bei Yoga Vidya in Bad Meinberg – und kommentiert in dieser Serie Stück für Stück einzelne Elemente aus der Hatha-Yoga-Praxis.


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