Pfingsten – Aussendung des Heiligen Geistes

An diesem Wochenende ist Pfingsten, zu Besuch haben wir Swamiji aus dem Sivananda Ashram in Rishikesh. An diesem Tag haben die Jünger Jesu die Inspiration durch den Heiligen Geist erfahren. Zusätzlich zur christlichen Bedeutung (über die du in kirchlichen Seiten mehr lesen kannst), gibt es verschiedene Deutungen von Pfingsten. Ein paar Gedanken dazu:

Vor Pfingsten waren die Jünger eher schüchtern, hatten wenig Selbstbewusstsein. Zwar hat Jesus die Jünger aufgefordert: “Seid vollkommen, wie Euer Vater im Himmel vollkommen ist”, “wenn der Jünger vollkommen ist, wird er wie sein Meister”. Er musste seine Jünger immer wieder ermahnen, ob ihrer Kleingläubigkeit schimpfen; die Jünger schliefen beim Gebet/Meditation (an Gründonnerstag z.B.) ein, sie verleugneten Jesus, und sogar als Jesus auferstanden war, waren sie weiterhin ungläubig. So sind es viele Aspiranten auf dem Yoga Weg. Wir lesen in den Heiligen Schriften und in den Werken großer Meister, dass wir eins mit dem Unendlichen sind, Kinder Gottes. Wir werden aufgefordert, über die kleinlichen Identifikationen hinauszuwachsen, Gott und die Mitmenschen zu lieben. Wir probieren es immer wieder, und gehen dann wieder in alte Gewohnheiten zurück.

An Pfingsten jedoch kam der Heilige Geist in die Jünger. Ab da war ihre Schüchternheit weggeweht. Sie konnten in Zungen sprechen, Kranke heilen, Wunder wirken und waren bereit, für ihren Glauben ihr Leben zu riskieren. So kann es geschehen, dass nach langem und intensivem Streben (und manchmal sogar ohne…) eine starke Inspiration uns ganz durchdringt. Vielleicht sind wir nicht so wie die Jünger Jesu, aber “kleine Pfingsterlebnisse” können wir immer wieder haben: Erfahrung von Gnade, von Segen, von Kraft, ein Berufungserlebnis, die Klarheit, was unsere Aufgabe ist.

So wünsche ich uns allen öfter mal kleine Pfingsterlebnisse, in der Meditation, beim Yoga, beim Ayurveda Lebensstil, beim Spazierengehen, bei was auch immer du heute machst.

5 Kommentare zu “Pfingsten – Aussendung des Heiligen Geistes

  1. Anonymous

    Danke für diesen Beitrag, hoffentlch sind da endlich mal entgültig Vorurteile beseitigt!
    Gruß
    Manu Ki

  2. Pfingsten beendet offiziell die Osterzeit nach 50 Tagen. Nach der Überlieferung hat sich der heilige Geist auf die Jünger Jesus niedergelassen, die befähigt waren in allen Sprachen zu sprechen. Der heilige Geist, der verbindet ohne keine unterschiedlichen Religionen kennt. Der heilige Geist ergänzt den Vater und den Sohn und gehört zur Dreifaltigkeit.

    Wie zelebrieren wir Pfingsten um dem Wesen des Pfingstfestes gerecht zu werden. Viele Volksfeste locken Menschen an. Dem irdischen Leben wird ein festlicher und genüsslicher Rahmen gegeben. Es bleiben Objekte des Genusses, die uns den Tag verschönen. Nur einige Ausgewählte suchen die Stille in Meditation – ein Weg zum Selbst.

    Der Niederkunft des heiligen Geistes können wir mit einer Meditation würdigen. In Stille gehen und der Atmung lauschen um letztendlich dem Selbst, dem göttlichen Kern zu begegnen. Der eine oder andere verbringt ausgewählte Stunden in der Kirche und lauscht hier den Worten Gottes oder verbringt besinnend die heilige Zeit in einem Ashram.

    Pfingsten – ein Ausgießen des heiligen Geistes, dem wir als Fest und Feiertag begegnen. Die Geburtsstunde der christlichen Kirche.

  3. Als Magda, vom Tode Jesu hörte, wurde von stiller Trauer erfasst. Über ihre Seele legte sich ein Schatten des Kummers. So ging sie nach Hause. An ihrem Lieblingsplatz im Garten und setzte sich neben die blühenden Rosenbüsche. Dort erst begann sie bitterlich zu weinen. Sie schluchzte und die Tränen quollen ihr aus den Augen. Ganz tief nach vorne gebeugt, ließ sie ihre Tränen auf die Erde auf die Erde rinnen. Als sie nach Stunden aufblickte, schienen die Rosen zu beiden Seiten alle Dornen verloren zu haben. Sie waren zu großen schönen Pfingstrosen geworden. Dies gab Magda wieder Mut und neue Hoffnung. Sie glaubte nun fest daran, so wie die Dornen verschwunden seien, würde auch alles Leid und aller Kummer von den Menschen genommen werden, allein durch den Tod Jesu Christi.

  4. Devajyoti

    ….wieder sehr guter Beitrag. Für mich ist Pfingsten ein wunderschönes Fest. Als Mutter /Oma hat man nicht so viele Aufgaben zu erledigen, wie zu Weihnachten und Ostern und kann sich ganz auf das schöne Pfingst-„ereignis“ konzentrieren.

  5. Premajyoti

    Danke lieber Sukadev,

    Dir und Euch Allen wunderbare Inspirationen, die Liebe Christus und die Fürsorge Maria Gottes, die allgegenwärtig ist in Ihrem blauen Licht.

    Danke das Ihr da seid.

    Om Om Om

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