Yoga im Sommer: Fitness und Flow

Was gibt es besseres an einem heiter-warmen Sommertag, als Yoga unter der Sonne? Wenn die Muskeln schön aufgewärmt sind und alles vor Helligkeit und Lebenskraft strahlt, gehen Sonnengruß und Kopftand gleich noch mal so gut. Genau die richtige Zeit, um mal wieder richtig in Schwung zu kommen. Und um ein bisschen an der Bikini- und Badehosenfigur dieses Sommers zu feilen, oder?

Also nichts wie los mit der Hanuman Fitness Reihe. Die stärkt Herz und Kreislauf und baut, wenn man sie öfter übt, Muskeln im Körper auf, von denen man bis dato gar nichts ahnte. Nur ein Freund fragte mich letztens: Was hat das eigentlich noch mit Yoga zu tun?

Ja was eigentlich? Dachte ich. Fitness-Reihen kann ich schließlich auch im Aerobickurs üben. Nur das man mich dort vielleicht etwas schief ansehen würde, wenn ich anschließend verblüfft feststelle, dass ich mitten im zitternden Schweißausbruch mir selbst und Gott begegnet bin. Wie dem auch sei, letztlich, sagte ich mir, kann man den Unterschied zwischen Aerobic und Fitness Yoga nur selbst erfahren. Also rollte ich meine Yogamatte auf einem schattigen Wiesenplätzchen aus, atmete tief und begann meinen Hanuman-Fitness-Selbstversuch:

Tief einatmen, strecken, tief ausatmen, dehnen, tief einatmen, halten, tief ausatmen, Himmel gucken. Herrlich. Bei Runde drei kam ich ins Schwitzen, nach dem dreißigsten Krieger und sechzigsten Tisch schien die Welt aus nichts als zitternden Muskeln und strömenden Schweißperlen zu bestehen. Nur mein Atem blieb, wie er war. So, dachte ich, könnte es weiter gehen. Die Kraft ging mir einfach nicht aus.

Runde 38, Runde 39, Runde … ich verlor den Faden und fühlte nur noch das Rauschen im Körper. Pochen zwischen den Augenbrauen. Da sein und fließen. Von Atemnot noch immer keine Spur. Mensch, wo kommt bloß all die Kraft in meinem sonst so nörgeligen Körper her? Bei Runde x-und-irgendwas besann ich mich auf einen alten Ashtanga Yoga Trick: zehn Minuten Meditation im Schulterstand. Tief atmen, Konzentration in der Kehle, Stille. Alles warm, alles hell, alles in Frieden. Ein paar Vögel zankten sich im Geäst, das Gras war warm, der Himmel blau. Sonst nichts. Stille.

Habe ich das schon mal im Aerobic-Kurs erlebt? Ich kann mich nicht erinnern. Aber sollte ich noch mal die Gelegenheit haben, werde ich mich einfach durch die Bewegungen atmen. Mal sehen, wie viel Yoga in so einem Alltagssport stecken kann …

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Dietlind Arndt lebt und arbeitet seit Januar 2010 bei Yoga Vidya in Bad Meinberg.

1 Kommentar zu “Yoga im Sommer: Fitness und Flow

  1. Das unübertreffliche bei dieser Hanuman-Fitness-Reihe, von Yogameister Sukadev entwickelt, ist, dass man sich den ganzen Aufwand, und die Zeit für ein Training im Fitnessstudio sparen kann, auch finanziell. Zunächstmal beginnt die Reihe mit einem Herzkeislauftraining, danach folgen Übungen um alle Muskelgruppen zu stärken, dann folgt der Asanateil für die Flexibilität, und der meditative Asanateil, und endet mit der Tiefenentspannung. Anschl folgt das Pranayama, und ganz zum Schluß die Meditation. Ganz gezielt geht man vom festeren zum feineren, vom körperlichen zum geistigen über. Wirklich, es ist eine super Yogastunde, die Krönung ist dann wenn man im freien unter der Sonne übt.

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