Yoga Wiki über Gemüse

Gemüse ist gesund. Diese Binsenweisheit über Gemüse kennt jedes Kind – was es für das Kind oft nicht attraktiver macht, Gemüse zu essen. Wir werden erwachsener und vernünftiger, doch scheuen uns manchmal dennoch, diese Weisheit über Gemüse in unsere täglichen Essgewohnheiten zu integrieren. Die Zahlen sprechen für sich: 87 Prozent der Deutschen essen weniger als die empfohlenen 400 Gramm Gemüse am Tag. Durchschnittlich isst der Deutsche nur 124 Gramm Gemüse am Tag.

Es ist schade, dass viele diese knackige und schmackhafte Möglichkeit, ihrer Gesundheit mit Gemüse etwas Gutes zu tun, nicht nutzen. Doch vielleicht liegt es ja daran, dass gar nicht so ganz klar ist, warum Gemüse denn nun eigentlich so gesund ist? Vitamine sind bekanntlich drin im Gemüse, genauso wie Mineralstoffe. Interessant sind auch die sekundären Pflanzenstoffe, deren faszinierendes Wirken erst seit den 1990ern erforscht wird. Bisher wurde erst ein Bruchteil davon identifiziert, das Spektrum an gesundheitsfördernden Eigenschaften ist dennoch bereits überwältigend.

Die Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe in Gemüse liefern uns Antioxidantien. Antioxidantien klingt gewichtig – das sind diese Stoffe tatsächlich auch. Sie schützen unseren Körper vor freien Radikalen. Durch die heutige Umweltbelastung und unsere Ernährungsgewohnheiten wird jede Zelle unseres Körpers täglich mehrere tausend Mal von diesen Fremdlingen attackiert. Freie Radikale sind im Grunde genommen unvollständige und instabile Moleküle, die sich mit dem Elektron einer Körperzelle binden müssen, um vollständig zu sein. Dies kann man sich ruhig als „Zwangsheirat“ zwischen Elektron einer Zelle und Radikal vorstellen, die leider nicht sehr romantisch ist. Vielmehr führt sie zu einer gefährlichen Kettenreaktion, da nun die unvollständig gewordene Zelle sich wahllos an das Elektron einer weiteren Zelle bindet.

Leistet unser körpereigenes Abwehrteam da nicht ganze Arbeit, geraten die Zellen in oxidativen Stress. Langfristig führt es zu vielen Krankheiten, allen voran muss man hier Krebs erwähnen. Die Antioxidantien aus Gemüse und Obst sind ein tolles Team, um hier Abwehr zu leisten. Kein Gemüse ist ein Einzelkämpfer, sondern jedes Gemüse liefert dir Stoffe, die ihre ganz eigenen Spezialisierungen auf dem Gebiet der Schadstoffbekämpfung haben. So sind die Karotten richtige Friedensstifter – sie fangen freie Radikale ein und fördern die Kommunikation zwischen allen Zellen. Sie können es sogar schaffen, Zellen, die nicht mehr kommunizieren (was eine Ursache für Krebs ist) wieder in die Kommunikation einzugliedern. Der Brokkoli geht anders, aber gleichermaßen effizient vor. Er bildet einen Stoff, der sich Krebszellen in den Weg stellt, die sich dann nicht mehr unbeschwert im Körper ausbreiten können. Der Brokkoli (genau wie Rosenkohl) ist also der Türsteher des Körpers gegen unliebsame Gäste.

So einfach die Binsenweisheit ausgesprochen ist – Gemüse ist gesund! – so komplex ist die Wirkungsweise dieser oft grünen und immer gesunden Lebensmittel in unserem Körper. Während Medikamente isoliert und einseitig wirken, wirkt Gemüse so ganzheitlich, und jedes hat so viele gesundheitsfördernde Wirkstoffe. Vielleicht reicht dann doch zu wissen: Gemüse ist gesund. Am besten mindestens 5 Mal am Tag Obst und Gemüse essen. Für eine Vielfalt an Antioxidantien am besten auch auf Farbenvielfalt beim Essen von Gemüse achten. Wer sich darüber hinaus über Gemüse schlau machen möchte, kann das gerne in unserem Wiki-Artikel tun. ks

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