Yoga – Zitat des Tages

Umarme Einfachheit und Demut. Du wirst Unsterblichkeit und ewigen Frieden erreichen.

Swami Sivananda, 1887-1963

Einige Yoga-Links zu Swami Sivananda:

3 Kommentare zu “Yoga – Zitat des Tages

  1. Premajyoti

    Om
    🙂
    tiefgründig und wertvolle Interpretation.

    Om

  2. Ich habe vor längerer Zeit diese wunderbare Botschaft über Demut entdeckt und aufgehoben.
    Ich weiß nicht wer diese Worte geschrieben hat, für mich sind sie jedenfalls wunderschön und wahr. Ich finde sie umramen das inspirierende Zitat von Swami Sivananda sehr gut..
    🙂
    Demut
    Im Namen Gottes, des Gnädigen, des Barmherzigen

    In unserer heutigen Zeit hat Demut leider sehr viel an Bedeutung verloren, da sie fälschlicherweise oft mit Demütigung, Unterdrückung und Selbsterniedrigung verbunden wird. In dem nachfolgenden Text möchte ich aufzeigen, dass dem nicht so ist, sondern Demut viel mehr mit Dankbarkeit, Mut und Befreiung zu tun hat und dass sie vor allem auch eine Geistes- und Lebenshaltung ist.

    Albert Schweitzer bezeichnete die Demut einmal als “die Fähigkeit auch zu den kleinsten Dingen des Lebens” emporzuschauen. Um dies zu tun, müssen wir uns im geistigen Sinne nach unten begeben und Bescheidenheit üben. Wenn wir unsere Ansprüche zu hoch setzen und unseren Blick nur nach oben richten, werden wir die kleinen Dinge nicht wirklich sehen können, sie werden uns verborgen bleiben.
    Sind wir aber demütig, erweist sich das, was auf den ersten Blick klein scheint oft als wunderbar und groß. Dann werden wir diese Kleinigkeiten als etwas Besonderes ansehen, auch in dem Wissen um unserer eigene Geringfügigkeit und Kleinheit, verglichen mit der Größe Gottes. Zum Beispiel ein kleiner Stein, eine blühende Blume oder ein Schmetterling – das alles sind auf den ersten Blick kleine Dinge, von welchen aber jedes einzelne Gottes wunderbare Schöpfung offenbaren kann. Ebenso sollten wir, wenn wir vielleicht einen hohen Rang oder viel Wissen haben, nicht auf andere Menschen herabschauen und sie als geringer als uns selbst erachten. Jeder Mensch ist auf seine Weise einmalig und jeder hat besondere Talente oder Fähigkeiten. In der Fähigkeit, auch zu den kleinen Dingen emporzuschauen, erkennen wir an, dass wir von jedem und aus allem etwas lernen können. Niemand ist so groß, dass er nicht von dem Geringsten noch etwas lernen könnte. Allerdings sollte das nicht dazu führen, sich zu entwerten oder sich gar selbst zu verachten, denn das wäre falsche Demut. Vielmehr soll die Demut uns davor bewahren, uns selbst zu überschätzen und hochmütig und stolz zu sein.

    Demut und Hochmut
    Die Demut steht im Gegensatz zu Hochmut und Stolz. Wenn wir Demut üben, müssen wir unser Ego ablegen und erkennen, dass kein Mensch wirklich vollkommen ist. Wir dürfen uns selbst nicht zu wichtig nehmen, sondern müssen lernen, unsere eigene Begrenztheit anzuerkennen und nicht zu meinen, alles hänge nur von uns alleine ab. Wenn wir stolz sind auf unser Wissen, unseren Reichtum, unsere Talente oder unsere Erfolge ohne gleichzeitig dankbar zu sein und demütig anzuerkennen, dass nichts aus uns alleine kommt, so kann das dazu führen, dass wir hochmütig werden. Hochmut führt zu Selbstüberschätzung und Selbsterhöhung. Durch Hochmut entsteht Distanz im zwischenmenschlichen Bereich. Wenn wir uns, unser Können und unsere Erfolge überbewerten und uns für besser halten, grenzen wir uns zu unseren Mitmenschen ab und erhöhen uns selbst. Im Gegensatz dazu schafft Demut Nähe, da sie den Wert des anderen achtet. Sie schützt uns davor, uns über andere zu erhöhen und sie verleiht uns die nötige Erdhaftung.

    Demut ist Mut – Mut zur Demut, Mut zum Dienen, Mut zur Einsicht, Mut zur Menschlichkeit.

    In Demut Gott zu dienen beinhaltet ebenfalls den selbstlosen Dienst am Nächsten. Dies bedeutet achtsam zu sein gegenüber unseren Mitmenschen und der ganzen Schöpfung.

    Demut ist auch Mut zur Selbstlosigkeit. Das heißt, unser Denken und Handeln sollte nicht nur von Eigeninteresse und Eitelkeit geleitet sein. Wir müssen vielmehr auch dazu bereit sein, uns selbst zurückzustellen und dort wo es nötig ist, selbstlos zu helfen und solidarisch zu handeln, ohne viel Aufhebens darum zu machen.

    Solidarisch zu handeln könnte beispielsweise bedeuten, dass wir, wenn wir erkennen, dass jemand an seinem Arbeitsplatz gemobbt oder ungerecht behandelt wird, nicht einfach aus Angst vor Repressalien oder davor den Arbeitsplatz zu verlieren, stillschweigend zusehen, sondern dagegen einschreiten. Das kann viel Mut erfordern.

    Ein Beispiel für die Eitelkeit: Wenn wir ein Ehrenamt in erster Linie nur deshalb ausführen, um öffentliche Anerkennung