Gott wirkt jetzt nach der Gottesschau durch Arjuna hindurch – Bh.G. XI 46

Kurzvortrag über die Bhagavad Gita von Sukadev von Yoga Vidya Bad Meinberg. Hier klicken für weitere Infos zu: Seminare bei Yoga Vidya, Meditation, Ayurveda, Yogalehrer Ausbildung . Alle täglichen Inspirationen mp3 mit Player zum Anhören Arjuna hat erkannt dass das ganze Universum einschließlich der Vergangenheit und Zukunft, dass alles gleichzeitig im Hier und Jetzt ist.

8 Kommentare zu “Gott wirkt jetzt nach der Gottesschau durch Arjuna hindurch – Bh.G. XI 46

  1. Om Shanti,

    wenn man sich wirklich sicher ist, dass jemand die höchste Verwirklichung erreicht hat, kann man ihn auch um Rat, Führung etc. bitten oder das Gebet an ihn richten, mit dem Hintergrund, dass er dies zu Gott trägt. Ich würde nicht versuchen z.b. zu “irgendeinem” Menschen zu beten, zu einem Gewalttäter, Scharlatan oder zu Dämonen, dass wäre am Sinn vorbei. (Jetzt mal als extremes Gegenbeispiel).

    Wenn ich zum Absoluten bete, denke ich mir immer als Beispiel dazu, dass es sich um das Höchste handelt, was nicht durch die Zeit begrenzt ist, was die Schöpfung eingeleitet hat und was alle wahren Meister hervorgebracht hat und noch hervorbringen wird. Soweit mein “Setting”.

  2. Premajyoti

    OM
    Ich DANKE Euch!
    Om

  3. Om liebe Premajyoti,

    die Meister/innen die das Selbst verwirklicht haben wie Swami Sivananda schauen und sprechen aus dem reinen Bewußtsein hinter den Worten und Gedanken. Bei uns ist das Bewußtsein hintergründig und oft noch verschleiert, und bei den Meistern ist das Bewußtsein vordergründig.

    Verehrung und Anbetung hat etwas mit dem Herzen zu tun. Es ist der Weg der Liebe. Tief im innern fühlt man sich von GOTT angezogen. Man kann sich Gott aber nicht vorstellen weil Gott keine Form hat, aber man kann dann Gott anbeten um Kontakt aufzubauen so dass man versteht. Versteht man dann (Selbstverwirklichung) erkennt man Gott in sich und als sich selbst.

    MEISTER sind aber vorstellbar, sie haben gelebt und haben die absolute Wahrheit als heilige Schriften hinterlassen. Ihr Energie- u. Bewußtseinsfeld wirkt nach dem sie den Körper verlassen haben und im unendliche, ewigen eingegangen sind noch weiter. Oder sie leben als Selbstverwirklichte Meister mit einem Doppelbewußtsein auf der Erde, zu denen man einen persölichen Bezug aufbauen kann. Hingabe ist massgebend so dass man die Wahrheit aufnehemen kann.

    Die Meister lehren dass das Göttlich in jedem Menschen ist. Da wir aber nach aussen gerichten sind verlieren wir mehr und mehr Gott in unserem Dasein. Kommen wir aber durch Verehrung und Anbetung, und durch die Weisheit der Meister und heiligen Schriften wieder mehr nach innen, dann nehmen wir wieder Berühung mit Gott auf.

    Wenn man Gott anbetet betet man eigentlich das Göttliche in sich selbst an. Die Anbetung oder Verehrung von Meistern ist genauso, nur dass die Meister schon mal als Mensch auf der Erde lebten und den ganzen Weg zurück hintersich haben. Oder sie leben noch als Befreite. Oder wie wir, wir sind alle auf dem Weg, somit sind alle Meister auf verschiedenen Entwicklungsstufen.

    AVATARE herabkunft Gottes um wieder Ordnung herzustellen haben keinen pysischen Körper, obwohl sie auf der Erde mit einem Körper gelebt haben. Z.B. Krishna…

    Gott ist das Meer, die Meister/innen sind die zur Ruhe gekommenen Wellen, und wir Menschen sind noch tobenden Wellen im Meer.

    Solange wir uns von Gott getrennt fühlen ist Anbetung, Verehrung notwendig. Wir fühlen uns getrennt weil wir ein Ego (ich-Gefühl) haben. Löst sich das Ego immer mehr auf, dann verehren wir eigentlich jeden Menschen. Das tun Meister sie sehen in uns und in allem Gott, was wir noch nicht erkannt und verwirklicht haben.

    OM

  4. Premajyoti

    Om liebe Devaki,
    wäre Dir sehr dankbar, wenn Dir vielleicht hierzu noch etwas einfällt!
    Ich habe auch so ausführlich geschrieben, damit Du meine Fragen besser verstehst.
    Die absolute Wahrheit ist zwar hinter den Worten und hinter den Gedanken…..
    puuh, ich hoffe ich habe jetzt niemanden ins Zweifeln gebracht,
    OMMMMMMMM

  5. Premajyoti

    Om liebe Devaki,
    Danke für Deinen sehr langen und schönen Bericht,leider war ich noch nie in diesem faszinierenden Land, Du hast u.a. auch hier einen schönen Eindruck vermittelt.
    Danke Dir, das Dir meine Kommentare gefallen, mich regen die Kommentare auch immer zum Nachdenken an.
    Ich trage mich schon sehr lange mit diesem Zwiespalt herum und es kommt dann immer mit mir durch. Verzeihung!
    Ich verehre mittlerweile viele Gurus, meistens wenn ich einen wahren Guru sehe, falle ich meistens immer in eine Verehrungsrolle und bin dann oft, die absolute Inderin, doch dann schaltet sich der Verstand ein..
    Mein Sadguru wenn man so sagen kann ist P. Yogananda, weil ich ihn als erstes über Bücher, Lehrbriefe kennenlernen durfte und ihn sofort in mein Herz schloss, dann kam ich zu durch Gottes Führung zu Yoga Vidya, wo ich lernen durfte, das wir alle Aspekte Gottes sind.
    So öffnete ich mein Herz für viele Lehrer und Lehrerinnen und sie sind alle meine Lehrer, eigentlich sind wir sowieso alle Gottes-Aspekte wie Du es so schön beschreibst!!!
    Es gebührt den Gurus große Hochachtung denn sie vermitteln uns hier eine einzigartige Lehre, die uns hoffentlich sooner or later die Befreiung bringt!!!Da bin ich schon beim Thema,
    also, es gibt eine prägnante Stelle in der BG (leider weiß ich nicht wo diese steht, muss mal suchen) wo es u. a heißt, wenn wir die Engelwelt anbeten, dann gehen wir nach dem Tod in die Engelwelt, beten wir die Götter an, dann gehen wir in die Götterwelt, beten wir den Höchsten an, dann gehen wir zum Höchsten.
    Natürlich kann man jetzt sagen, dass der Guru ja als Brahman angesehen wird und deswegen beten wir ja ihn indirekt als Gott an??
    Vielleicht, ist die BG auch immer etwas schwer verständlich und vielleicht habe ich auch hier nur ein Teilwissen rausgepickt.
    Vielleicht halte ich mich nur auch an dem Wort:Beten fest….
    Aber noch eine Erklärung, auch wenn unsere Mütter und Väter lt. Hinduismus unsere ersten Gurus sind, bete ich ja auch nicht z,B meine Mutter an, sondern sehe Gott in meiner Mutter/Vater.
    Ich sehe die Meister als ältere, weise Brüder an, die vielleicht vorausgegangen sind und ehre sie, aber die höchste Ehre gebührt Gott.
    Ist das Arati ein Gebet, vielleicht ist ja eine Anrufung und ein Gebet etwas anderes?
    Lieber Sukadev, Du sagtest einmal wir sollen auch die höchsten Lehrer hinterfragen, deswegen hoffe ich kannst Du mir vergeben, wenn ich Dein liebevollen Sätze jetzt so herauspicke.
    NOcheinmal vielen Dank DEVAKI.
    Liebe Grüße

    I

  6. Oh, nun habe ich das “y” vergessen in deinem Namen –

    hiermit meine Verbesserung:

    Premajyoti.

    Danke!

  7. Liebe Premajoti,

    deine Frage ist an Yoga-Vidya gewendet, aber ich möchte auch kurz etwas antworten, gewissermaßen als individueller Teil der Yoga-Vidya-Gemeinde :-))).

    Ich verstehe dich so, dass du Schwierigkeiten hast, dass mit Sw. Sivananda eine Person direkt verehrt und angebetet wird. Ja, im Christentum macht es vielleicht niemand, den Pater oder Pfarrer anzubeten oder Lehrer (weibl. /männl.) und vor dieser Person dann auch noch auf die Knie zu fallen. In Sri Lanka habe ich das erlebt, es war bei einem buddhistischen Tempelfest. Die Schulkinder sahen ihre Lehrerin, gingen zu ihr hin und fielen zur Begrüßung vor ihr auf die Knie. Das war für mich befremdlich, es war im Jahr 2005 (etwa ein Jahr, bevor ich in Hamburg mit Yoga begann). Später erfuhr ich, dass in Sri L.s Schulen die Lehrpersonen immer so begrüßt werden.

    Ich denke, in indischen Schulen herrschen ähnliche Verhältnisse wie in Sri Lanka. Ich will noch etwas aus der Yogahauptstadt Rishikesh berichten. Dort findet die größte Arati-Veranstaltung (neben der im Sivananda-Ashram und in vielen anderen Ashrams) am Ufer des Ganges statt, ausgerichtet vom dort residierenden Nikithan-Ashram, täglich 18 Uhr mit Fernsehübertragung. Wunderschön, wie in dieser Atmosphäre am heiligen Ganges der Guru Munici gemeinsam mit den Gästen Mantras chantet, die über das Wasser hallen. Über allem thront die große Statue des sitzenden Shiva – eine sehr stimmungsvolle Zeremonie, farbenprächtig durch die Gruppen der orangefarben gekleideten Kinder (Novizen, anzusehen auf YouTube), die aus armen Familien stammen und hier Erziehung und Bildung bekommen. Bei einer größeren Veranstaltung – damals war es das ‘Internationale Yoga-Festival 2005’ – gab es unter den Eröffnungsansprachen eine, die ich überraschend fand. Rednerin war eine Frau aus USA, die nun schon länger im Ashram lebte, Mit größter Natürlichkeit flossen Worte der innigen Liebe und Verehrung, ja – Anbetung für den allseits geliebten Guru aus ihrem Mund neben den üblichen Honneurs in Festtagsreden. Einer Freundin von mir war das zu viel, dies alles war für sie ein Personenkult, der ihr auf die Nerven ging. Ich jedoch mochte es und hatte den Eindruck, die versammelten Menschen wollen das. Wir gingen trotz unserer Meinungsverschiedenheiten noch öfter hierher zum Arati.

    Das Verhältnis zwischen dem Guru und seinen Schülern wird in Indien – nach meinem Eindruck – im Allgemeinen von einer viel größeren Herzensverbindung getragen, dabei ganz offen zelebriert wie oben gezeigt, und so eine Verbindung hält auch ohne Mühe bis über den Tod hinaus. ‘Satguru’ (oder ‘Sadguru’??) ist vielleicht die treffendste Bezeichnung dafür, Guru des Herzens. In der Literatur gibt es ergreifende Schilderungen, wie Schüler und Guru sich begegnen, zum Beispiel wie es dem Schüler Vivekananda erging. Anbetung erscheint dabei geradezu als ein natürlicher Bestandteil.

    Übrigens finde ich es für mich auch ganz wichtig, nicht von ‘Göttern’ zu reden, sondern von ‘Gottheiten’, weil ich sie leichter als ‘Aspekte des Göttlichen’ betrachten kann. Diese Denkweise leuchtet mir am Besten ein. Der Ausdruck ‘Götter’ erinnert mich an meinen ersten Satsang bei Yoga-Vidya, niemand hatte mich vorbereitet. Ich dachte: Himmel, wo bin ich hier hineingeraten?, das ist ja purer Polytheismus, Vielgötterei! Später las ich irgendwo über Yoga-Vidya, dass dort ein ‘verdünnter Hinduismus’ praktiziert werde. Diese Bezeichnung gefällt mir gut, heute immer noch, denn sie bietet einige Freiheit.

    Liebe Premajoti, dies nur ein kleiner Einwurf zu deinem Thema aus meiner Perspektive. (Entschuldigung, ist ein bisschen lang geworden!) – Übrigens, ich lese immer sehr gern deine Kommentare!! Sie sind eine Bereicherung, bieten oft Stoff zum Nachdenken, wie jetzt auch, vieeelen Dank!

    Om Namah Shivaya.

    Liebe Grüße,
    Devaki

  8. Premajyoti

    OM
    verzeih, habe ich hier was falsch verstanden?!

    Den Meister Shivananda zu bitten um Führung und Hilfe z, B
    auch sanftmütig zu werden, wie er,
    uns an seiner Weisheit teilhaben zu lassen etc….

    Ist doch ein Unterschied wie ihn anzubeten, oder?

    Bitte, wie wird das praktiziert im Allgemeinen bei Yoga Vidya?
    Ist z.B das Arati auch ein Gebet an die Götter oder eine Anrufung bei uns zu sein und uns zu begleiten.
    Irgendwie gibt es für mich Hier einen Unterschied?
    Ich weiß, das auf Höchster Ebene ist alles eins , aber irgendwie finde ich das verwirrend.
    Om Shanti

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