Interview mit Narendra Hübner, Ashramleiter in Bad Meinberg

Wie lange praktizierst du schon Yoga?

Ich übe Yoga schon seit 35 Jahren.

Wie hast du zu Yoga Vidya gefunden?

Direkt nach meinem TTC bei Swami Vishnu-devananda und Shanmug Eckhardt in Kanada (Teachers Training Course, Yogalehrerausbildung) 1992 war ich einmal wieder in Frankfurt. Damals wohnte ich in Wiesbaden und war beruflich viel in Frankfurt. Eines Tages war ganz Frankfurt mit Werbezetteln zugeklebt, auf denen ein Bild mit Swami Vishnu-devananda in Anjaneyasana (Halbmondstellung) war. Das gleiche Bild hatten wir auf unseren TTC T-Shirts. Da dachte ich „Ah, einer von uns, da kann ich ja mal hingehen“. Es stellte sich raus, dass Sukadev Bretz und Eva-Maria Kürzinger in einer nächtlichen Aktion diese Zettel in Frankfurt aufgehängt hatten. So kam ich in das erste Yogazentrum, damals noch am Zoo.

Was macht deiner Meinung nach die Stärke von Yoga Vidya aus?

Alte indische Tradition übersetzt in unsere Zeit und Gesellschaft, das ist die Stärke von Yoga Vidya.

Wie kommt es, dass sich so viele Menschen angezogen fühlen?

Ich glaube, dass das Wirken von Swami Sivananda und Swami Vishnu-devananda viele Menschen auf einer subtilen Ebene berührt und außerdem haben wir eine sehr offene und transparente Darstellung dessen, was wir tun. Ich erhalte regelmäßig das Feedback, dass Menschen bei Yoga Vidya das bekommen, was sie erwarten.

Wie hast du den Aufbau in den letzten Jahren oder Jahrzehnten erlebt?

Ständig Dynamik und Wandel, niemals Stillstand. So habe ich die Geschichte von Yoga Vidya erlebt.

Was war von Anfang an so, was hat sich geändert?

Die Bedeutung von Swami Sivananda und Swami Vishnudevananda als Vorbilder hat sich gehalten. Über Jahrzehnte gab es auch eine starke Öffnung für andere Meister, Traditionen und Methoden, die teils wenig mit Yoga zu tun haben.

Es gibt ja viele Yogaschulen. Warum Yoga Vidya?

Bei Gründung von Yoga Vidya gab es nur wenige Yogastudios. Viele der inzwischen gegründeten Yogaschulen werden entweder von bei Yoga Vidya ausgebildeten Lehrern geleitet oder Yogalehrern anderer Traditionen, aber viele haben ihre Inspiration auch von Yoga Vidya bekommen. So hat Yoga Vidya eine große Vorbildfunktion für die ganze Yogaszene in Deutschland und Europa, weil es hier eine gute Verbindung klassischen Yogas mit zeitgenössischer Umsetzung gibt. Der offene und undogmatische Umgang mit anderen Yogatraditionen und -schulen gibt diesen auch die Möglichkeit, sich in Yoga weiterzubilden und für die eigene Praxis und fürs Unterrichten inspirieren zu lassen.

Was gefällt dir an unserer Organisation besonders?

Die vielen Möglichkeiten, die sowohl für absolute Anfänger als auch für sehr Fortgeschrittene geboten werden. Es gibt Angebote für jeden, einen Zugang zum Yoga zu finden und seiner Natur gemäß zu praktizieren, wie auch qualifizierte Spitzenangebote in sehr speziellen und tiefgehenden Themen. Die gibt es kaum an einer anderen Yogaschule, z. B. ein tieferes Verständnis in klassischen Schriften.

Dein Wunsch für die kommenden 25 Jahre?

Intensivere Verbreitung von Yoga als einem Weg zum inneren und äußeren Frieden.

Danke für das kurzfristige Interview!  

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Alle Seminare im Überblick: 

Narendra Hübner – absolvierte die Yogalehrerausbildung in den Sivananda Yoga Zentren und leitete als ehemaliger Balletttänzer eine eigene Ballettschule. Er studierte Musik und Instrumentalpädagogik. Die Schüler schätzen ihn als charismatischen, vielseitigen Yogalehrer und Ausbildungsleiter mit einem riesigen Erfahrungsschatz. Leiter des Hauses Yoga Vidya Bad Meinberg und Verantwortlicher für den Ausbildungsrat und Ausbildungsrichtlinien bei Yoga Vidya. Dozent für Yoga an der Steinbeis Hochschule.

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