Mantra Sharing Circle – mit Mantras Bäume retten

Mantra Sharing Cicle

Beim diesjährigen Yoga Vidya Musikfestival gibt es eine große Auswahl an Yogastunden, Konzerten und verschiedensten Workshops. Am Freitag, den 27. Mai von 14:30 bis 16:00 Uhr steht der “Mantra Sharing Circle” mit Pranavi & Cris Gavazzoni auf dem Programm. Was ist denn so ein Mantra Sharing Circle und was macht ihn besonders?

Ein Interview mit Pranavi

„Ich bin Mantrayogalehrerin und Mantramusikerin mit Herz und Verstand. Meine Yogastunden, Mantra Sharing Circle und Konzerte möchten tiefe Verbindung schaffen – zu dir selbst, zu anderen und zur Welt. Diese Verbindung gilt es für mich aufrichtig zu leben! So kann Yoga über die Matte hinaus lebendig werden und raus aus der Ego-Eso-Bubble. Bist du dabei?“

Pranavi

Was ist ein Mantra Sharing Circle?

Bei dem Mantra Sharing Circle ist es so: jedes Mantra hat gewisse Themen und bestimmte Wirkungen auf psychischer und energetischer Ebene. In dem Mantra Sharing Circle sind dann bestimmte Mantras oder das gemeinsames Singen von Kirtans verbunden mit einer ausgewählten Sharing Methode.

Die Sharing Methoden können ganz unterschiedlich sein. Die Teilnehmer können beispielsweise in Zweier- oder Dreier-Gruppen gehen, oder man bleibt vielleicht auch mal in der Großgruppe und kann sich dann zu bestimmten Themen austauschen, die genau zu dem jeweiligen Mantra passen.

Worum geht es dabei genau?

Auf der einen Seite geht es darum, meditative Elemente zu haben; zu hören, zu spüren und sich zu fragen: Was macht das Mantra mit mir, was löst es in mir aus?

Auf der anderen Seite geht es aber auch ums Mitsingen und darum, in diesem Sharing zu sein – von dem Mantra begleitet. Es geht darum, die Erfahrungen, die wir auf spiritueller Ebene machen, mit den Mantras noch bewusster oder expliziter zu machen und dann darüber in den Austausch zu gehen.

Pranavi Mantra Sharing Circle
Pranavi teilt gerne: mit anderen Menschen, der Natur und dem großen Ganzen.

Oft wurde früher oder vielleicht auch heute noch gesagt, man sollte über spirituelle Erfahrungen nicht so sprechen; dass es dann die Energie verlieren würde. Meine Erfahrung, die auch viele teilen, ist aber, dass man schon über diese Erfahrungen sprechen kann, wenn es nicht aus dem Ego heraus passiert.

Es geht dabei auch nicht nur um tiefe spirituelle Erlebnisse, sondern eben um ganz lebensweltliche Themen. Denn genau das sind ja eigentlich auch die Mantras – es sind Lebensaspekte. Wenn wir dann die spirituellen Erfahrung als Lebensaspekte nehmen, als lebensweltliche Themen oder als Aspekte der menschlichen Psyche, dann hat das auch überhaupt nichts Abgehobenes.

Und das Ganze steht dann unter dem unter dem Titel JAGADAMBE MA – die Welt in all ihren Erscheinungen als Mutter, als ein zusammenhängender Organismus, zu dem wir alle gehören.

Welche Mantras sind die “Auserwählten” im Sharing Circle?

Der Mantra Sharing Circle läuft so ab, dass durch die Mantras eine Geschichte erzählt wird und es eine Entwicklung gibt:

Jagadambe Ma

Dieses Mantra steht für die Welt als Mutter in all ihren Erscheinungen, so widersprüchlich sie manchmal auch anmuten. Es geht um die Gesamtheit und darum, alle Anteile anzunehmen und zu integrieren, bei sich selbst und in der Welt; und diese Anteile nicht zu bewerten oder zu beurteilen – denn jeder Anteil hat auch seinen Sinn.

Om Mata Kali Om Mata Durge

Kali steht nicht nur für Loslassen, sondern es geht auch darum, ganz klare Entscheidungen zu treffen. Jedes “Ja” ist auch ein “Nein” zu irgendwas anderem und andersherum. Jede Entscheidung ist außerdem stark mit einer Handlungsebene im Leben verbunden. Man kann sich so fragen:

  • Wie verhalte ich mich im Alltag?
  • Was mache ich mit der ganzen Energie, die mir zur Verfügung steht?
  • Wie positioniere ich mich in der Welt?
  • Zu was möchte ich wirklich “Nein” sagen?
  • Und zu was sage ich dann aus vollem Herzen “Ja”?
  • Was ist dem Sinn des großen Ganzen nicht mehr zuträglich?
  • Was bringt uns als Gesamtorganismus nach vorne, was ist sinnvoll?

Sada Lola – das ewige Hin und Her das Lebens

Wenn man seine grundsätzlichen Fragen geklärt und klare Entscheidungen getroffen hat, sein “Ja” und sein “Nein”, dann kann man einfach in diesem ewigen Hin und Her des Lebens fließen.

Das Leben in seiner Komplexität lässt ja überhaupt nicht zu, dass der Weg schnurstracks geradeaus geht, gerade weil wir alle miteinander verbunden sind und immer so viele Einflüsse von außen kommen. Eigentlich sind wir doch ständig in diesem Hin und Her des Lebens, denn nur so kommen wir auch in die Kraft der Handlung, in die Shakti.

He Mahadeva

Mahadeva ist ein Name von Shiva und zu ihm gehört auch Shakti. Ohne Shakti könnte Shiva in seinen verschiedenen Formen nicht handeln. Bei Shiva geht es besonders um die Kraft zur Veränderung. Wenn wir wirklich handeln, dann haben wir die Kraft, was zu verändern. Und das darf auch wirklich Mut machen – dass wir die Kraft haben, etwas Gutes in diese Welt zu tragen. Wahrscheinlich wird es noch ein fünftes Lied geben, doch das wird dann eine Überraschung…

Gibt es noch eine Besonderheit bei eurem Mantra Sharing?

Das Besondere am Mantra Sharing Circle beim Musikfestivals ist, dass wir da unsere Crowdfunding Kampagne starten. Also Mantra Musik mit Impact – wir möchten Geld sammeln, damit wir davon dann diese vier oder fünf Mantra Lieder aufnehmen können. Wir werden da selbst also nichts mit einnehmen, aber wir müssen natürlich die Produktionskosten decken.

Die fertigen Songs werden wir dann zur freien Verfügung stellen und alles, was wir dann über Streaming oder vielleicht auch Downloads einnehmen, geht zu 100% an ein Baum-Projekt in der Eiffel – langfristig.

Vedanta - Glück liegt nicht in den Dingen - Wald
Wälder sind die Lebensgrundlage vieler Lebewesen – auch von uns Menschen.

Beim Musikfestival geht es dann los mit der Kampagne; das ist die Startphase von dem Crowdfunding. Das Ganze läuft über Startnext, eine Crowdfunding Plattform. In der Startphase kann man noch nicht spenden – erst ab der Finanzierungsphase. Die Finanzierungsphase beginnt wahrscheinlich Anfang Juli und die Kampagne endet dann beim Xperience Festival im August.

In dieser Startphase ka