Menstruation, Ayurveda und Yoga

Die Menstruation ist ein göttliches Geschenk für die Frau. Es ist ein Eintauchen in die spirituelle weibliche Ur-Energie, die die Frau besonders in diesen Tagen wahrnehmen kann. Wir Frauen können besonders in dieser Zeit leichter in höhere Bewusstseinsebenen gelangen und intuitive Bilder, Klänge, Stimmen, Gerüche wahrnehmen. Verborgene Fähigkeiten können zum Vorschein kommen. 

Eigenliebe zu unserem Körper, zu unserem Geist, das Vordringen zu unserem wahren Wesenskern und natürlich zu allen Lebewesen, wird bei diesem liebevollen Reinigungsprozess entwickelt. Loslassen, Respekt, Ruhe und ein klares JA zu sich selber sind eine gute Basis für ein erfülltes Menstruieren.

Nimm dir die Zeit, die du brauchst. Meditiere im Sitzen oder, falls es angenehmer ist bzw. wenn du Schmerzen hast, im Liegen. Eine tiefe Bauchatmung kann sehr krampflösend sein. Atme in den Schmerz hinein. Lege dabei die Hände auf deinen Bauch und stelle dir dabei vor, wie Licht aus deinen Händen tritt.
Atme länger aus als ein. Lass immer mehr los und spüre dabei deine Sanftmut, deine Hingabe, deine Liebe und Schönheit.

Bei prämenstruellen Beschwerden kannst du zu Kapha reduzierenden Maßnahmen greifen:

  • regelmäßige Bewegung
  • leichte salzarme Kost
  • scharfe Gewürze
  • Bockshornkleesamen
  • und Ingwer

Auch ein Vitamin B2 Mangel kann die Ursache sein. Dann solltest du Bananen, Birnen, Vollreis und Grünkohl zu dir nehmen.

Doch gilt es im Ayurveda in erster Linie zu schauen, was die tieferen Ursachen von Menstruationsbeschwerden sind. Das kann verschiedene Gründe haben: Nicht-Annehmen der eigenen Weiblichkeit, ein negatives Selbstbild, Angst vor der hohen weiblichen Kraft, das Nicht-Loslassen von Vorstellungen, Ereignissen, Menschen und/oder Sonstiges…

Eine Hormon Yogastunde für Frauen kann dir beim Einfühlen in deine Seele helfen. Mit der richtigen Atemtechnik und den abgestimmten Asanas auf die weiblichen Geschlechtsorgane, kannst du deinen weiblichen Zyklus wieder „in Fluss“ bringen und Blockaden lösen.

Wichtig ist, dass du dir an diesem, an deinem heiligen Tag Ruhe gönnst. Damit beugst du so manchem Leiden vor, und du kannst Krämpfen, Unwohlsein und Übelkeit aus dem Weg gehen.

Ich wünsche jeder Frau einen Zugang zu ihrer inneren Göttin.
Om Shanti
Satyadevi

22 Kommentare zu “Menstruation, Ayurveda und Yoga

  1. Guten Tag,

    das ist ein wirklich schöner Beitrag. Ich selbst habe auch starke Probleme während meiner Menstruation. Ich habe starke Schmerzen, extreme Blutungen und dann auch noch Stimmungsschwankungen. Die Ärzte hatten mir zur Pille geraten, was ich allerdings ablehnte, da ich keine Hormone einnehmen wollte. Aktuell nutze ich spezielle Kräutertees.

    LG

  2. Liebe Satydevi,
    vielen Dank für Deinen einfühlsamen und informativen Artikel. Er kam genau zum passenden Zeitpunkt, da ich mich aktuell mit dem Thema Fruchtbarkeit und Menstruation beschäftige.
    Ich habe eine persönliche Frage: Nach 12 Jahren Einnahme der Verhütungspille habe ich diese im Sommer letzten Jahres abgesetzt. Seitdem menstruiere ich nur sehr unregelmäßig (alle 3-4 Monate). Ich würde mich sehr freuen, wenn Du mir einen Tipp bzw. ayuvedische Behandlungshinweise geben könntest, wie ich wieder Regelmäßigkeit erreichen kann.
    Herzlichen Dank & sonnige Grüße
    Saya

  3. Namaste liebe Chandi,
    ich sende den Link noch geöffnet weil ich den Artikel sehr hilfreich finde.

    Menstruation: Alte indische Stellungnahme

    Dr. Mhalank über die indisch-ayurvedische Sichtweise auf die Menstruation. (Anm. d. Red. Deutscher

    Frauensbevölkerung in Welt ist sehr vielfältig und voll mit Konstrast. Auf einer Seite sind reiche Frauen aus Städten, die fast jeden Luxus und Komfort zur Verfügung haben und auf der anderen Seite sind arme ländliche Frauen, die gar keinen Luxus und Komfort im Leben erfahren. So sind ihre Lebenstile, Essgewohneheiten, Sauberkeit, Ernährungsqualität, Meinungen, Gedanken auch sehr unterschiedlich. Die medizinische Hilfe und Führung, die sie im Leben bekommen haben deswegen auch sehr unterscheidliche Qualität. Die einzige Ähnlichkeit in dieser vielfältigen Bevölkerung ist, dass sie alle gleiche Anatomie und Physiologie haben. Menarchie, Menstruation und Menopause sind sehr wichtige Ereignisse in ihrem Leben und haben verschiedene Effekte auf ihrer Gesundheit und Personalität.

    In indischen Haushalten hatte früher die Menstruation der Frau sehr viel Achtung bekommen. Während der Menstruation hatte die Frau immer allein, isoliert gelebt und es gab viele Einschränkungen auf ihre Aktivitäten. Z. B.

    Sie durfte die Küche nicht eintreten und sich bei der Küchearbeit beteiligen.
    Auch in den religiösen und spirituellen Aktivitäten durfte sie nicht teilnehmen und sollte auch nicht den Tempel, Friedhof oder die Hochzeitzeremonie besuchen.
    Reisen, Pilgerreise oder Geschlechtverkehr durfte sie auch nicht durchführen.
    Sie durfte keine würzige Speisen essen oder fasten, sondern mußte ein einfaches Essen zu sich nehmen.
    Sie durfte sich auch nicht viel schminken, sondern mußte sich eher simple anziehen.
    Anstrengende und stressige Aktivitäten und Konflikte sollte sie meiden.
    Während der Menstruation durfte niemand sie berühren.
    Sie durfte einfache Aufgaben und Yogaübungen machen und gute Literatur lesen.

    So eine Stellungnahme würde heute sehr orthodox, primitiv und unpraktisch erscheinen. Man muß aber versuchen, die subtilen Änderungen, die im weiblichen Körper und Geist während Menstruation stattfinden zu verstehen und dann soll man analysieren, warum man so viele Einschränkungen damals empfohlen hatte.

    Das Menstruationsblut heißt ‚Raja‘ im Ayurveda. Das Wort ‚Raja‘ erscheint in einem anderen Kontext von Trigunas auch. Nach vedischem Verständnis formen die drei Energien (Trigunas) nämlich Sattva, Raja und Tama die Basis für Kosmos. Alle lebendige und unlebendige Dinge in Universum sind aus diesen drei Energien geschöpft. Jede von diesen drei Energien hat eigene Eigenschaften und Effekte. Z.B.

    Sattva Energie bringt Klarheit, Stabilität, Sauberkeit und Erleuchtung
    Raja Energie bringt Unstabilität, Schwankungen und Änderungen
    Tama Energie bringt Trägheit, Lethargie, Unwissenheit, Unsauberkeit und Zerstörung
    Diese drei Energien beeinflüssen nicht nur körperliches und psychisches Niveau einer Person, sondern auch die Intelligenz, Gedächtnis, Geist, geistige Aktivitäten (wie denken) und auch die Seele. Wenn eine Person mehr von Sattva Energie beeineinflüßt wird, gibt es mehr Klarheit, Leichtigkeit, Sauberkeit und Stabilität in ihrem Körper, Geist, geistigen Aktivitäten und Taten. Wenn eine Person mehr von Raja Energie beeineinflüßt wird, gibt es mehr Unstabilität, Schwankungen und Änderungen in ihrem Körper, Geist, geistigen Aktivitäten und Taten. Und wenn eine Person mehr von Tama Energie beeineinflüßt wird, gibt es mehr Trägheit, Lethargie, Unwissenheit, Unsauberkeit und Zerstörung in ihrem Körper, Geist, geistigen Aktivitäten und Taten. Während Menstruation vermehrt Raja Energie in Körper, Geist, geistigen Aktivitäten und Taten der Frau. Deswegen heißt das Menstruationsblut ‚Raja‘ in Ayurveda. So diese Terminologie hat sehr subtile Bedeutung.

    Wenn wir die physiologische Änderungen, die in weiblichen Körper während Menstruation stattfinden, wahrnehmen würden, würden wir mit oben beschriebenen Prinzip überzeugt sein. Die wichtige Änderungen und Probleme, die meisten Damen während Menstruation erfahren, sind ~

    Zunahme in Körpertemperatur
    Stimulationen in Brüsten
    Stimulation auf der Haut
    Mehr Schwitzen
    Schmerzen im Bauch, Rücken und Oberschänkel
    Heißes Gefühl in Vagina
    Geistige Unstabilität und Launne Schwankungen
    Irritation, Nervösität
    Depression
    Schlafstörungen
    Bluthochdruck

    Alle diese Symptome reflecktieren den Überschuß von Raja Energie im Körper und Geist der Frau. Um diese Probleme unter Kontrolle zu bringen und ihre Verschlechterung zu meiden, muß die Frau einen richtigen Lebenstil und Diätplan befolgen so dass Raja Energie nicht weiter zunimmt. Folgende Dinge und Aktivitäten können Raja Energie erhöhen ~

    Hektische Aktivitäten
    Überarbeiten
    Stressige Aufgaben
    Scharfe, gewürzige Nahrung
    Unvegetarische Nahrung wie Fleisch
    Alkohol
    Rauchen
    Nachts wach bleiben
    Verstopfung
    Anstrengende Reisen
    Geschlechtverkehr
    Psychische Spannungen und Stresse
    Konflikte
    Negative Emotionen wie Ärger, Eifersucht

    Alle diese Dinge können die Kondition der Frau während Menstruation noch schlimmer machen. Deswegen hatte man in alter indischen Gesellschaft empfohlen, dass die Frau während ihrer Menstruation ehr isoliert leben soll und alle oben genannte Dinge vermeiden soll.

    So lang die religiöse und spirituelle Aktivitäten in Frage kommen, ist ihr Ziel die Sattva Energie zu erhöhen und Raja und Tama Energien zu reduzieren. Weil während Menstruation Raja Energie zu hoch ist, ist das nicht eine ideale Zeit für die Frau in solchen Aktivitäten zu beteiligen. Deshalb dürfen die Frauen nicht während Menstruation in religiösen und spirituellen Aktivitäten teilnehmen.

    Leider werden die alte indische Traditionen oft falsch interpretiert und mißverstanden. Viele heutige Frauen befolgen nicht richtigen Lebenstil und Diätplan während Menstruation und dann leiden an Menstruationsprobleme und hormonelle Störungen. Das ist sehr schade. Gute Menstruation ist extrem notwendig für gute Gesundheit und gute Schwangerschaft. Leider wissen viele heutige Frauen das nicht. Es wäre vielleicht heute praktisch nicht möglich, genau so zu leben wie die alte indische Traditionen empfohlen hatten. Aber mindestens müssen die Frauen während Menstruation einen gesunden Lebenstil und Diätplan befolgen und anstrengende Aktivitäten, Stress, Alkohol, Rauchen, Konflikte, negative Emotionen usw meiden.

    Dr. Abhijit Mhalank

    Über den Autor:

    Dr. Abhijit Mhalank ist erfahrungvoller Ayurvedaarzt und hat in ayurvedischer Pathologie spezialisiert. Seine mehrere Bücher und Artikeln sind in verschiedenen Sprachen schon veröffetlicht worden. Er hat auch ein CD ‘Encyeclopaedia Ayurvedica’ produziert. Diese CD ist ein praktisch nützliches Software und enthält Informatiopn von über zehn tausend ayurvedischen Präperaten. Neben Englisch, kennt Dr Mhalank auch Deutsch, Sanskrit und noch zwei indischen Sprachen sehr gut und hat in Deutschland, Frankreich, Österreich, Schweiz, Italien und Spanien viele Vorträge und Konsultationen gemacht. Mehrmals hat er auch in Radio und Fernseherprogrammen teilgenommen.

  4. Namaste liebe Chandi,

    hier ist ein schöner Artikel für dich.
    http://www.ayurveda-portal.de/aktuelle-beitraege/39-ayurveda-frauen/1320-menstruation-alte-indische-stellungnahme.html

    Ich wünsche dir sehr dass du mehr und mehr der Menstruation einen höheren Stellenwert geben kannst, und dass du ohne Angst dich auf deine Tage dich vorbereiten kannst.

    Zum Glück habe ich noch nie bei meinen Tagen schmerzen gehabt, aber ich durchlief immer alle emotionale Schwankungen. daher kann und möchte ich auch nicht nachfühlen was Frauen in der Zeit an Schmerzen durchmachen müssen. Ich bin aber davon überzeugt dass viel Altlast auch aus früheren Inkarnationen in der Zeit befreit wird, was die Frau näher zum Göttlichen führt.

    Liebe Grüße
    Rafaela Om

  5. Danke Eifelfee! Dazu fällt mir ein, dass in Indien Frauen nicht an hinduistischen Ritualen teilnehmen dürfen, wenn sie ihre Tage haben. Das ist ebenso diskriminierend und frauenfeindlich, wie das aussegnen.
    Wir Frauen sollten uns all dieser patriarchalen Wurzeln bewusst sein und die Welt auf den Kopf stellen! 🙂 Ich jedenfalls ordne mich keinem Mann unter, bloß weil er ein Mann ist – nur rein zufällig: meine Chefs sind Männer! (Was für ein Zufall..)
    Es fällt mir schwer, die Menstruation als etwas Positives zu sehen, weil ich mich jedesmal schlecht fühle, ich habe dabei Bauch- und Kopfschmerzen, zum Glück nicht mehr so schlimm, wie in ganz jungen Jahren.. Früher musste ich meistens sogar im Bett bleiben, so schlecht ging es mir.
    Ich finde, es muss sich vor allem die Einstellung, zur Menstruation ändern insofern, dass die Frauen ihr Recht auf Entspannung und Ruhe in dieser Zeit fordern und bekommen: Ich brauch jetzt meine Ruhe, ich sagte ja schon, ich habe meine Tage!!!
    OM
    Namasté Chandi

  6. Om,Om , Om am letzten Samstag hatte ich die wunderbare Gelegenheit hier bei uns in
    der Eifel mit 7 Frauen an einer geführten Wanderung zu verschiedenen Matronenheiligtümer, die bei Ausgrabungen gefunden wurden,teilzunehmen. Es handelt sich dabei um unseren Steingrabmalen ähnlichen Steine aus gallo-römischer Zeit,die allesamt drei nebeneinandersitzende Frauen -Göttinen- abbilden. In der Mitte sitzend eine junge Frau mit
    langen, offen getragenen Haaren ,rechts von ihr eine ältere Frau mit ballonartiger Kopfbedeckung ebenso die links neben ihr sitzende „Weise Alte“ Das Wort Matrone ist ja seit langer Zeit nicht mehr gebräuchlich , daraus wurde nämlich im Christentum abgeleitet vom
    männlichen Patron die Patronin . Allenfalls findet sich das Wort Matrone noch in negativer
    Bedeutung – das zänkische alte Weib – Was hat das alles jetzt mit unserem Thema Menstruation zu tun ? Unsere sehr belesene Referentin berichtete darüber, das in jenen alten Zeiten diese abgebildeten Frauen sehr verehrt wurden, auch von Männern, die diese Steine auch aufstellen ließen. Das Menstruationsblut der Frauen galt als „heilig“ und zu Zeit der Menstruation mussten die Frauen nicht arbeiten ,sondern durften ausruhen und wurden von anderen Menschen versorgt. Viele Jahrhunderte später bis in unsere Zeit reichend hat sich wie wir ja auch in oben gelesenen Beiträgen entnehmen können,das Denken völlig geändert . Ich war nämlich dann doch etwas erschrocken, als ich , die nun seit etwas mehr als 3 Jahren im Dorf lebende Städterin von ‚Frauen Katholischer Konfession erfahren habe ,das sie noch bis in die 1970er Jahre „ausgesegnet“ wurden. Das hieß soviel wie unrein sein ,während dieser Zeit war kein Kommunionempfang erlaubt.
    Wie bekannt hat eine Frau in der Kath. Kirche nicht die Möglichkeit zu Priesterin geweiht zu werden, dank einer veralten patriarchalischen Tradition. Wenn Frauen hier in dieser vom Katholizismus stark geprägten Region über ihr Erfahrungen sprechen, dann kann frau/mann das Leiden darunter spüren. Aber die Zeiten ändern sich ! Mögen sich die Männer der alten Leiden der Frauen bewußt werden und mögen die alten Wunden der Frauen heilen! Das wünscht sich von Herzen die „Eifelfee“

  7. Habe die Diskussion mit viel Interesse und einem Lächeln gelesen. Denn ich kann gut nachvollziehen, wie man auf Satyadevis Tipps reagieren kann, wenn man sich zwischen Beruf und Familie aufreibt. Unsere Arbeitswelt ist von Männern geschaffen und geprägt und die bilden sich sehr viel darauf ein, dass sie angeblich jeden Tag gleich viel Leistung bringen. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht ist Schwangerschaft und Mutterschutz ein Kostenfaktor. Wenn wir jetzt auch noch Sonderbehandlung während der Menstruation fordern, katapultieren wir uns noch mehr vom Arbeitsmarkt. Auch ich bin Yogini außerhalb der geschützten Ashramathmosphäre – und beneide manchmal alle, die sie genießen können. Ohne die ständigen Reize, auf die ich verzichten könnte und Diskussionen, die mich Zeit und Kraft kosten, hätte ich natürlich mehr Energie für meine spirituelle Praxis. Aber ich bin in meinem Familienleben gern verpflichtet und freue mich, dass ich durch Yoga Impulse bekomme, die ich wo auch immer umsetzen kann. Über Tipps zum Umgang mit was auch immer freue ich mich, egal woher sie kommen, und sortiere aus, was ich persönlich in meiner Situation verwenden kann. Und selbst wenn nicht, es inspiriert mich. Ich selber menstruiere seit 2008 nicht mehr, da ich nach Brustkrebs eine Hormontherapie mache. Die gleichbleibende Leistungsfähigkeit ohne störende Stimmungsschwankungen hat ihren Reiz und ich verstehe inzwischen besser, wie Männer funktionieren. Aber ich vermisse diese Wellen und Rythmen sehr, fühle mich meiner „inneren Göttin“ weniger nah. Auch die Reinigungskraft der Blutung fehlt mir, auch wenn ich nach drei Geburten in den ersten beiden Tagen immer Schmerzen hatte. Wie ihr seht hat alles (mindestens) zwei Seiten und wir neigen doch sehr dazu, uns zu wünschen, was wir hatten oder was andere haben. Lasst uns einfach unser Dasein genießen, auch mit Menstruationsbeschwerden, weil sie uns zwingen, dass wir uns auch mal liebevoll um uns selber kümmern, wie wir das für unsere Kinder ganz selbstverständlich tun. Berufstätige Frauen mit Kindern überfordern sich chronisch und sind gesundheitlich oft sehr schlecht dran. Ich dachte früher auch, Auszeit nehmen ginge nicht. Aber man kann. Und man darf. Im Ashram genauso wie draußen.
    Om Shanti
    Angelika

  8. So denke ich auch! 🙂

  9. Parashakti

    Om Shanti!
    Ich gehöre ebenfalls zu der Fraktion alleinerziehnder berufstätiger Mütter: Vollzeitjob, nebenbei freiberuflich tätig, sehr lebhaftes Kind. Aber ich sehe nichts Unmögliches an dem, was Satyadevi vorgeschlagen hat. Wer Probleme sehen will, sieht Probleme. Wer Lösungen sehen will, sieht Lösungen 😉 Ich werde die Vorschläge auf jeden Fall beherzigen, ist ja auch einfach gemacht: richtige Sachen essen, Bewegung (kann man auch mit Kind haben!), alles ruhiger und bewusster angehen lassen (so wie Bettina es vorgeschlagen hat) und wenn man ein Tag „krank“ macht, geht die Welt auch nicht unter. Ich komme langsam von dem Gedanken ab, dass ich immer 100% geben muss, und fühle mich sehr wohl dabei, und schaffe seltsamerweise auch mehr. Wir müssen uns mal vor Augen führen, dass wir keine Maschinen sind. Und wenn sogar Maschinen Pflege und Wartung brauchen, um funktionieren zu können, dann brauchen wir das um so mehr – für unsere Seele und unsere Weiblichkeit. So ein Tag ist doch ideal dafür. Ich werde es auf jeden Fall versuchen. Schaden wird es auf jeden Fall nicht 😉

  10. Nachtschatten

    frei nach einer bekannten Zen-Geschichte:
    „wenn ich menstruiere, menstruiere ich“
    … … …

  11. Liebe Satyadevi,

    in guter Hoffnung…….?!

    Oder darauf hoffend, dass sich in der Gesellschaft etwas ändert -:)?

    Om Shanti

    Katrin

  12. Auch wenn man Vollzeit arbeitet, kann man es am ersten Tag der Menstruation ein bisschen ruhiger angehen lassen, sich mehr Pausen gönnen und sich nicht gerade an dem Tag Höchstleistung abverlangen. Ich persönlich habe kein Interesse an einer Sonderregelung für menstruierende Frauen und fände eine entsprechende Diskussion mit meinem Arbeitgeber peinlich. Aber der Arbeitgeber sollte schon Verständnis haben wenn man sagt, dass man heute (aus welchem Grund auch immer, das kann ja auch Männern mal so gehen) nicht in Top-Form ist und es ein bisschen langsamer angehen lassen muss. Ich habe den Beitrag auch eher so verstanden, dass man sich an dem Tag vielleicht auch mal bewusst macht, wie sehr man seine eigenen Bedürfnisse oft unterdrückt und was diese Bedürfnisse eigentlich sind. Die Ruhe, die man sich gönnt kann eben auch darin bestehen, sich mal einen Tag nicht von den äußeren Umständen hetzen zu lassen…

  13. Liebe Waldfee,

    ich habe Satyadevi nicht „angegriffen“, sondern ich habe bedauert, dass ihr Beitrag so wenig mit dem Leben vieler Frauen zu tun hat, die einen normalen 8 Stunden Job machen müssen, weil sonst vielleicht das Geld nicht reicht und die darüber hinaus sich noch um Haushalt und Kinder kümmern müssen. Diesen Frauen zu sagen, sie sollten sich an dem „heiligen Tag“ ihrer Menstruation Ruhe gönnen, ist nicht nur ein Schlag ins Gesicht dieser Frauen, sondern zeigt, dass Satyadevi selbst nicht weiß, wie es solchen Frauen geht, da sie im Schutz des Ashrams und ohne eigene Kinder ihre „heilige Weiblichkeit“ zelebrieren kann….! Vielleicht ist es besser, sich erst dann zu Wort zu melden und Tipps zu geben, wenn man weiß,wovon man spricht?

    Om shanti
    Katrin

  14. Satyadevi

    Om liebe Sabine,
    sehr gerne hätte ich noch mehr geschrieben, doch ein Blog Beitrag sollte nicht zu lang sein :-). (Vielleicht schreibe ich ja mal irgendwann ein Buch)
    Ich mache mir sehr viele Gedanken über die Frau in der heutigen Gesellschaft. Und ich bin immer wieder fasziniert, wie stark doch die Frauen sind. Wie viel sie leisten auf allen Ebenen. Im beruflichen, privaten und spirituellen Bereich.
    Auch ich muss immer wieder schauen wie ich alles bewältige. Es gibt so viele Herausforderungen in allen Bereichen. Positive und manchmal scheinbar nicht so Angenehme ;-). Was auch hilft ist Mantra Singen, ins Tagebuch schreiben, in die Natur gehen oder einfach mit einem lieben Menschen sich austauschen… und natürlich beten…z.B. um Segen und Gnade bitten. Wir können unsere Meister und Engel um Alles bitten und dann LOSLASSEN…und manchmal passieren dann Wunder.
    PS: Premajyoti`s Beitrag kann Frau sich zu Herzen nehmen. Danke dir Premajyoti.
    Om Shanti
    Satyadevi

  15. Liebe Satyadevi,
    ja das Thema ist sehr emotional besetzt. Mein erster Gedanke war, dass sich das alles etwas oberflächlich anhört. Irgendwie nichts Konkretes, alles nur angeschnitten. Menstruation, spirituelle Kraft, sich Auszeiten gönnen – all das ist sicher richtig und doch müssen wir um wirklich Heilung zu erfahren unser gesamtes Denken umstellen uns frei machen von den Erwartungen der Gesellschaft: Als Mutter immer parat sein, als Arbeitnehmerin immer funktionieren, als Ehefrau und Geliebte ebenfalls funktionieren. Dieser Entwicklungsschritt ist verdammt schwer, weil wir es dann mit der Verurteilung der Gesellschaft zu tun bekommen und wirklich Freiheit erfahren können.
    Om shanti, Laxmi

  16. Premajyoti

    Om
    ich finde es auch schade, das Frauen nicht mehr Zeit haben für die Kinder, ich war selbst lange alleinerziehend und vollbeschäftigt, habe aber mein Kind als sehr motivierend empfunden und die Zeit war sehr kostbar, leider bedauere ich heute ein wenig, nicht den Mut gehabt zu haben weniger zu verdienen und halbtags gearbeitet zu haben.
    Es wäre auch gegangen.
    Ich wünsche allen Frauen/Männern, das sie ihre Zeit mit den Kindern so richtig genießen können. Kinder sind ein richtig schönes Geschenk.
    Om Shanti

  17. Om Ihr Lieben,
    die Kommentare zeigen, dass das Thema Menstruation ein sehr Sensibles ist.
    Ich hoffe für alle Frauen, gerade in den Industrieländern, dass sie eine Lösung finden.
    Im Arbeitsleben sollte es eine Regel geben, die besagt, dass Frauen am ersten Tag ihrer Mestruation nur einen halben Tag arbeiten sollten. Es sei denn, sie wollen arbeiten. Aber es sollte jeder Frau zustehen! Das ist unser Recht. Durch die Ruhe und Kraft die entstehen, kann auch nur der Arbeitgeber davon provitieren. Ich kann nur jeder Frau raten, sich mit anderen Frauen bei der Arbeit zusammenzutun und mit dem Arbeitgeber/in darüber sprechen.
    Frauen, die Kinder haben kann ich nur empfehlen, sich mit anderen Müttern zusammenzutun und sich gegenseitig zu helfen.
    Früher war alles ein wenig anders, da lebte man manchmal mit 3 Generationen zusammen. Nun ist unsere Kreativität gefragt, wie wir mit den Veränderungen umgehen.
    Hoffentlich gibt es schon in naher Zukunft eine Lösung in unserer Gesellschaft.
    In guter Hoffnung
    Om Shanti Satyadevi

  18. Mir hat der Beitrag sehr gut gefallen (obwohl ich zur Fraktion Vollzeitjob gehöre;)
    Ich finde es schön, dass Satyadevi die Menstruation positiv und liebevoll beschreibt und finde auch die Tipps umsetzbar. Gerade wenn Ihr, Cornelia und Kathrin, sonst diejenigen seid, die sich um alles kümmern (müssen) können sich die anderen doch einmal im Monat um Euch kümmern. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass in der Familie jede/r mal seine Auszeit braucht – und bekommt, wenn er/sie das klar formuliert (und das Vertrauen hat, dass Dinge auch ohne eigenes Zutun klappen).
    OM Shanti und allen einen guten Start in die Woche!

  19. Mir geht es ebenso,wie zuvor erwähnt: Alltag,Vollzeitjob u.Kinder. Da bleibt wenig Zeit mich um mich selbst zu kümmern und meine Bedürfnisse umzusetzen in dieser besonderen Zeit der Menstruation. Wir Frauen brauchen Tips,die sich in solchen Situationen umsetzen lassen! Denn eine Auszeit wg.der Menstruation ist nicht möglich!
    OM Shanti

  20. Liebe Katrin,

    im Ashram hat man auch sehr viele Arbeiten zu erledigen und nicht unbedingt mehr Zeit als Leute, die „draußen“ leben!!!
    Ich finde die Ernährungstips sehr wertvoll und den Link zur passenden Yogastunde! Abgesehen davon, daß ich den ganzen Kommentar sehr liebevoll und interessant geschrieben finde.

    Was soll Dein Angriff???
    Verstehe ich nicht!
    Ich danke Satyadevi für den schönen Beitrag!

    Om shanti und einen schönen, friedvollen Sonntag!

  21. OM OM liebe Satyadevi,liebe Katrin,

    danke für den schönen Beitrag über die Menstruation. Ja, ich denke auch, dass das Umfeld in dem wir leben einen entscheidenden Einfluß auf unser Wohlbefinden hat und sicherlich-so stelle ich mir es vor ohne eigene Erfahrungen im Ashram zu haben- außer als Seminarteilnehnerin:) , ist
    das Leben im Ashram für die spirituelle Fortentwicklung günstiger als da „draußen“, außerhalb eben. Ich kann hier nur über meine eigenen Erfahrungen schreiben. Ich habe 1996 mit 38 Jahren mit Yoga angefangen ,d.h. regelmäßig 1X die Woche in einer sehr schönen Gruppe mit einer sehr kompetenten und erfahrenen Lehrerin. Seitdem bin ich dabei geblieben,selber eine Yogalehrerin geworden , und sehr dankbar für die vielen schönen Erfahrungen in meinem Leben mit Yoga , aber“ draußen „lebend,in Ehe und Familie (4Kinder). Wir können ja selber wählen und entscheiden. Zur Menstruation kann ich sagen, dass ich keine Probleme hatte und auch als ich in die Wechseljahre gekommen bin,hat mir Yoga sehr geholfen und hilft weiterhin diese Umstellung im Leben der Frau zu bewältigen . Es ist letzendlich doch wieder egal,ob ich Yoga im Ashram praktiziere oder
    anderswo. Es ist eine Frage des Wollens. Yoga geht überall.

  22. Liebe Satydevi,

    wenn man im geschützten Umfeld eines Ashrams lebt, lassen sich Deine Vorschläge sicher gut umsetzen.

    Was ist mit den Frauen, die neben einem Vollzeitjob vielleicht noch Kinder zu versorgen haben, was machen diese?

    Ich finde es immer ein bisschen schade, wenn Vorschläge kommen von Menschen, die das Leben „draußen“ seit Jahren nicht kennen und trotzdem glauben, sinnvolle Vorschläge machen zu können…..!

    Om shanti

    Katrin

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