Sattwiger Ayurveda: Ernährung

Es werden in letzter Zeit viele Ayurveda Bücher geschrieben.
Manchmal bin ich ziemlich schockiert darüber, was in diesen Bücher steht.
Z.B. wird in manchen Büchern schon die Fleischempfehlung in Vata, Pitta und Kapha aufgeteilt.
„Für Vata Typen ist rotes Fleisch ideal, für Pitta Typen ist eher Huhn geeignet und so weiter.“
„Pitta Typen  sollten Rotwein meiden und Kapha Typen vertragen alle Weine recht gut…“
„Für Vata Typen ist Rohkost nicht so gut geeignet.“
Das wahre sattwige Ayurveda hat in den letzten Jahrhunderten einen tiefen Absturz erfahren.
Wenn es so weiter geht, gibt es vielleicht irgendwann ein Ayurveda Buch, indem verschiedenes Menschenfleisch empfohlen wird.
Das klingt jetzt erst einmal ganz schön pervers. Aber ich denke, dass die Ayurvedi`s vor ein paar Jahrhunderten oder Jahrtausenden sich auch nicht vorstellen konnten, dass jemals ein Ayurveda Buch geschrieben wird, indem Tierleichen empfohlen werden.

Was heißt Ayurveda? Ayurveda ist die Lehre des langen, gesunden und glücklichen Lebens.
Wenn wir Fleisch essen, schafft dieses Leid, weil die Tiere unter sehr ungünstigen Umständen gehalten werden und anschließend brutal im Beisein ihrer Artgenossen umgebracht werden. Dadurch schaffen die Menschen die Fleisch essen den Tieren Leid zu und sich selber auch, bezogen auf die Karmalehre. Alkohol ist laut Yoga und Ayurveda wie auch Fleisch tamasig. Sie legen die Energien lahm, verunreinigen Körper und Geist. Der Körper muss eine immense Kraft aufbringen, um diese Gifte auszuscheiden. Die Energie könnte man sonst für Kreativität oder andere tugendhaften Tätigkeiten nutzen.
Auch Zucker, Schokolade, Kaffee, Grün Tee, Schwarz Tee, Knoblauch, Zwiebeln, Tabak, Essig und Tiefkühlkost sollten gemieden werden. Diese Lebensmittel können uns auf unserem spirituellen Weg behindern.
Es mag eine Zeit geben in der unsere Seele eine rajasige oder sogar eine tamasige Erfahrung durchleben möchte mit all ihren Tücken. Doch sollten wir unseren Sinn im Leben und unsere hohen Ideale nicht ganz aus den Augen verlieren.
Verschiedene Reinigungstechniken aus dem Yoga und Ayurveda können Dir wieder auf Deinen sattwigen Weg verhelfen: Asanas, Pranayama, Fasten, Meditation, positives Denken und vieles mehr…
Viele Menschen bei Yoga Vidya nutzen unsere beliebten Ayurveda Kuren und Anwendungen in der Ayurveda Oase oder eine Fastenkur, um ihrem Leben wieder einen sattwigen Impuls zu geben.
Viel Erfolg!

5 Kommentare zu “Sattwiger Ayurveda: Ernährung

  1. Ich gebe zu, dass ich ziemlich verwirrt bin. Angeblich gibt es im (klassischen) Ayurveda doch eben kein Fleischverbot (siehe u.a. hier: http://www.ayurveda-journal.de/index.php?id=325). Sogar der Dalai Lama (ok, kein Yogi, aber dennoch jemand, der Samadhi nicht sonderlich fern ist, ißt Fleisch: http://en.wikipedia.org/wiki/Buddhist_vegetarianism

    Ich bin auch überzeugt, dass eine (überwiegend) vegetarische Ernährung sinnvoll ist, auch dass Fleisch sicherlich nicht sattwig ist, aber im Ayurveda gibt es sicherlich auch Rezepte, die mit Fleisch zubereitet werden.

  2. Man nehme ein wenig Wissen über Ayurveda, tue ein paar Eßlöffel yogische Ernährung hinzu und vermixe das ganze mit ein paar Tropfen Karmalehre und schon hat man eine leckere spirituelle Kauderwelsch-Suppe. 😉
    Yogische Ernährung hat doch mit Ayurveda nix zu tun. Bei den Yogis gehts darum möglicht viel Prana im Essen zu haben und das es den Energiefluss nicht hemmt oder anregt(rajasig, tamasig). Also wie du schon sagst, nichts Gefrorenes, keine Schokolade, kein Knoblauch usw und natürlich auch kein Fleisch. Aber mit Ayurveda hat das nichts zu tun. Viele Ayurvedarezepte sind zum Beispiel mit Knoblauch weil dieser von der heilenden Kraft dieser Knolle spricht (und soweit ich mal gelesen hab sogar der Ursprung dieses Wissens war. aber wer weiß das schon). Genauso gibt es halt auch mit Fleisch, sie haben bestimmte Wirkungen auf den Körper (also auf die Doshas) und diese sollten natürlich auch aufgeführt werden. Wenn die Bücher darauf verzichten würden wären sie nur eines: Unvollständig! (auch wenn ich es als Vegetarier gerne sehen würde wenn immer mindestens die Hälfte der Rezepte vegetarisch wären. Aber man kann ja auch alles abwandeln)

    Wenn man natürlich nur 3 mal im Jahr Fleisch ißt, ist es klar das es dir danach nicht gut geht. Das liegt aber nicht am Fleisch sondern daran das dein Körper sich anpasst. Und für fleischliche Nahrung benötigt er andere Magensäfte als für pflanzliche Nahrung. Das stresst dein Vedauungssystem natürlich.

  3. Carla Schmidt-Flepp

    Auch ich esse 1-3 mal pro Jahr Fleisch, danach gehts mir wirklich nicht besonders. Mit Fisch welches ich ca. 1 x pro Monat esse, habe ich keinen Bedenken. Sogar Jesus ass Fisch. Aus meinen vielen Kochbücher die sich in den letzten Jahren bei mir angesammelt haben, stehen fast immer welche Rezepte mit Fleisch drin. Diese Rezepte koche ich nur, wenn Besuch kommt, die nicht nur „Grünes “ essen wollen.

  4. Liebe Satyadevi,

    vielleicht möchtest Du ja zu oben genanntem Buch auch noch eine Rezension verfassen? Yoga-Kochbuch” von Anna Trökes

    Mit dem Buch hat sie wirklich sehr daneben gegriffen. Das wo Frau Trökes doch sehr populär in Deutschland ist und doch hoffentlich nicht die Yoga Masse beeinflusst. Schade das hier die yogische Tiefe und das Mitgefühl fehlen und Yoga so mainstream like verbeitet und vermarktet wird…

    Liebste Grüße und Om Shanti Shanti Shanti

  5. Mußte gerade beim Lesen sehr schmunzeln!
    Habe vor einiger Zeit das „Yoga-Kochbuch“ von Anna Trökes gekauft und darin auch sehr erstaunt festgestellt: viele Gerichte mit Fisch, Geflügel, Fleisch….

    Darin werden der ENERGIETYP und der RUHETYP unterschieden- und dazu gibt es jeweils auch Rezepte mit Fleisch und Fisch.

    Außerdem werden Tipps zu bestimmten Problemen gegeben. Z.B. sollte der ENERGIETYP bei Einschlaf- und Durchschlafstörungen ein Glas Bier oder Wein trinken, der RUHETYP bei häufigen Erkältungen mehr Hühnersuppe zu sich nehmen…..

    Ich habe nur noch den Kopf geschüttelt!!!

    Zum Glück sind ansonsten noch sehr leckere vegetarische Gerichte darin! (o:

    (Trotzdem ist der Kochbuch-Titel meiner Meinung nach irreführend!)

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