Übe mehr Praxis und weniger Theorie – HYP Teil I. 3.

Kurzvortrag über die Hathayoga Pradipika von Sukadev von Yoga Vidya Bad Meinberg. Hier klicken für weitere Infos zu: Seminare bei Yoga Vidya, Meditation, Ayurveda, Yogalehrer Ausbildung . Alle täglichen Inspirationen mp3 mit Player zum Anhören   An die, die den Zustand des Raja-Yoga nicht kennen, aufgrund fehlerhaften Vorstellungen und Wirren in der Dunkelheit, gibt Svatmarama voller Mitleid die Leuchte des Hatha Yoga weiter.

Der Autor sagt hier, dass es unmöglich ist, Raja Vidya durch irgendwelche anderen Mittel zu erlangen als über Hatha Vidya. Der Name des Autors, Swatmarama Yogi, ist sehr vielsagend. Er bedeutet: Einer, der seine Freude in der Gemeinschaft mit seinem höheren Selbst hat. Das stellt die letzte von sieben Stufen des Jnana dar. Die Srutis (Schriften) sagen, „der Brahmavarishta ist einer, der Vergnügen und Freude in seinem höheren Selbst findet“. Die sieben Stufen sind folgendermaßen in der Yoga Vashishta beschrieben:
Einer, der richtig zwischen dem Beständigen und dem Unbeständigem unterschieden hat, der ein Gefühl der Abneigung gegenüber weltlichen Vergnügungen gepflegt hat, der nach der Erlangung völliger Meisterung seiner Organe, physisch und geistig, ein ununterdrückbares Bedürfnis spürt, sich aus diesem Kreislauf des Daseins zu befreien, hat die erste Stufe erreicht: Subecha, oder das Bedürfnis nach der Wahrheit.
Jener, der, was er gelesen und gehört hat in seinem Leben, reflektiert und verwirklicht hat, hat die zweite Stufe erreicht: Vichara, oder die richtige Befragung.
Wenn der Geist nach der Überwindung des Vielen dauerhaft auf das Eine eingestellt bleibt,hat er die dritte Stufe erreicht: Tanumasana, oder das Ausdünnen des Geistes.
Bis jetzt ist er ein Sadhaka oder Ausführender. Wenn er durch die drei vorangegangenen Stufen seinen Geist ausgedünnt hat, in einen Zustand von reinem Sattva, wenn er die Wahrheit direkt in sich selbst findet, „Ich bin Brahman“, ist er auf der vierten Stufe: Sattvapati, oder die Erlangung des Zustandes von Sattva. Hier wird der Yogi Brahamavid (Kenner von Brahma) genannt. Bis jetzt übte er Samprajnata Samadhi, oder Kontemplation, wo das Bewusstsein der Dualität noch anhält.
Von da an bilden die drei verbleibenden Stufen das Asamprajnata Samadhi, d. h. kein Bewusstsein der Dreiheit: Wissender, Wissen und Gewusstes. Wenn der Yogi sich von den Siddhis, die sich auf dieser Stufe bilden, nicht beeindrucken lässt, erreicht er die Asamshakti genannte Stufe (von allem unbeeindruckt sein). Der Yogi wird nun Brahmavidvara genannt. Bis jetzt kümmert er sich um die Durchführung der notwendigen Pflichten nach seinem eigenen Willen.
Aber wenn er überall nichts anderes mehr als Brahman sieht, wird diese Stufe Pararthabhavani genannt, d. h., wo die äußeren Dinge nicht mehr in Erscheinung treten. Hier erfüllt der Yogi nur noch Funktionen, die ihm von anderen auferlegt wurden.
Er wird Brahmavidvaristha genannt, wenn er die siebente und letzte Stufe – Turiya erreicht hat. Er erfüllt seine Pflichten nicht mehr, seien sie nun von ihm selbst oder von anderen auferlegt. Er bleibt in einem Zustand von durchgehendem Samadhi. Dem Autor dieser Arbeit wird nachgesagt, er hätte diesen Zustand erreicht, wie sein Name Swatmarama andeutet.

Jenen, die die sich in der Dunkelheit streitender Sekten fortbewegen, unfähig Raja Yoga zu erlangen, bietet der mitleidsvolle Swatmarama Yogi das Licht von Hatha Vidya an.

bhrāntyā bahu-mata-dhvānte rāja-yogam ajānatām |
haṭha-pradīpikāṁ dhatte svātmārāmaḥ kṛpa-ākaraḥ

0 Kommentare zu “Übe mehr Praxis und weniger Theorie – HYP Teil I. 3.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.