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das Selbst ist ewig und unendlich VC221

Veröffentlicht am 21.07.2018, 05:31 Uhr von
Viveka Chudamani

Viveka Chudamani Vers  221. Es ist ewig, allmächtig, allgegenwärtig, alles durchdringend und sehr subtil. Es hat weder Innenraum noch Äußeres und ist identisch mit der Höchsten Wirklichkeit/ Brahman. Wenn man diese wahre Natur von sich selbst vollständig realisiert/verwirklicht, wird man frei von Sünde und Leidenschaft, unsterblich

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Sanskrit Text:

nityaṃ vibhuṃ sarva-gataṃ susūkṣmaṃ
antar-bahiḥ-śūnyam ananyam ātmanaḥ |
vijñāya samyaṅ nija-rūpam etat
pumān vipāpmā virajo vimṛtyuḥ || 221 ||

नित्यं विभुं सर्वगतं सुसूक्ष्म-
मन्तर्बहिःशून्यमनन्यमात्मनः |
विज्ञाय सम्यङ्निजरूपमेतत्
पुमान्विपाप्मा विरजो विमृत्युः || २२१ ||


Lasse Körper und Geist beiseite VC220

Veröffentlicht am 20.07.2018, 05:31 Uhr von
Viveka Chudamani

Viveka Chudamani Vers  220. Ebenso wenn man den Körper, das Intellekt und die Reflexion des Bewusstsein darin beiseite lässt, erkennt man vollständig das eigene wahre Wesen, den in der Intuition, im Herzen versteckten Seher, das Selbst, das ungeteilte Bewusstsein, das alles erleuchtet. Es unterscheidet sich/ es ist verschieden vom Sichtbaren und vom Unsichtbaren, ewig, allmächtig, allgegenwärtig, alles durchdringend und sehr subtil. Es hat weder Innenraum noch Äußere und ist identisch mit der Höchsten Wirklichkeit/ Brahman.

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Sanskrit Text:

dehaṃ dhiyaṃ cit-pratibimbam evaṃ
visṛjya buddhau nihitaṃ guhāyām |
draṣṭāram ātmānam akhaṇḍa-bodhaṃ
sarva-prakāśaṃ sad-asad-vilakṣaṇam || 220 ||


Erkenne das wahre Selbst VC219

Veröffentlicht am 19.07.2018, 05:31 Uhr von
Viveka Chudamani

Viveka Chudamani Vers  219. Der Weise wendet sich von dem Gefäß, vom Wasser und vom Widerschein der Sonne im Wasser ab und sieht die wirkliche Sonne, die über allem steht, diese drei erhellt und aus sich selbst leuchtet, klar und deutlich.

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Sanskrit Text:

ghaṭaṃ jalaṃ tad-gatam arka-bimbaṃ
vihāya sarvaṃ vinirīkṣyate’rkaḥ |
taṭa-stha etat-tritayāvabhāsakaḥ
svayaṃ-prakāśo viduṣā yathā tathā || 219 ||

घटं जलं तद्गतमर्कबिम्बं
विहाय सर्वं विनिरीक्ष्यते ऽर्कः |
तटस्थ एतत्त्रितयावभासकः
स्वयंप्रकाशो विदुषा यथा तथा || २१९ ||


Das Ich ist nicht das wahre Selbst VC218

Veröffentlicht am 18.07.2018, 05:31 Uhr von
Viveka Chudamani

Viveka Chudamani Vers  218. So wie ein Tor, der die Reflexion der Sonne sieht, die sich im Wasser eines Eimers spiegelt, und es für die Sonne hält, hält der verblendete Unwissende die Wiederspiegelung seines Bewusstseins – die in seinem Intellekt als „Ich“ erscheint – für das wahre Selbst.

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Sanskrit Text:

ghaṭodake bimbitam arka-bimbam
ālokya mūḍho ravim eva manyate |
tathā cid-ābhāsam upādhi-saṃsthaṃ bhrāntyāham ity eva jaḍo’bhimanyate || 218 ||

घटोदके बिम्बितमर्कबिम्ब-
मालोक्य मूढो रविमेव मन्यते |
तथा चिदाभासमुपाधिसंस्थं
भ्रान्त्याहमित्येव जडो ऽभिमन्यते || २१८ ||


Das Selbst offenbart sich als Glück VC217

Veröffentlicht am 17.07.2018, 05:31 Uhr von
Viveka Chudamani

Viveka Chudamani Vers  217. Derjenige, der im Wachen, im Traum und im Tiefschlaf klar als Bewusstsein in Erscheinung tritt, der Eine, der ewig im Inneren als das Ich , die Gedanken und Gefühle mit ihren verschiedenen Formen und Veränderungen sieht, der sich immerdar (nitya) als Glückseligkeit (ananda) und Bewusstsein (cid-atman) offenbart: den erkenne als das Selbst (atman) in dem Herzen!

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Sanskrit Text:

jāgrat-svapna-suṣuptiṣu sphuṭataraṃ yo’sau samujjṛmbhate
pratyag-rūpatayā sadāham aham ity antaḥ sphurann ekadhā |
nānākāra-vikāra-bhāgina imān paśyann ahaṃ-dhī-mukhān
nityānanda-cid-ātmanā sphurati taṃ viddhi svam etaṃ hṛdi || 217 ||


Das Selbst ist sein eigener Zeuge VC216

Veröffentlicht am 16.07.2018, 05:31 Uhr von
Viveka Chudamani

Viveka Chudamani Vers  216. Das Selbst ist sein eigener Zeuge, da es nur durch sich selbst wahrgenommen wird. Daher ist das Selbst selbst das höchste Brahman und nichts anderes.

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Sanskrit Text:

asau sva-sākṣiko bhāvo yataḥ svenānubhūyate |
ataḥ paraṃ svayaṃ sākṣāt pratyag-ātmā na cetaraḥ || 216 ||

असौ स्वसाक्षिको भावो यतः स्वेनानुभूयते |
अतः परं स्वयं साक्षात्प्रत्यगात्मा न चेतरः || २१६ ||

asau svasakshiko bhavo yatah svenanubhuyate |
atah param svayam sakshat pratyag-atma na chetarah || 216 ||

Wort-für-Wort-Übersetzung:


Es muss ein Beobachter geben VC215

Veröffentlicht am 15.07.2018, 05:31 Uhr von
Viveka Chudamani

Viveka Chudamani Vers  215. Wenn auch immer etwas von jemandem wahrgenommen wird, muss es davon ein beobachtendes Prinzip geben. Wenn etwas von niemanden wahrgenommen wird, kann von Beobachtung nicht die Rede sein.

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Sanskrit Text:

tat-sākṣikaṃ bhavet tat tad yad yad yenānubhūyate |
kasyāpy ananubhūtārthe sākṣitvaṃ nopayujyate || 215 ||

तत्साक्षिकं भवेत्तत्तद्यद्यद्येनानुभूयते |
कस्याप्यननुभूतार्थे साक्षित्वं नोपयुज्यते || २१५ ||

tat-sakshikam bhavet tat tad yad yad yenanubhuyate |
kasyapy ananubhutarthe sakshitvam nopayujyate || 215 ||

Wort-für-Wort-Übersetzung:

  • tat-sākṣikam : dasjenige (Tad) zum Zeugen (Sakshika)

Du bist das Selbst das alles wahr nimmt und nicht wahrgenommen werden kann VC214

Veröffentlicht am 14.07.2018, 05:31 Uhr von
Viveka Chudamani

Viveka Chudamani Vers  214. … Von dem all diese Dinge wahrgenommen werden, der aber selbst nicht wahrgenommen wird, diesen erkenne durch die allersubtilste Einsicht als das Selbst, den Zeugen.

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Sanskrit Text:

sarve yenānubhūyante yaḥ svayaṃ nānubhūyate |
tam ātmānaṃ veditāraṃ viddhi buddhyā susūkṣmayā || 214 ||

सर्वे येनानुभूयन्ते यः स्वयं नानुभूयते |
तमात्मानं वेदितारं विद्धि बुद्ध्या सुसूक्ष्मया || २१४ ||

sarve yenanubhuyante yah svayam nanubhuyate |
tam atmanam veditaram viddhi buddhya susukshmaya || 214 ||

Wort-für-Wort-Übersetzung:

  • sarve : all (diese Dinge, Sarva)*

Nimm die Umwandlungen des Egos wahr VC213

Veröffentlicht am 13.07.2018, 05:31 Uhr von
Viveka Chudamani

Viveka Chudamani Vers 213. Der erhabene Meister spricht: „Wahr  (satyam) hast du gesprochen, du Gelehrsamer. Geschickt bist du in der Methode der Unterscheidung! Derjenige, der all die Umwandlungen (der Urnatur) wie das Ego usw. wahrnimmt, sowie deren Abwesenheit …


Wie kann man das Selbst erkennen VC212

Veröffentlicht am 12.07.2018, 05:31 Uhr von
Viveka Chudamani

Viveka Chudamani Vers  212. Der Schüler fragt/sagt: „Wenn ich diese fünf Körperhüllen als unwirklich verwerfe, finde ich nun nichts als eine Abwesenheit von allem, was vorher real war. Oh verehrter Lehrer, durch welches Objekt sollte dann der Kenner des Selbst das Selbst erkennen?

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Sanskrit Text:

śiṣya uvāca |
mithyātvena niṣiddheṣu kośeṣv eteṣu pañcasu |
sarvābhāvaṃ vinā kiñcin na paśyāmy atra he guro |
vijñeyaṃ kim u vastv asti svātmanātma-vipaścitā || 212 ||

शिष्य उवाच |
मिथ्यात्वेन निषिद्धेषु कोशेष्वेतेषु पञ्चसु |
सर्वाभावं विना किञ्चिन्न पश्याम्यत्र हे गुरो |
विज्ञेयं किमु वस्त्वस्ति स्वात्मनात्मविपश्चिता || २१२ ||


Das Selbst leuchtet aus sich selbst heraus VC211

Veröffentlicht am 11.07.2018, 05:31 Uhr von
Viveka Chudamani

Viveka Chudamani Vers  211. Das Höchste Selbst (atman) leuchtet aus sich selbst. Es unterscheidet sich von den fünf Hüllen. Es ist Zeuge der drei Bewusstseinszustände, es ist reines Sein (sat), unveränderlich (nirvikara), makellos rein (niranjana), immerwährend/ewig glückselig/ ewige Wonne (sadanada). Der Weise muss erkennen, dass das Höchste sein wahres Selbst ist.

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Sanskrit Text:

yo’yam ātmā svayaṃ-jyotiḥ pañca-kośa-vilakṣaṇaḥ |
avasthā-traya-sākṣī san nirvikāro nirañjanaḥ |
sadānandaḥ sa vijñeyaḥ svātmatvena vipaścitā || 211 ||

यो ऽयमात्मा स्वयंज्योतिः पञ्चकोशविलक्षणः |
अवस्थात्रयसाक्षी सन्निर्विकारो निरञ्जनः |
सदानन्दः स विज्ञेयः स्वात्मत्वेन विपश्चिता || २११ ||


Durch transzendierung aller Hüllen erfährst du dein wahres Selbst VC210

Veröffentlicht am 09.07.2018, 05:31 Uhr von
Viveka Chudamani

Viveka Chudamani Vers  210. Wenn man durch Nachdenken über die shrutis (veden) – die zeitlose Offenbarungen sind – alle fünf Körperhüllen verwirft, dann bleibt unter Ausschluss dieser Hüllen am Ende der ewige Zeuge (sakshin) als Absolutes Wissen (bodha-rupa) .

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Sanskrit Text:

pañcānām api kośānāṃ niṣedhe yuktitaḥ śruteḥ |
tan-niṣedhāvadhiḥ sākṣī bodha-rūpo’vaśiṣyate || 210 ||

पञ्चानामपि कोशानां निषेधे युक्तितः श्रुतेः |
तन्निषेधावधिः साक्षी बोधरूपो ऽवशिष्यते || २१० ||

panchanam api koshanam nishedhe yuktitah shruteh |
tan-nishedhavadhih sakshi bodha-rupo’vashishyate || 210 ||


Anandamayakosha ist nicht das höchste Selbst VC209

Veröffentlicht am 06.07.2018, 05:32 Uhr von
Viveka Chudamani

Viveka Chudamani Vers 209. Anandamayakosha kann nicht das Höchste Selbst sein, weil sie Eigenschaften hat, die sich ständig ändern. Sie ist eine Abwandlung der Urnatur (prakriti), eine Folge vergangener guten Taten und sie liegt eingebettet in die anderen Hüllen, die selbst alle Modifikationen sind.

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Sanskrit Text:

naivāyam ānanda-mayaḥ parātmā sopādhikatvāt prakṛter vikārāt |
kāryatva-hetoḥ sukṛta-kriyāyā vikāra-saṅghāta-samāhitatvāt || 209 ||

नैवायमानन्दमयः परात्मा सोपाधिकत्वात्प्रकृतेर्विकारात् |
कार्यत्वहेतोः सुकृतक्रियाया विकारसङ्घातसमाहितत्वात् || २०९ ||

naivayam ananda-mayah paratma sopadhikatvat prakriter vikarat |
karyatva-hetoh sukrita-kriyaya vikara-sanghata-samahitatvat || 209 ||


Anandamayakosha ist im Tiefschlaf erfahrbar VC208

Veröffentlicht am 05.07.2018, 05:32 Uhr von
Viveka Chudamani

Viveka Chudamani Vers  208. Anandamayakosha manifestiert sich im Zustand des Tiefschlafs völlig. In den Zuständen von Traum und Wachheit ist sie abhängig vom Anblick von Objekten, nach denen Verlangen besteht.

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Sanskrit Text:

ānanda-maya-kośasya suṣuptau sphūrtir utkaṭā |
svapna-jāgarayor īṣad iṣṭa-saṃdarśanādinā || 208 ||

आनन्दमयकोशस्य सुषुप्तौ स्फूर्तिरुत्कटा |
स्वप्नजागरयोरीषदिष्टसंदर्शनादिना || २०८ ||

ananda-maya-koshasya sushuptau sphurtir utkata |
svapna-jagarayor ishad ishta-sandarshanadina || 208 ||

Wort-für-Wort-Übersetzung:

  • ānanda-maya-kośasya : der aus Wonne bestehenden Hülle (Anandamaya Kosha)
  • suṣuptau : im Tiefschlaf (Sushupti)
  • sphūrtiḥ : das Offenbarwerden (Sphurti)

Anandamayakosha die Wonnehülle VC207

Veröffentlicht am 04.07.2018, 05:32 Uhr von
Viveka Chudamani

Viveka Chudamani Vers  207. Die Wonnehülle (anandamaya-kosha), Hülle der Glückseligkeit ist die Modifikation/Umwandlung der Unwissenheit, die auftaucht als Reflexion der Glückseligkeit (ananda-pratibimba) des Selbst. Freude etc. sind ihre Eigenschaften (priya-gunaka). Sie offenbart sich den Reinen als Früchte ihrer guten Taten als reine Glückseligkeit. Im Tiefschlaf ist sie für einen jeden auch ohne Anstrengung erfahrbar.

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Sanskrit Text:

ānanda-pratibimba-cumbita-tanur vṛttis tamo-jṛmbhitā
syād ānanda-mayaḥ priyādi-guṇakaḥ sveṣṭārtha-lābhodayaḥ |
puṇyasyānubhave vibhāti kṛtinām ānanda-rūpaḥ svayaṃ
sarvo nandati yatra sādhu tanubhṛn-mātraḥ prayatnaṃ vinā || 207 ||


Die Erkenntnishülle ist dem Wandel unterworfen VC206

Veröffentlicht am 03.07.2018, 05:31 Uhr von
Viveka Chudamani

Viveka Chudamani Vers 206. Die Wissenshülle (vijnamayakosha) kann aus folgenden Gründen nicht das Höchste Selbst sein: sie ist dem Wandel unterworfen, sie ist an sich ohne Intelligenz, sie ist begrenzt, sie ist Gegenstand der Wahrnehmung, sie ist unbeständig.

Sanskrit Text:

ato nāyaṃ parātmā syād vijñāna-maya-śabda-bhāk |
vikāritvāj jaḍatvāc ca paricchinnatva-hetutaḥ |
dṛśyatvād vyabhicāritvān nānityo nitya iṣyate || 206 ||

अतो नायं परात्मा स्याद्विज्ञानमयशब्दभाक् |
विकारित्वाज्जडत्वाच्च परिच्छिन्नत्वहेतुतः |
दृश्यत्वाद्व्यभिचारित्वान्नानित्यो नित्य इष्यते || २०६ ||

ato nayam paratma syad vijnana-maya-shabda-bhak |
vikaritvaj jadatvach cha parichchhinnatva-hetutah |
drishyatvad vyabhicharitvan nanityo nitya ishyate || 206 ||

Wort-für-Wort-Übersetzung:

  • ataḥ : deshalb, daher (Atas)
  • na : nicht (Na)

Löse dich vom Unwirklichen

Veröffentlicht am 24.06.2018, 05:31 Uhr von
Viveka Chudamani

Viveka Chudamani Vers 205. Wenn das Unwirkliche (asat) aufhört zu existieren, kann das innere Selbst (atman) als das Höchste Selbst (sadatman) verwirklicht werden. Deshalb muss das Unwirkliche wie das Ego vom wahren Selbst vollkommen ferngehalten werden.

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Sanskrit Text:

asan-nivṛttau tu sad-ātmanā
sphuṭaṃ pratītir etasya bhavet pratīcaḥ |
tato nirāsaḥ karaṇīya eva
sad-ātmanaḥ sādhv aham-ādi-vastunaḥ || 205 ||

असन्निवृत्तौ तु सदात्मना स्फुटं
प्रतीतिरेतस्य भवेत्प्रतीचः |
ततो निरासः करणीय एव
सदात्मनः साध्वहमादिवस्तुनः || २०५ ||

asan-nivrittau tu sad-atmana
sphutam pratitir etasya bhavet pratichah |
tato nirasah karaniya eva
sad-atmanah sadhv aham-adi-vastunah || 205 ||


Der Verkörperte Zustand ist nicht real VC 200

Veröffentlicht am 23.06.2018, 05:31 Uhr von
Viveka Chudamani

Viveka Chudamani Vers 200.  Obwohl sie anfangslos ist, ist zu beobachten, dass die „vorherige Nicht-Existenz“ ein Ende hat. Genauso ist der verkörperte Zustand, von dem geglaubt wird, dass er im Selbst vorkommt, nicht real, da er sich offensichtlich identifiziert mit den begrenzten Attributen (upadhi) des Intellekts (buddhi).

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Sanskrit Text:anāder api vidhvaṃsaḥ prāg-abhāvasya vīkṣitaḥ |
yad buddhyupādhi-saṃbandhāt parikalpitam ātmani || 200 ||

अनादेरपि विध्वंसः प्रागभावस्य वीक्षितः |
यद् बुद्ध्युपाधिसंबन्धात्परिकल्पितमात्मनि || २०० ||

anader api vidhvamsah prag-abhavasya vikshitah |
yad buddhyupadhi-sambandhat parikalpitam atmani || 200 ||
Wort-für-Wort-Übersetzung:


Die Welt der Erscheinungen löst sich auf in der Erkenntnis VC 199

Veröffentlicht am 22.06.2018, 05:31 Uhr von
Viveka Chudamani

Viveka Chudamani Vers 199. Die Welt der Erscheinungen ist nicht ewig. Obgleich sie keinen Anfang hat, ist sie nicht ewig. Wenn Erkenntnis da ist, löst sie sich im Nichts auf, wie der Traum beim Erwachen.

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Sanskrit Text:prabodhe svapna-vat sarvaṃ saha-mūlaṃ vinaśyati |
anādy apīdaṃ no nityaṃ prāg-abhāva iva sphuṭam || 199 ||

प्रबोधे स्वप्नवत्सर्वं सहमूलं विनश्यति |
अनाद्यपीदं नो नित्यं प्रागभाव इव स्फुटम् || १९९ ||

prabodhe svapna-vat sarvam saha-mulam vinashyati |
anady apidam no nityam prag-abhava iva sphutam || 199 ||
Wort-für-Wort-Übersetzung:


Irrtum verschwindet durch wahres Wissen VC 198

Veröffentlicht am 21.06.2018, 05:31 Uhr von
Viveka Chudamani

Viveka Chudamani Vers 198.  Die Unwissenheit (avidya) hat keinen Anfang und auch nicht ihre Folge. Wenn aber Wissen / Erkenntnis (vidya) in Erscheinung tritt, werden die Unwissenheit und ihre Folgen – auch wenn sie ohne Anfang sind – wie Wurzeln und Trieb zerstört.

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Sanskrit Text:anāditvam avidyāyāḥ kāryasyāpi tatheṣyate |
utpannāyāṃ tu vidyāyām āvidyakam anādy api || 198 ||

अनादित्वमविद्यायाः कार्यस्यापि तथेष्यते |
उत्पन्नायां तु विद्यायामाविद्यकमनाद्यपि || १९८ ||

anaditvam avidyayah karyasyapi tatheshyate |
utpannayam tu vidyayam avidyakam anady api || 198 ||
Wort-für-Wort-Übersetzung:


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