Werdet zum Nektarspendenden Mond – HYP.IV.28

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Sukadev spricht über den 28. Vers der Hatha Yoga Pradipika, 4. Kapitel, als Inspiration des Tages. Essenz:
Die Atmung ist beruhigt, wenn der Geist unbeweglich und ruhig ist. Daraus folgt die Erhaltung des Bindu, Mondzentrum. Die Zurückhaltung des Bindu führt dann später dazu, dass sich Sattwa, Reinheit im Körper durchsetzt.

Bindu Chakra – Mondzentrum, bindu = Punkt, Tropfen

Das Bindu Chakra befindet sich unter dem Haarwirbel am Hinterkopf. Der Lotus des Bindu Chakras

hat 23 Blätter. Sein Symbol ist der Mond, der das Wachstum der Vegetation unterstützt. In der Bhagavad Gita sagt Gott Krishna: »In dem ich zum Nektar spendenden Mond werde, nähre ich alle Pflanzen.« (15.13)

Sein Mantra ist SHIVOHAM (»Ich bin Shiva«) und seine Gottheit Lord Shiva, der die Mondsichel im Haar trägt. Dieses Chakra besitzt keine Färbung, es ist farblos und transparent.

Das Bindu Chakra ist ein wichtiges »Gesundheitszentrum«, das uns zur körperlichen, psychischen und geistigen Gesundung verhilft. Es unterstützt die Sehkraft, beruhigt die Emotionen und verhilft uns zu innerer Harmonie und Klarheit. Mit Hilfe dieses Chakras vermögen wir Hunger und Durst zu kontrollieren und ungesunde Essensgewohnheiten zu überwinden. Auch bei Depressionen, Nervosität, Angstgefühlen und Beklemmungen in der Herzgegend kann die Konzentration auf das Bindu Chakra helfen.

Das Bindu Chakra verleiht körperliche und geistige Gesundheit, Vitalität und Jugend, denn in ihm wird »Amrita«, der »Nektar der Unsterblichkeit«, erzeugt. Gewöhnlich fließt dieser Nektar ins Manipura Chakra hinab und wird in dessen Feuer verbrannt, ohne vom Körper genutzt werden zu können.

Die Rishis der alten Zeit suchten daher nach einer Methode, den kostbaren Nektar aufzufangen und dem Körper nutzbringend zuzuführen. Sie fanden heraus, daß der Nektarfluß mit Hilfe des Vishuddhi Chakras und der Zunge kontrolliert werden kann. Die Zunge besitzt subtile Energiezentren, von denen jedes eine Verbindung und Entsprechung zu einem Körperteil oder Organ hat. Gelingt es, den Nektar im Vishuddhi Chakra aufzuhalten, mit der Zunge einzufangen und wie eine homöopathische Arznei langsam zu lösen, so verbreitet sich seine segensreiche Wirkung durch die dort befindlichen Energiekanäle im ganzen Körper.

Durch die Yogatechnik des Ujjayi Pranayama mit Khechari Mudra ist es möglich, diesen Nektar dem Körper zuzuführen, sodaß er seine heilsame Wirkung entfalten kann.

Mehr zur Hatha Yoga Pradipika findest du im Hatha Yoga Pradipika Portal:

Kurzvortrag über die Hathayoga Pradipika von Sukadev von Yoga Vidya Bad Meinberg. Hier klicken für weitere Infos zu: Seminare bei Yoga Vidya, Meditation, Ayurveda, Yogalehrer Ausbildung . Alle täglichen Inspirationen mp3 mit Player zum Anhören

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