Die yogische Chakrenlehre – Theorie von der Öffnung der Chakren

Viele Traditionen sagen, dass die Chakras in uns bereits geöffnet sind, weil wir sonst nicht am Leben wären, wohingegen es andere Philosophien gibt, nach denen der Mensch völlig unter seinen Möglichkeiten bleibt, weil seine Chakras verschlossen sind. Wenn ich „Öffnung“ der Chakras schreibe, nutze ich dieses Wort im Sinne von „zur Blüte bringen“, „aktivieren“ oder “anregen“. Viele Heiler versuchen die Chakras durch äußere Anwendungen zu aktivieren. Diese Methoden können jedoch lediglich unterstützende Wirkung haben; essentiell sind die inneren Praktiken. Das Grobstoffliche muss überwunden werden, um das Feinstoffliche wahrzunehmen. Yoga bietet ein pragmatisches System für die Entwicklung eines subtileren Wahrnehmungsvermögens.

Die Yoga-Technik entwickelt Ruhe im Körper, im Atem, in den Sinnen und im Geist. Patañjali beschreibt in seiner berühmten Sammlung von Aphorismen über Yoga, genannt „Yoga Sutren“ (ca. 200 v. Chr.), einen progressiven 8-fachen Pfad, zur Überwindung der Grenzen von Körper und Geist und zum Erlangen eines Überbewussten Zustandes (Samadhi). Er nennt Asanas (Yogapositionen), Pranayama (Atemübungen), Zurückziehen der Sinne (Pratyahara) und Dhyana (Meditation) und vier weitere um Ruhe des Groben zu erlangen. Weiterhin hängt die Wissenschaft der Chakras eng mit Kundalini Yoga zusammen. Kundalini heißt wörtlich „die Aufgerollte“ und wird oft als aufgerollte schlafende Schlange am unteren Ende der Wirbelsäule dargestellt. Im Kundalini Yoga geht es um Energieerweckung und -lenkung. Das Ziel ist diese „Schlange“, dieses Energiepotential schrittweise Chakra für Chakra nach oben zu bringen, damit sich diese Energie, die auch Shakti genannt wird, im obersten Chakra mit Shiva, dem Bewusstsein, (wieder) verbinden kann. Das Ziel ist ein gedankenfreier Bewusstseinszustand, in dem reines Sein, Wissen und Freude (Sat-Chid-Ananda) herrscht und ein Gefühl der Einheit mit allem erfahren wird.

Ein Yogi erhellt sein Sein und erhält mehr und mehr den Durchblick, weil er Unwissenheit (Avidya) überwindet. Er reinigt seine Wahrnehmung und lässt so das unsterbliche, kosmische Selbst mehr und mehr hervor scheinen. Die Öffnung der Chakras ist also im Prinzip integriert in das große Ziel der Selbstverwirklichung.

Die Menschen leben in Avidya, weil ihre Chakras nicht vollständig geöffnet sind. Sie müssen illusorische Identifikationen aufgeben und ihre wahre Natur erkennen. „Mensch, erkenne dich selbst“, ist nicht nur die Inschrift im Apollo Tempel zu Delphi, sondern Aussage von vielen religiösen Führern und spirituellen Meistern.

Patañjali I.4. In allen anderen Zuständen (als den des reinen Seins) identifiziert sich der Wahrnehmende mit seinen Gedanken.

Du bist nicht Deine Gedanken. Reinige Dich, meditiere und erkenne dies.

Das Öffnen der Chakras

Wir erfahren die kosmische Natur der Elemente, die hinter den Chakras steht innerhalb unseres tiefsten Bewusstseins, wenn wir die Chakras öffnen. Tausende haben es so erfahren also bist Du kein Versuchskaninchen. Die Yoga-Technik ist eine systematische Wissenschaft und außergewöhnliche spirituelle Erfahrungen sind nicht Heiligen im Himalaya vorenthalten, sondern auch Du kannst es erfahren.

Ausführliche Infos zum Thema Chakras im Yoga Vidya Chakra-Portal

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